Aktuelles

Juli 2019

 

Mai 2019


Beitrag vom 25. Juli 2019

Düngebedarfsermittlung für die Herbstdüngung 2019

Auch in diesem Jahr muss der Düngebedarf im Herbst ermittelt und dokumentiert werden. Dazu stellen wir eine Formular bereit um den Herbst-Düngebedarf ordnungsgemäß zu erfassen. Eine zusätzliche Nmin-Beprobung, um einen Düngebedarf zu belegen, ist nicht erforderlich. Im Zuge des Vertragsverletzungsverfahrens durch die EU gegen Deutschland hinsichtlich der Anpassung der Düngeverordnung wird diese wohl im Frühjahr nächsten Jahres (2020) novelliert zur Gültigkeit kommen. Vor diesem Hintergrund wird das Land Hessen noch in diesem Herbst eine Länderverordnung erlassen, wodurch sich der rechtliche Rahmen ändern könnte.

Stand jetzt (07.2019) gilt nach wie vor: die 30/60-Regelung, die bekannten Sperrfristen, und ein Düngebedarf bei Gerste nach Getreidevorfrucht, zu Winterraps und Zwischenfrüchten (Aussaat bis 15.09).

Dennoch muss die vereinfachte DBE vorliegen, welche Sie in unserem Downloadbereich finden.


Beitrag vom 25. Juli 2019

Strohmanagement

Wird das Stroh nach der Ernte nicht im Betrieb oder anderweitig benötigt, so wird es gehäckselt und verbleibt auf dem Feld. Dabei kommt es vor Allem auf die Verteilung des Strohs an und weniger auf die Häcksellänge. Ziel ist es das Stroh gleichmäßig auf die gesamte Arbeitsbreite zu verteilen. Dies ist besonders bei großen Schnittbreiten problematisch. Durch den Häcksler wird das Stroh angeschlagen und somit leichter zugänglich für Mikroorganismen. Die höchste mikrobielle Aktivität herrscht in den ersten 5 cm des Bodens vor. Sobald das Stroh mit dem Boden in Kontakt kommt, beginnt die Rotte (Abbau der organischer Substanz). Somit sollte die Stoppelbearbeitung zunächst das Ziel haben das Stroh mit dem Oberboden zu mischen, was die Rotte extrem fördert. Unter guten Bedingungen (warm und feucht) schreitet die Strohrotte recht zügig voran, sodass im folgenden Frühjahr noch lediglich 50 % des Ausgangsmaterials vorzufinden ist. Ein weiteres Jahr später sind noch gut 10 % vorhanden. Eine regelmäßige „Strohdüngung“ beeinflusst dadurch die Bodenstruktur und das Bodenleben positiv. Die N-Immobilisierung durch die Mikroorganismen zu Beginn der Strohrotte ist stark abhängig vom C/N-Verhältnis und der Masse des Ausgangsmaterials und beträgt rund 1,5-3 kg N je t Stroh. Diese Immobilisierung des Stickstoffs stellt im Herbst jedoch kein Problem dar, da in den Böden im Maßnahmenraum Nord-Osthessisches Bergland ein Stickstoffüberschuss herrscht (3000-9000 kg N/ha). Unter guten Mineralisationsbedingungen wird noch ausreichend N freigesetzt um Wintergetreidebestände zu versorgen. Allerdings kann die Immobilisation in einigen Fällen zu leichten N-Mangelerscheinungen an den Jungbeständen führen, die jedoch nach kurzer Zeit durch das Wurzeln in tiefere Bodenschichten korrigiert werden.  Im Frühjahr kehrt sich der Prozess dann um, sodass ab diesem Zeitpunkt auch N aus dem Stroh pflanzenverfügbar wird.

 

Nachfolgend einige Kulturen und deren Faustzahlen zum Korn-Stroh-Verhältnis:

 

Getreideart

Kornertrag in dt/ha

Korn-Stroh-Verhältnis

Strohertrag in dt/ha

Weizen

85

0,83

71

Gerste

70

0,95

81

Triticale / Roggen

70

1,00

70

Hafer

60

1,10

66

 

Diese Faustzahlen bilden bloß einen groben Richtwert ab. Je nach Sorte und Wachstumsreglereinsatz kann das Verhältnis zwischen Korn und Stroh variieren.


