Aktuelles

April 2021

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Februar 2021

Januar 2021




Beitrag vom 12. April 2021

Düngung zur Maisaussaat

Bei der Silomaisdüngung ist, gestützt durch Praxisversuche in der hiesigen Region mit einer N-Düngung von 0,75 kg N/dt TM-Zielertrag zu rechnen. Im Gegensatz zur DüV hat sich gezeigt, dass der aufgenommene Stickstoff von Zwischenfrüchten mit 100% zu berücksichtigen ist. Schwach entwickelte Bestände auf Grund der Wetterbedingungen im Herbst haben trotzdem 20-30 kg N/ha aufgenommen. Bei Ausbringung von organischen Wirtschaftsdüngern zur Saat sollte bei einer zusätzlichen Unterfußdüngung mit Phosphor die P-Gehalte berücksichtigt werden. Bei Böden mit einem Phosphatgehalt von mehr als 20 mg je 100 g Boden (nach CAL-Methode), darf P nur nach Entzug zugeführt werden. Mais hat einen P-Entzug von 0,175 kg P2O5 je dt Frischmasse. Um Schwefelmangel vorzubeugen, bei ausreichender Phosphorversorgung ASS (ggf. NPK+S) Unterfuß düngen.

Ph. Pfister, AGLW Tel.:06623-933207


Beitrag vom 12. April 2021

Landwirtschaftliche Hinweise zur Unkrautbekämpfung im So-Getreide

Ab 3. Blatt können bei günstigen Temperatur- u. Lichtverhältnissen idealerweise Wuchsstoffe (Duplosane: KV, DP, Super) mit einem Mischpartner (Pointer SX, Dirigent SX, Tomigan, Lodin etc.) zum Einsatz kommen. Ariane C ist für Anwendungen über die Bestockung hinaus (auch gegen Disteln) geeignet; U 46 M-Fluid speziell bei Disteln einsetzen - Kamille, Klette, Stiefmütterchen etc. werden nicht ausreichend bekämpft! Der Zusatz von Pointer SX, Pointer Plus (erfasst auch Klette) o. Dirigent SX verbreitert das Wirkungsspektrum u. sichert die Wirkung gegen Disteln ab. Eine ansprechende Breitenwirkung besitzen Omera, sowie Antarktis u. Artus - beide Mittel wegen ihrer griffigen Wirkstoffe in trocknen Beständen einsetzen! Ungräser treten im So-Getreide seltener auf; in Gerste u. Weizen können Axial, Concert u. Husar Plus eingesetzt werden, in Hafer kann nur mit Concert SX gegen Windhalm gearbeitet werden.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 06. April 2021

Humus

Als Humus wird im Allgemeinen die Gesamtheit der auf und im Boden vorkommenden abgestorbenen pflanzlichen und tierischen Stoffe sowie deren Umwandlungsprodukte verstanden. Bei der Humifizierung werden neben Wasser und Kohlenstoffdioxid auch essentielle Nährelemente für Pflanzen freigesetzt (z. B. Stickstoff, Phosphor, Calcium, Eisen und Magnesium). Humus besteht aus Streu- und Huminstoffen. Er bindet Nährstoffe und Wasser aber auch Schadstoffe. Daneben besitzt er eine Pufferfunktion bei Änderung des pH-Wertes und hat einen positiven Effekt auf das Bodenleben. Dadurch, dass Humus einen positiven Effekt auf die Bodenaggregatstabilität besitzt, mindert er die Bodenerosion und -verschlämmung. Der Humusgehalt in Ackerböden ist durch eine reduzierte Bodenbearbeitungsintensität, den Viehbesatz, eine weitreichende Fruchtfolge und die Düngung grundsätzlich steuerbar. Einen weiteren Einfluss haben die nicht veränderlichen Standortfaktoren, wie z. B. die Bodenart und das Klima. Bei einem C/N-Verhältnis von unter 20:1 erfolgen ein schneller Abbau sowie eine N-Freisetzung. Ist das C/N-Verhältnis hingegen über 25:1, so ist der Abbau der org. Substanz gehemmt. In unserem Beratungsgebiet konnte durch Bodenproben ein überwiegend schwacher bis mittlerer Humusgehalt (1-3,9 %) ermittelt werden. Im Verhältnis zum Kohlenstoff ist in unseren Böden häufig viel N gebunden (C/N <10). Enge C/N-Verhältnisse führen zu einer raschen Umsetzung der organischen Substanz und zur Freisetzung von unter anderem Stickstoff. Dieser sollte in der Düngeplanung berücksichtigt werden. Ziel ist es, das C/N-Verhältnis langfristig zu erweitern. Dies kann durch die Zufuhr von stickstoffarmen organischen Düngern sowie die Abfuhr von Stickstoff (negative Salden) erfolgen. Dieser Prozess ist langwierig und dauert je nach Höhe des Entzugs mehrere Jahrzehnte. Die AGLW führt diesbezüglich weitere Versuche durch.

