Aktuelle Themen 2023

Januar 2023

 


Beitrag vom 30. Januar 2023

Ende der Kernsperrfristen

Am 15.01 endete die Sperrfrist für die Ausbringung von Festmist von Huf- und Klauentieren sowie Kompost. Diese Düngemittel dürfen außerhalb der roten Gebiete wieder ausgebracht werden, wenn es die Bedingungen zulassen. Für alle anderen Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten, wie z. B. Gülle, endet die Sperrfrist am 31.01.2023. Darüber hinaus gilt aber ein Aufbringverbot wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, schneebedeckt oder gefroren ist. Es ist auch nicht mehr möglich Nachtfröste auszunutzen, um auf tragfähigem Boden Düngemittel auszubringen. Auf bestelltem Ackerland muss die Aufbringung streifenförmig oder direkt in den Boden erfolgen. Auf unbestelltem Ackerland ist eine unverzügliche Einarbeitung vorzunehmen (innerhalb 4 Stunden.). R. Jacob FD LäRa, 066621-87-2233


Beitrag vom 24. Januar 2023

Landschaftspflegeverband Hersfeld-Rotenburg e.V.

Der Landschaftspflegeverband Hersfeld-Rotenburg e.V. (LPV) wurde im November 2021 gegründet. Ziel ist der Erhalt und die Entwicklung einer abwechslungsreichen und ökologisch intakten Kulturlandschaft in Zusammenarbeit mit landnutzenden Partnern. Seit dem 01.12.2022 ist unsere LPV-Geschäftsstelle geöffnet mit zwei Personen Vorort: Dorothea Thielen (Geschäftsführerin) und Lena Gothe (Mitarbeiterin). Der LPV wurde auf Initiative der Landwirtschaft, dem Naturschutz und der Kommunen gegründet und wird kreisweit tätig sein. Ziel des LPVs ist – in guter Zusammenarbeit der drei Gruppen – freiwillig und kompromissbereit Projekte zur Erhaltung der Kulturlandschaft zu planen und umzusetzen. Der LPV trägt sich über Mitgliedsbeiträge und die Förderung für Landschaftspflegeverbände des Hessischen Umweltministeriums.

Aufgabenfelder des LPVs sind: Beratung von Landwirten rund um das artenreiche Grünland, insb. in FFH-Gebieten – Pflege und Entwicklung von Kalkmagerrasen, Entbuschungen – Heckenpflege, Obstbaumschnitt – Spezielle Artenschutzprojekte, z.B. Wiesenbrüter, Amphibien – Beratung bei naturschutzfachlichen Kompensationsmaßnahmen, Ökokontomaßnahmen – u.s.w.

Der LPV setzt bei der Umsetzung von Projekten auf lokale Akteure: Lohnunternehmer, Landwirte, Verbände. Die Umsetzung der Maßnahmen wird entlohnt/gefördert. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung oder beraten Sie gerne. Für Fragen, Anregungen und mehr Informationen sind wir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Telefon 06621-944181 erreichbar.

Dorothea Thielen, LPV Hersfeld-Rotenburg e.V.


Beitrag vom 9. Januar 2023

Landwirtschaftliche Hinweise zum Wildverbiss an Winterungen

Der Winter lässt, nach einem nur kurzen Gastspiel, zwar weiter auf sich warten, dennoch muss man in gefährdeten Lagen mit Schäden durch Wildverbiss rechnen. Vor allem in Wintern mit langen Frostphasen und langer Schneelage können diese Wildschäden an Winterungen dann auftreten.

Im Raps unterscheidet man zwischen Schäden durch Blattfraß und dem Verbiss am Vegetationskegel. Raps hat grundsätzlich ein sehr hohes Regenerationsvermögen; reiner Blattfraß, der Verluste von ca. 60-70 % zur Folge hat, kann von der Pflanze meist problemlos kompensiert werden. Wird jedoch Verbiss am Vegetationskegel festgestellt, muss dies wesentlich kritischer betrachtet werden. Wurde der Vegetationskegel stark geschädigt bzw. komplett abgebissen, reagiert die Pflanze meist mit verstärkter Seitentriebbildung; der Ertrag des fehlenden Haupttriebes kann durch die Seitentriebe i. d. R. allerdings nicht kompensiert werden. Die Blütenanlagen dieser Nebentriebe sind zudem deutlich schwächer als die des Haupttriebes; hinzu kommen eine ungleichmäßige Blüte und Abreife. Bei der Bewertung des Schadens gehen die Meinungen zwischen Landwirt und Jagdpächter oft auseinander; für eine objektive Beurteilung ist das Aufstellen von Drahtkäfigen (z.B. Metallgestelle von 1000 l Shutteln) hilfreich. Sicher im Boden verankert dienen sie als Zeigerflächen! Einfacher und schneller geht`s, wenn man Kartoffelkörbe aus Draht auf den Kopf stellt, und sie mit Zeltheringen ausreichend sichert.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736