Aktuelle Themen 2022

Januar 2022


Beitrag vom 24. Januar 2022

Ende der Kernsperrfristen

Am 15.01 endete die Sperrfrist für Festmist von Huf- und Klauentieren sowie Kompost. Diese Dünger dürfen außerhalb der roten Gebiete wieder ausgebracht werden, wenn es die Bedingungen zulassen. Für alle anderen Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten, wie Gülle endet die Sperrfrist am 31.01.2022. Darüber hinaus gibt es ein Aufbringverbot, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, schneebedeckt oder gefroren ist. In der neuen Düngeverordnung vom 01.05.2020 ist der gefrorene Boden nicht mehr genauer definiert, somit ist es auch nicht mehr möglich Nachtfröste auszunutzen, um auf tragfähigem Boden Dünger auszubringen. Auf bestelltem Ackerland muss die Aufbringung streifenförmig oder direkt in den Boden erfolgen. Auf unbestelltem Ackerland ist eine unverzügliche Einarbeitung vorzunehmen (innerhalb 4 Stunden.).

R. Jacob FD LäRa, 066621-87-2233


Beitrag vom 24. Januar 2022

Einsatz von Wirtschaftsdüngern

Die Ausnutzung der Wirtschaftsdünger im Jahr 2021 war sehr gut. Im Boden herrschten beste Bedingungen (ausreichend Feuchtigkeit und Wärme) bis zum Ende der Vegetation. Dies führte auch im Herbst zu einer weiteren Mineralisation. Vor Allem der Mais konnte davon profitieren, wohingegen Wintergetreide nach Wintergetreide tendenziell höhere Herbst-Nmin-Werte aufweisen. Durch moderate Niederschläge der letzten Wochen wird die Auswaschung auf mittleren und schweren Böden gering sein, sodass v.a. vor dem Hintergrund der Düngerpreise dieser Umstand positiv wirken kann. Eine Herbstdüngung wird zusätzlich in voller Höhe der Ausnutzung angerechnet (Rindergülle 60%, Schweinegülle 70%, Substrat flüssig 60% - fest 30%). Dies gilt auch für die Ausbringung von Festmist nach der Ernte 2021 (Ausnutzung 25 %).

Ph. Pfister; AGLW; 06623/933420


Beitrag vom 14. Januar 2022

Landschaftspflegeverband Hersfeld-Rotenburg e. V. ist gegründet

Am 22. November 2021 war es endlich soweit: Nach vielen Vorbereitungstreffen und intensiven Gesprächen wurde der Landschaftspflegeverband Hersfeld-Rotenburg e. V. gegründet. Ein Landschaftspflegeverband (LPV) ist ein Verein, in dem jeweils zu einem Drittel Landwirtschaft, Kommunen und Naturschutz zusammenarbeiten. Von der Arbeit des Vereins profitieren dabei direkt die Landwirtinnen und Landwirte. Denn die Umsetzung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege erfolgen über den Verein in enger Abstimmung mit der Landwirtschaft. Die landwirtschaftlichen Betriebe können ihr fachliches Wissen und ihre Arbeitsleistung mit eigenen Maschinen und/oder Nutztieren direkt einbringen. So können z. B. Kompensationsmaßnahmen für Bauprojekte und Gewerbegebiete viel zielgerichteter und flächenschonender umgesetzt werden. Ein weiterer Schwerpunkt des LPV sind Schulungen, gerade auch für landwirtschaftliche Themen wie u. a. die Anlage und Pflege von Blühstreifen. Von der Beratung des LPV profitieren auch Kommunen, die oft nicht das entsprechende Fachpersonal für landschaftspflegerische Themen vorhalten können. Zurzeit läuft das Eintragungsverfahrens in das Vereinsregister, nach erfolgreichem Abschluss können sich dann auch Privatpersonen beim Verein anmelden. Vorsitzender des LPV ist Herr Bürgermeister Preßmann. Frau Wetterau vom Regionalforum Hersfeld-Rotenburg ist zurzeit die Ansprechpartnerin für Fragen, doch noch in diesem Jahr soll die Geschäftsstelle besetzt werden. Es gibt Bundesländer wie Bayern, wo die LPVs schon seit Jahrzehnten flächendeckend vorkommen. Alle Beteiligten am LPV Hersfeld-Rotenburg hoffen, dass sich unsere Initiative ähnlich erfolgreich entwickelt.