AGLW 06623/933207


Beitrag vom 29. März 2021

Landwirtschaftliche Hinweise zum Herbizideinsatz in Leguminosen

Oberster Grundsatz ist es, die Bestände frei von Unkraut und Ungras zu halten. Erfahrungen mit der mechanischen Unkrautregulierung in Leguminosen haben in den letzten Jahren gezeigt, dass diese bei geringem Unkrautdruck, auf leichten bis mittleren Standorten und unter trockenen Bedingungen möglich ist - optimale Terminierung und Einstellung des Striegels/der Hacke vorausgesetzt. Auf Standorten mit hohem Unkrautdruck, bei ungünstiger Witterung oder in lückigen Beständen ist die mechanische Bekämpfung nicht empfehlenswert. Der Schwerpunkt der chemischen Unkrautbekämpfung liegt im VA. Entscheidend für die Applikation ist es, dass die Kulturpflanze den Boden noch nicht durchstoßen hat. Bei zu späten Behandlungen kann es zu Aufhellungen und zu einem verzögerten Auflauf kommen. In Ackerbohnen muss das Herbizid im VA eingesetzt werden – keine NA-Behandlungen möglich! Bewährt haben sich die Mischungen aus Bandur + Centium 36 CS oder Novitron + Bandur. Bei der Futtererbse gibt es mit Spectrum Plus und Stomp Aqua zwar Möglichkeiten für den NA, die sichere und breitere Wirkung ist aber mit der Vorauflaufspritzung zu erzielen. Hier sind, wie in der Bohne auch, Bandur, Boxer, Centium 36 CS und Novitron DamTec sowie Spectrum Plus und Stomp Aqua zugelassen. Bei Lupinen können im VA Boxer, Gardo Gold, Stomp Aqua, und Spectrum Plus eingesetzt werden. Eine bewährte Mischung ist die Kombination aus Boxer und Stomp Aqua. Bei Anwendung von Boxer und Stomp Auflagen beachten. Gegen Ungräser stehen in allen genannten Kulturen blattaktive Präparate zur Verfügung.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 22. März 2021

Hinweise des LLH HEF/FD zur allgemeinen Situation Winterraps

Nachbehandlungen gegen Gräser/Ausfallgetreide - bevor Raps diese abdeckt (vorrangig Focus Ultra) u. gegen Unkräuter (Kamille, Klette, Kornblume, Storchschnabel zeitnah mit Korvetto durchführen. Knospe muss von Blättern noch umschlossen sein! Mischbarkeit zuvor prüfen (z.B. nicht mischbar mit Mospilan, Agil, Bulldock). Spritze zuvor gut reinigen!! Zuflug von Stängelrüßlern wurde bislang nicht überall registriert - deshalb Gelbschalen neu einrichten und bei Temperaturen > 12 °C und sonnigem Wetter weiter kontrollieren. 2. N-Gabe durchführen; dort wo noch keine Andüngung erfolgt ist, komplette N-Menge geben! Getreide: Nachkontrollen auf Gräser- und Unkrautwirkung der Herbstbehandlung durchführen. Beim Herbizideinsatz auf ausreichende Luftfeuchte achten (> 60 %)!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 11. März 2021

Witterungsbedingungen

Die Monate Januar und Februar waren mit einer Durchschnittstemperatur von 0,6°C (Jan.) und 0,7°C (Feb.) deutlich kälter als im langjährigen Durchschnitt (0,9 und 2,1°C). Die Tiefsttemperatur lag bei -22,5° C. Eine geschlossene Schneedecke verhinderte jedoch ein großflächiges Auswintern in den Kulturen. Allerdings ist vereinzelt Schneeschimmel festzustellen, auch begünstigt durch teilweise sehr üppige Herbstbestände. Vor Allem in gelben Gerstenbeständen ist deshalb noch kein Grund zur Panik angebracht. Die Höchsttemperatur wurde nur einige Tage nach der Kälteperiode mit 20,1° C gemessen. Sicherlich ist hier ein krasser Temperaturumschwung eingetreten. Die Vegetation war sofort oberirdisch startbereit. Doch durch das Temperaturgefälle zwischen Tag und Nacht, die Tageslänge und auch die kalten Bodentemperaturen (begünstigt durch kaltes Schmelzwasser, 0,5-3,8 ° C) wurde der Vegetationsstart gebremst. Das langsame Schmelzen des Schnees und der darunter nichtgefrorene Boden sorgten dafür, dass das Wasser zu einem Großteil in den Boden filtrieren konnte. Bei einer Erwärmung der Boden- und Lufttemperatur sind die Bedingungen zum Vegetationsstart ideal (ab einer Bodentemperatur von 4° C beginnen die Umsetzungsprozesse im Boden zunehmend).

Startdüngung

Die Düngung zu Vegetationsstart ist vor Allem im Raps weites gehend abgeschlossen. Je nach Befahrbarkeit ist eine Startgabe zu Getreide auch schon geschehen. Vor dem Hintergrund der Frühjahrestrockenheit sollte sich die 1. Gabe im Bereich von 40-60 kg N/ha bewegen (je nach Standort und Ertragsziel).

Schwefel

Schwefel wird, wie Nitrat, mit den Winterniederschlägen sehr leicht ausgewaschen. Deshalb sollte die Schwefeldüngung zu Raps, Weizen und Gerste möglichst mit der 1. N-Gabe, spätestens jedoch bis zum 1-Knotenstadium erfolgen. Dadurch wird S-Mangel besonders in jener Zeit vermieden, in der die S-Freisetzung im Boden noch gering ist. Dies führt zu einer effizienteren Ausnutzung des Stickstoffes. Das richtige Verhältnis von Stickstoff zu Schwefel sollte in den Pflanzen bei etwa 10-15 : 1 liegen. Eine zusätzliche N-Gabe kann deshalb den Schwefelmangel verstärken, wenn das Aufhellen der jüngeren Blätter als N-Mangel interpretiert wird!

Gerste: 15-20 kg S/ha

Weizen: 20-25 kg S/ha

Raps: 1 kg S/dt Ertrag

Frühjahresbestellung

„Im Märzen der Bauer…“

Die Frühjahresaussaat hat bereits auf einigen Standorten begonnen. Allerdings sind die Bodentemperaturen nicht überall ausreichendwarm genug bzw. die Flächen bearbeitbar. Je nach Höhenlage und Bodenart ergeben sich unterschiedliche Aussaatzeitpunkte. Auf Flächen mit Zwischenfrüchten sollte die N-Aufnahme dieser unbedingt berücksichtigt werden. Eine Startdüngung zur oder kurz nach der Saat von 40-60 kg N/ha ist (abgesehen von Leguminosen) ratsam. Durch die hohen Gesamtstickstoffgehalte in unseren Ackerböden wird bei Erwärmung des Bodens wieder rasch N freigesetzt, sodass eine Startgabe in vielen Fällen ausreichend ist. Im Folgenden werden kurz die wichtigsten Anbauhinweise vorgestellt:


Sommergerste

  • Selbstverträglich
  • Aussaattiefe: 2-4 cm (zu tief= zu viel Energie wird für das Wachstum nach oben verwendet, darunter leiden die Wurzeln)
  • Reihenabstand: 9-13 cm
  • Keimtemperatur: 2-4°C
  • Aussaatstärke: 280-400 Körner/m² (Höher=Lagergefahr)
  • Nach Aussaat: Walzen fördert den Aufgang
  • pH-Wert sollte nicht zu niedrig sein (optimal 6,5-7,0), da ansonsten Ertragseinbußen drohen
  • Aussaat: Ende Februar bis Ende März
  • Starke Stickstoffnachlieferung hat einen negativen Effekt auf den Proteingehalt bei Braugerste (daher nicht nach Leguminosen anbauen
  • Startgabe zur Aussaat
  • Aufgrund Fusarienrisiko sollten die Erntereste der Getreidevorfrucht gut eingearbeitet werden
  • Schlecht: Böden mit Staunässe, Hafer als VF (Haferzystenälchens), org. Dünger bei Braugerste wegen N-Nachlieferung durch verzögerte N-Freisetzung
  • Striegeln und Eggen zur Unkrautunterdrückung, Hackfrüchte, Mais, Winterweizen
  • Bodenverdichtung: Wuchsdepression + Gelbfärbung
  • Ertragsdurchschnitt: 65 dt/ha (LSV)