Martina Schäfer, Fachdienst Ländlicher Raum, 06621 - 87 2200


Beitrag vom 10. Januar 2022

Ausblick 2022

Durch die hohen Düngerpreise sollte der Stickstoffeffizienz nun noch mehr Beachtung geschenkt werden. Die AGLW hat diesbezüglich in den letzten Jahren viele Versuche durchgeführt. In 2021 haben Versuche mit Mikrogranulat (Mikronährstoffe) im Mais, der Einsatz von Biostimulantien über das Blatt und der Einsatz von Mikronährstoffen zu einer besseren N-Ausnutzung und so zu einer Ertrags- und Energiegehaltssteigerung geführt. Vor Allem das Wurzelwachstum sollte gefördert werden, um das Aneignungsvermögen der Pflanzen in tieferen Bodenschichten frühzeitig zu erhöhen. Dies gelang 2021 in Versuchen im Mais durch den Einsatz von Mikrogranulaten. Aber auch die Versorgung mit Magnesium ist für die Wurzelbildung wichtig. Bei einer Verschiebung des Verhältnisses in der Bodenuntersuchung von 3:1 (Kalium:Magnesium) hin zum Kalium, wird die Mg-Aufnahme gehemmt.

Ph. Pfister; AGLW; 06623/933420


Beitrag vom 10. Januar 2022

Wetter 2021

Seit 2017 (860 mm) erreicht die Jahresniederschlagssumme mit 720 mm wieder den langjährigen Mittelwert (710 mm). Besonders in den Sommermonaten hat es überdurchschnittlich viel geregnet (410 mm). Dies wirkte sich negativ auf die Qualitäten und die Erntebedingungen aus. Auch die geringe Sonneneinstrahlung in diesem Jahr führte zu einer niedrigeren Photosyntheseleistung und somit vermehrt zu Qualitätseinbußen (Hektolitergewichte). Zusätzlich sorgte vielerorts eine kurze aber intensive Hitzeperiode im Juni für Ertragsminderung (v.a. bei Gerste). Der Mais und das Grasland konnte durch die feucht-warmen Bedingungen viel Frischmasse bilden und führten somit zu vollen Silagen, auch wenn bei Untersuchungen der AGLW die Energiegehalte häufig unterdurchschnittlich waren.

Ph. Pfister; AGLW; 06623/933420


Beitrag vom 03. Januar 2022

Gemeinsamer Antrag Flächen (GA) 2022

Seit dem Jahr 2021 erfolgt die Antragstellung im Bereich der landwirtschaftlichen Förderung über den Link „www.agrarportal-hessen.de“. Das Antragsportal soll voraussichtlich ab dem 01.03.2022 für die Bearbeitung des aktuellen Gemeinsamen Antrags freigeschaltet werden. Bei der Anmeldung am Portal ist im Feld „Benutzername/Betriebsnummer“ die 06000******* einzugeben, wobei die „*“ für den jeweiligen 7-stelligen Personenident stehen. Sollte das Passwort nicht mehr bekannt sein, kann über die Schaltfläche „Passwort Zurücksetzen“ ein neues Passwort vergeben werden. Das kann bereits jetzt erfolgen, es muss hierzu nicht auf die Freischaltung am 01.03.2022 gewartet werden. Es wird deshalb empfohlen, den Zugang zum Antragsportal in den nächsten Tagen schon einmal zu testen. Bei Fragen oder Schwierigkeiten steht der Fachdienst Ländlicher Raum in Bad Hersfeld telefonisch unter 06621/87-2221 oder über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gerne zur Verfügung. Hinsichtlich der Förderbedingungen wird es in diesem Jahr keine wesentlichen Änderungen bzw. Neuerungen geben. Sofern Betriebe auf einen Hofnachfolger übergehen sollen, muss zunächst die Registrierung des neuen Bewirtschafters erfolgen. Hierzu ist es erforderlich, beim Fachdienst Ländlicher Raum das entsprechende Formular „Antrag auf Registrierung als Betriebsinhaber“ anzufordern. Dies kann telefonisch über die Durchwahlen 06621/87-2222, -2226 oder -2231 sowie die vorgenannte E-Mail-Adresse erfolgen.

Weitere Informationen sind erhältlich im Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19, Bad Hersfeld (Tel.: 06621/87-2221).