Sommerhafer

  • Aussaatstärke: 300-350 Kö/m² (Spätsaaten höher)
  • Saattiefe: 3-4 cm
  • Reihenabstand: 10-15 cm
  • pH: 6,3-7,0
  • Aussaat ab Ende Februar
  • Flache Saatbettbereitung vor der Aussaat
  • Hafer ist sehr robust, i. d. R. keine Fungizidanwendung nötig
  • Kann gut Nährstoffe aus dem Bodenvorrat aufnehmen
  • Bei optimaler Nährstoffversorgung äußerst konkurrenzstark
  • Standorte mit guter Wasserversorgung
  • Ertragsdurchschnitt: 65 dt/ha (LSV)
  • Mag keine schweren Böden (optimal: Lehmböden)
  • Walzen begünstigt den Feldaufgang
  • Reagiert empfindlich auf Mn- und Cu-Mangel
  • Tonhaltige Böden: Gefahr Mn-Mangel (Dörrfleckenkrankheit)

Sommerweizen

  • Saattiefe: 2-4 cm
  • Reihenabstand: 9-13 cm
  • Saatstärke: 280-450 Kö/m² (Frost- und Spätsaat höher)
  • pH-Wert: >6,3
  • Keimtemperatur: 1°C
  • Aussaat: ab Ende Januar (Frosttolerante Sorten), Vegetationsbeginn (frostempfindliche Sorten)
  • Möglichst früh sähen, um Vegetationszeit optimal nutzen zu können
  • Kein Anbau nach Getreide (außer Hafer und evtl. Roggen) wegen Fruchtfolgekrankheiten
  • Boden sollte vor der Aussaat gut abgetrocknet sein
  • Flache Bodenbearbeitung bis Aussaattiefe, ggf. Rückverfestigung nach unten
  • Verhaltene Düngung (max. 50 kg N/ha), um zu hohe Bestandesdichten und ertragsarme Nebentriebe zu vermeiden
  • Zum Ende der Bestockung muss ausreichend N zur Verfügung stehen
  • Geringe Kraft gegenüber Unkraut
  • Optimaler Boden: tiefgründig, nährstoffreich (höhere Ansprüche als Hafer und SG)
  • Gröberes Saatbett als bei Sommergerste möglich
  • Reagiert empfindlich auf Wasserstress/Stauwasser
  • Ertragsdurchschnitt: 75 dt/ha (LSV)

Sommerackerbohne

  • Aussaattiefe: 5-8 cm (nicht zu flach wegen Vögeln)
  • Reihenabstand: 13-14 cm (Getreideabstand)
  • Aussaatstärke: 45-50 Kö/m²
  • pH-Wert: 6-7
  • Aussaat ab Ende Februar bis Mitte April
  • Kein Anbau nach Leguminosen
  • Körnerleguminosen in der DBE (Frühjahr) mit einer N-Nachlieferung von 10 kg N/ha berücksichtigen
  • Anrechnung [kg N/dt Ertrag]: 5,0 (Symbiontische N-Fixierung)
  • Optimal: Tiefgründige Standorte (mittelschwere und schwere Böden)
  • Nicht selbstverträglich (5-6 Jahre Anbaupause)
  • Empfindlich ggü. Staunässe
  • Aussaat: Drill-, Einzelkorn-, Mulchsaat (Boden bei Aussaat gut lockern)
  • Keine Saatgutimpfung erforderlich
  • N-Düngebedarf: i. d. R. keinen
  • S-Düngebedarf: 20-30 kg/ha
  • Vorlauf: chem. Unkrautbekämpfung

Sommerkörnererbse

  • Aussaat: Anfang bis Mitte März
  • Aussaattiefe 4-8 cm (ausreichende Ablagetiefe wegen Tauben wählen)
  • Reihenabstand: 13-14 cm (Getreideabstand)
  • Aussaatstärke 70-80 Kö/m²
  • Keimtemperatur: 1-6°C
  • Körnerleguminosen in der DBE (Frühjahr) mit einer N-Nachlieferung von 10 kg N/ha berücksichtigen
  • Anrechnung [kg N/dt Ertrag]: 4,4 (Symbiontische N-Fixierung)
  • Bei Dauerregen in späten BBCH-Stadien Lagergefahr
  • Standort: Auch leichte Böden und trockener als bei AB
  • Keine Saatgutimpfung erforderlich
  • N-Düngebedarf: i. d. R. keinen
  • S-Düngebedarf: 20-30 kg/ha
  • Hoher Mn- und Mo-Mangelgefahr --> Düngung nur auf Basis einer Pflanzenanalyse
  • Nicht selbstverträglich (5-6 Jahre Anbaupause)
  • Gefahren: Blattläuse und Erbsenwickler
  • Bei Lager vor der Ernte: Tief mähen (Gefahr auf steinigen Standorten von Schäden am Mähwerk)
  • Ist empfindlich ggü. Bodenverdichtung und Nässe --> Gefahr von Fußkrankheiten

Beitrag vom 08. März 2021

Antragsverfahren „Gemeinsamer Antrag“ (GA) 2021

Die Antragskampagne Gemeinsamer Antrag 2021 wird erstmals ‚online‘ durchgeführt. Die entsprechenden Anmeldeinformationen wurden vorab bereits durch den Fachdienst Ländlicher Raum mitgeteilt, es erfolgt zusätzlich noch eine schriftliche Mitteilung durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen. Der Zugang funktioniert mit der gleichen Nutzer- und Passwortkennung wie bei der ZID (Zentrale InVeKoS-Datenbank), die bereits seit Jahren für die Übertragung von Zahlungsansprüchen genutzt wird. Das Antragsportal soll voraussichtlich zum 15.03.2021 freigeschaltet werden, die Antragsfrist endet in diesem Jahr am 17. Mai.

Sofern sich im Rahmen der Antragsbearbeitung Problemstellungen ergeben, stehen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen des Sachgebietes Förderung zur Verfügung (06621/87-2255, -2226, -2222, -2230, -2221).


Beitrag vom 08. März 2021

Landwirtschaftliche Hinweise zur allgemeinen Situation

Getreide: nicht alle Herbizidbehandlungen im Herbst haben ausreichende Wirkungsgrade erreicht; Fuchsschwanz ist z.T. durchgegangen. Flächen kontrollieren! Soll auf diesen Flächen noch Gülle oder Mist ausgebracht werden, dies nach dem Herbizideinsatz machen. Nachbehandlungen in Gerste mit Axial so früh wie möglich durchführen. Beim Einsatz von Sulfonylharnstoffen in WW, WR o.TR auf Luftfeuchtigkeit > 60% achten.

Raps: oft ist im Herbst keine Behandlung mit Kerb, Groove, Cohort etc. erfolgt; wenn Gräser vorhanden sind, möglichst Wirkstoffklasse A/DIM (Focus Aktiv Pack) nutzen. Unkräuter: Korvetto, Effigo oder Lontrel/Vivendi sind blattaktiv - gute Benetzung notwendig! Aktuelle Nmin-Werte finden Sie unter llh.hessen.de; Tendenz liegt leicht unter dem langjährigen Durchschnitt.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 26. Februar 2021

Düngeempfehlung Frühjahr 2021

Durch die neue Düngeverordnung, die seit dem 01.05.2020 gilt, halt sich einiges bezüglich der Düngung verschärft bzw. geändert (z. B. 10%ige Erhöhung der Mindestwirksamkeit von Güllen und Gärresten).  Informationen hierzu können auf unserer Webseite eingesehen werden. Die Nmin-Werte lagen im Herbst letzten Jahres in unserem Beratungsgebiet bei etwa 57 kg N/ha, von denen 65% zum Zeitpunkt der Probenahme auf die ersten 0-30 cm entfielen. Bei den Frühjahrs-Nmin-Werten ist eine Verlagerung in die tieferen Bodenschichten durch die Niederschläge festzustellen. Derzeit zeigt sich das Wetter mild. Trotz der teilweise niedrigen Tiefsttemperaturen mitten Februar sind wenig bis keine Frostschäden aufgrund der schützenden Schneedecke zu beobachten. Die Rapsbestände stehen sehr gut da und haben seit Herbst eine größere N-Menge aufgenommen. Mancherorts zeigen sich Fraßschäden durch Mäuse.  Insgesamt sollten 3,6 kg N/dt Zielertrag beim Raps ausgebracht werden, sowie je dt Ertrag 1 kg S/ha. Bei einer schwachen Bestandesentwicklung ist der angestrebte Ertrag abzusenken. Auf Grund der häufig auftretenden Frühjahrestrockenheiten sollte die  1. Gabe zwischen 50 und 60 kg N/ha liegen. Die S-Versorgung bei der Gerste sollte max. 20 und beim Weizen max. 25 kg S/ha betragen. Gerste kann sich besonders schlecht S aneigneten, weshalb gerade bei dieser Kultur eine S-Mangel häufiger vorkommt. Die S-Düngung erfolgt zum Vegetationsbeginn. Vor Allem bei Trockenheit sollte im Getreide zeitig Mangan in die Bestände (ca. 250 g/ha). Auch 75 g Bor je ha kann Trockenstress reduzieren. Bei Fragen oder für Untersuchungsaufträge können Sie sich gerne bei der AGLW melden

AGLW 06623/933207, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Beitrag vom 19. Februar 2021

Eutrophierte Gebiete

Neu zu den nitratbelasteten Gebieten (rote Gebiete) sind die eutrophierten Gebiete (gelbe Gebiete) hinzugekommen. Betroffen sind etwa 34% der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Hessen. In den gelben Gebieten liegt der Fokus auf der Phosphatbelastung. Landwirte mit Anbauflächen in diesen Gebieten müssen mind. alle zwei Jahre ihren Wirtschaftsdünger untersuchen lassen und erweiterte Abstandsauflagen zu Gewässern einhalten (>5% Hangneigung 5 m, >10% Hangneigung 10 m). Nähere Informationen hierzu finden Sie auf aglw.de.

AGLW 06623/933207, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Beitrag vom 19. Februar 2021

Hinweise zum Winterraps

Bei jetzt ansteigenden Temperaturen Gelbschalen rechtzeitig aufstellen!  Auch wenn die Befahrbarkeit der Flächen in der kommenden Woche nicht gegeben ist, ist es wichtig sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen! Gelbschalen in Nachbarschaft zu Vorjahresrapsflächen u. neben Gehölzstrukturen aufstellen. Erfahrungsgemäß ist mit erstem Zuflug zu rechnen, wenn 2-3 Tage Tagestemperaturen über 10-12°C, eine intensive Sonneneinstrahlung und meist Windstille herrschen. Schadschwellen beachten! Um noch eine breite Verunkrautung im Raps auszuschalten Korvetto einsetzen: wichtig: Knospen müssen noch von Hüllblättern umschlossen sein! Mit schwefelhaltigen Stickstoffdüngern den Schwefelbedarf vom Raps (40-50 Kg S/ha) sicherstellen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 


Beitrag vom 17. Februar 2021

Landwirtschaftliche Hinweise zur Schwefel (S) - Düngung

Für die anstehende Düngung den S-bedarf der Kulturen und somit auch die passenden N-Mineraldünger einplanen; die Entzüge von Getreide u. Leguminosen (ca (20) -30 kg S/ha) und Raps (etwa 70-80 kg S/ha) werden durch Einträge über die Luft schon lange nicht mehr gedeckt. Raps reagiert mit extremen Mangel. Der Nährstoff ist wichtig für den Proteinaufbau; bei S-mangel verringert sich die Stickstoffeffizienz! Eine Düngung von (30-)50 kg S/ha zu Raps und 20-30 kg/ha zu Getreide als Standardmaßnahme in Kombination mit der N-Düngung einplanen; z.B. Ammonsulfatsalpeter, Piammon, PowerAlzon, Hyfrosulfan. Durch hohe Niederschläge kann S verlagert werden - also keine Vorratsdüngung durchführen! Eine S-min Analyse des Bodens bzw. eine Pflanzenanalyse ermöglichen eine genaue Aussage zur S-Versorgung der Kultur.

S-Form beachten: Sulfat ist sofort pflanzenverfügbar, elementarer Schwefel muss im Boden erst noch in Sulfat umgewandelt werden - ist bei schnell wachsenden Kulturen wie Raps daher ungeeignet. Der Einsatz von Bittersalz über die Pflanzenschutzspritze kann nur als Ergänzung zur Schwefeldüngung gesehen werden!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 10. Februar 2021

Landwirtschaftliche Hinweise zur Ungrasbekämpfung im Wintergetreide

An Feldarbeiten ist zwar z.Zt. noch nicht zu denken; dennoch für noch ausstehende Behandlungen, bzw. notwendige Nachbehandlungen im Wintergetreide frühe Termine anstreben; bei Bodenherbiziden (u.a. Attribut (nur WW), CTU-Produkte (nur Windhalmwirkung)) neben der Bodenfeuchtigkeit auch Größe der Ungräser beachten: bei mehr als 3 Blättern ist kein ausreichender Wirkungsgrad zu erwarten; genannte Produkte sind ab 5°C möglich. Blattaktive Mittel (Atlantis o. Broadway) unmittelbar nach Vegetationsbeginn, bei wüchsigen Bedingungen einsetzen. Trespenbekämpfung im WW: im Splitting 1. Attribut + AHL, ca. 8 Tage später Atlantis Flex + FHS; im Roggen u. Triticale: Broadway + FHS. Windhalm u. Ackerfuchsschwanz in Wintergerste: nur Axial 50 möglich; ab 4-5° C einsetzbar.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 30. Januar 2021

Anbau von Sommergetreide

Der Anbau von Sommergetreide leistet einen Beitrag zur Stabilisierung von Anbausystemen und verringert den Pflanzenschutz- und Düngungsaufwand. Der Schaddruck von Gräsern und Unkräuter sowie die Gefahr von Herbizidresistenzen werden reduziert. Mehrjährige Versuchsergebnisse sind die Grundlage für die Sortenempfehlungen. Erfolgsversprechende, neuere Sorten werden für den Probeanbau empfohlen. Hafer bevorzugt Standorte mit guter Wasserversorgung, keine flachgründige Böden. Sortenempfehlung: Max, Poseidon, Symphony, Lion, als Probeanbau Delfin. Sommergerste kommt mit trockeneren Verhältnissen besser zurecht, auf ausreichende pH-Werte ist zu achten. Sortenempfehlung: RGT Planet, Avalon, Accordine und Leandra. Sortenempfehlung für Sommerweizen: Quintus, Licamero, KWS Starlight, zur Probe KWS Expectum. Die Sorte Quintus zeichnet sich durch eine geringe Anfälligkeit für Ährenfusarium aus.

Lars Klingebiel, LLH Eichhof, Tel.: 06621/922841


Beitrag vom 30. Januar 2021

Winterveranstaltung der AGLW

Auf Grund der gegebenen Umstände wird die Arbeitsgemeinschaft Land- und Wasserwirtschaft in diesem Jahr leider keine Präsenzveranstaltung durchführen. Es wurde sich dazu entschieden verschiedene Kurz-Videos zu unterschiedlichen Themen auf der Homepage zu veröffentlichen, sodass sich jeder Interessierte je nach verfügbarer Zeit zu den unterschiedlichen Schwerpunkten informieren kann. Bei Fragen darf gerne der Kontakt zur AGLW gesucht werden. Die ersten Videos werden ab dem 15.02. unter www.aglw.de/videos/ zu finden sein.

Tel.: 06623/933207

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   


Beitrag vom 25. Januar 2021

Biostimulanzien

Vor dem Hintergrund der Reduzierung der Wirkstoffpallette und den Anforderungen an neue Präparate im Pflanzenschutz in Verbindung mit Restriktionen in der Düngung wächst der Markt im Segment der Biostimulantien stetig. Doch was ist das überhaupt? - Der Europäische Verband der Biostimulanzien-Hersteller EBIC (European Biostimulants Industry Council) definiert die Mittel wie folgt: „Pflanzen-Biostimulanzien enthalten Substanzen und/ oder Mikroorganismen, deren Funktion es ist, nach Anwendung auf Pflanzen oder dem Boden, natürliche Prozesse zu stimulieren und dabei die Nährstoffaufnahme und -effizienz, die Toleranz gegenüber abiotischem Stress sowie die Pflanzenqualität zu verbessern.“

Um eine gewisse Wirkung zu garantieren und den Markt vor „Scharlatanen“ zu schützen, wurden Biostimulanzien in die EU-Düngeprodukte-Verordnung aufgenommen. Dennoch ist eine profitable Anwendung/Wirkung nicht immer gewährleistet. Oft spielen Faktoren wie Zeitpunkt, Wetter oder Technik eine wesentliche Rolle bei der Wirksamkeit. Um diesbezüglich Erfahrungen zu sammeln, hat die AGLW einige Versuche angelegt. Unter Anderem wurden Mykorrhiza-Sporen in den Boden zur Zwischenfrucht- und Maisaussaat eingebracht, um die natürliche Symbiose zwischen Pilz und Pflanze zu fördern. Außerdem wird die Wirkung von Luftstickstoff-fixierenden Bakterien untersucht, die zuvor auf die Pflanzen (Blätter) ausgebracht wurden. Sollten Sie Biostimulanzien in der Anwendung haben und deren Nutzen bewerten wollen, können Sie gerne auf uns zu kommen, sodass die AGLW vegetationsbegleitende Maßnahmen durchführen und auch den Ertrag ermitteln können.

AGLW 06623/933207, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Beitrag vom 18. Januar 2021

Anrechnung der N-Herbstdüngung

Nach der neuen Düngeverordnung (DüV) − die seit dem 01.05.2020 gilt − dürfen Winterraps und ‑gerste außerhalb der nitratbelasteten Gebiete (nach §13 der DüV) auch im Herbst weiterhin gedüngt werden. Neu ist allerdings, dass der pflanzenverfügbare Stickstoffanteil (bzw. Mindestwirksamkeit der Stickstoffausnutzung) der Herbstdüngung bei der Frühjahrsdüngebedarfsermittlung mit angerechnet werden muss. Dieser ist vom N-Bedarfswert der jeweiligen Kultur abzuziehen. Weiterhin müssen verschiedene andere Faktoren, wie z. B. der Nmin-Gehalt, der Humusgehalt (>4,0 %), die Vor-/Zwischenfruchtwirkung und die organische Vorjahresdüngung vom Düngebedarf abgezogen werden. Die Mindestwirksamkeit für die N-Ausnutzung von Rinder- und Schweinegülle sowie flüssigen Biogasanlagengärrückstand auf Ackerland wurde in der neuen DüV um jeweils 10% erhöht (Grünland ab 2025).

AGLW, 06623-933207


Beitrag vom 05. Januar 2021

Gülledüngung 

Auf Grund der Ertragseinbußen und des Mineralisationsstaus (Trockenheit) kam es im Herbst 2020 zu erhöhten Nmin-Werten. Die Niederschläge im November und Dezember blieben auch hinter dem langjährigen Mittel zurück, sodass eine tiefgehende Auswaschung noch nicht zu erwarten ist. Frühjahres-Nmin-Werte werden darüber Aufschluss geben. Eine zeitige Gabe von Organik ist im Allgemeinen anzuraten, da diese noch gewissen Umsetzungsprozessen unterworfen ist. Dabei sind unten stehende Bedingungen zu beachten (neu). Die Herbstgabe ist voll anzurechnen. Generell hat sich die Ausnutzung der Wirtschaftsdünger um 10% erhöht (neue DüV). Eine aktuelle Analyse ist anzuraten. Mittelwerte aus Untersuchungen, die der AGLW vorliegen in kg/m³ bzw. kg/t: Mastschweinegülle 4,5 N / 2,5 P2O5, Rindergülle 3,7 N / 1,5 P2O5, Rindermist 5,5 N / 3,1 P2O5.

AGLW 06623/933207


Beitrag vom 05. Januar 2021

Ende der Kernsperrfristen

Das Aufbringungsverbot von Festmist, festen Gärrückständen und Komposten endet am 15.01.2021. Für alle anderen Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten, wie Gülle endet die Sperrfrist am 31.01.2021. Darüber hinaus gibt es ein Aufbringverbot, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, schneebedeckt oder gefroren ist (auch, wenn er über den Tag auftauen sollte). Auf bestelltem Ackerland muss die Aufbringung streifenförmig oder direkt in den Boden erfolgen. Auf unbestelltem Ackerland ist eine unverzügliche Einarbeitung innerhalb von 4 Std. vorzunehmen. Jede Düngung muss dokumentiert werden mit folgenden Angaben: Feldbezeichnung, Größe, Düngerart und -menge, Menge an Gesamtstickstoff und Phosphat sowie Menge an verfügbarem Stickstoff bei organischer und organisch-mineralischer Düngung.

FD LäRa, 066621-87-2233


Beitrag vom 05. Januar 2021

Antragsverfahren „Gemeinsamer Antrag“ (GA) 2021

Die Antragskampagne 2021 wird aufgrund der Corona-Lage aller Voraussicht nach – ebenso wie die vorherige – mit einem geringen Anteil an persönlichem Kontakt auskommen müssen. Im Rahmen der diesjährigen Antragskampagne werden – anders als in den Jahren zuvor – keine USB Sticks mehr versandt. Stattdessen erfolgt die Bearbeitung und Abgabe der Gemeinsamen Anträge 2021 ‚online‘ über einen der gängigen Internetbrowser ‚Mozilla Firefox‘ oder ‚Microsoft Edge‘. Die entsprechenden Anmeldeinformationen werden zu gegebener Zeit schriftlich mitgeteilt. Der Zugang erfolgt dann mit der gleichen Nutzer- und Passwortkennung wie bei der ZID (Zentrale InVeKoS-Datenbank), die bereits seit Jahren für die Übertragung von Zahlungsansprüchen genutzt wird. Das Antragsportal soll voraussichtlich zum 01.03.2021 freigeschaltet werden. Sollten sich bereits vor der Antragstellung betriebliche Änderungen (bspw. Betriebsübergabe/-gründung usf.) ergeben, sollten diese umgehend dem Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19 (Gebäude C), 36251 Bad Hersfeld angezeigt werden. Sofern sich im Rahmen der Antragsbearbeitung Rückfragen bzw. Problemstellungen ergeben, stehen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen des Fachdienstes (in jedem Fall telefonisch) zur Verfügung. Da momentan frühestens im Jahr 2023 eine weitreichende Reform der europäischen Agrarpolitik konkret im Antragswesen zum Tragen kommt, ergeben sich zunächst keine einschneidenden Änderungen im Förderrecht und bei den zugehörigen Bestimmungen. Weitere Informationen sind im Fachdienst Ländlicher Raum erhältlich


Thomas Krenzer, 06621/87-2221; Sebastian Ernst, 06621/87-22