Beitrag vom 15. Juli 2019

Stoppelbearbeitung

Die Stoppelbearbeitung sollte möglichst rasch nach der Ernte erfolgen, um die vorhandene Restfeuchte im Boden zu nutzen. Dies zeigt sich vor allem in Trockenjahren. Die Ziele einer Stoppelbearbeitung:

  • Der Oberboden ist die biologisch aktivste Schicht des Bodens. Die Erntereste wie Stroh sollten gut mit dem organischen Oberbodenhorizont und Teilen des mineralischen Oberbodens (A-Horizont) vermischt werden, um so die Rotte zu fördern
  • Die Kapillarität wird gebrochen und so zunächst Wasser vor Verdunstung geschützt. Eine zu tiefe Bearbeitung trocknet den Oberboden unnötigerweise aus und verhindert so ein rasches keimen von Ausfallgetreide und Unkraut- und Ungrassamen
  • Ausfallgetreide, Unkraut- und Ungrassamen sollen möglichst schnell zur Keimung gebracht werden, um eine mechanische Bekämpfung im nächsten Arbeitsgang zu ermöglichen

Bei der Stoppelbearbeitung sollte auf eine ausreichende Rückverfestigung geachtet werden. Außerdem ist es von Vorteil, wenn der Boden nicht zu viel Kluten aufweist, da unter solchen Bedingungen Samen schlecht auflaufen. Eine Bearbeitungstiefe von 5 cm ist optimal. Bei großen Strohmengen ist es allerdings schwierig auf dieser Tiefe eine ausreichende Durchmischung zu gewährleisten, sodass man dann etwas tiefer gehen sollte. Ein Problem sind die flachkeimenden Ungräser wie Trespen oder Windhalm, die bei zu tiefem „Vergraben“ nicht mehr keimen. Diese Samen kommen dann erst in einem nächsten Bearbeitungsschritt oder ggf. zur Saat in Keimlage. Die Lebensdauer von diesen Samen ist allerdings begrenzt auf ein bis maximal zwei Jahre, wohingegen Samen des Ackerfuchsschwanzes durchaus zehn Jahre keimfähig bleiben.

Bei der Stoppelbearbeitung nach Raps ist darauf zu achten, dass zunächst eine Ruhezeit von 10-14 Tagen auf dem Acker eingehalten wird. In dieser Zeit findet der Ausfallraps in der gehäckselten Rapsstrohschicht optimale Keimbedingungen vor. Leichter Regen oder Taubildung geben schon ausreichend Feuchtigkeit vor. Nach dem Auflaufen der ersten Welle, sollte die Strohschicht bearbeitet werden. Dabei sollte keine oder nur leichte Bodenbearbeitung stattfinden, um die Dormanz weiterer Samen zu brechen. Ein Arbeitsgang mit Wiesenschleppe, Mulcher, Striegel oder flache Bearbeitung mit Scheibenegge oder Grubber sind ratsam. Man sollte immer im Hinterkopf haben, dass selbst bei optimalen Druschbedingungen zirka 1000 Körner je m² als Verluste auf dem Acker landen. Dieses enorme Samenpotenzial sollte man zu einem möglichst hohen Anteil zum Keimen bringen, denn Rapsdurchwuchs verringert den Rapsertrag und fördert Krankheits- und Schädlingsdruck. Ab einer Bearbeitungstiefe von 3-4 cm wird der Raps „vergraben“.


Beitrag vom 25. Mai 2019

Aktuelle Situation: Wetter

Die gut entwickelten Herbstbestände hungerten zum Teil erheblich im trockenen April. Die ausgezehrten Wasservorräte im Boden konnten im Winter nur unzureichend aufgefüllt werden. Durch Niederschläge seit Ende April konnte das Wachstum nun Fahrt aufnehmen. Nun kommt auch der Dünger zur Wirkung, was wir durch mehrere NitraCheck-Untersuchungen feststellen konnten. Die kühle Phase der letzten Tage (Eisheilige) hat die Bodentemperatur wieder auf rund 9°C in 5 cm (6°C in 20 cm) fallen lassen. Vielerorts hat der Nachtfrost den frühen Mais arg gebeutelt. Die noch jungen Pflanzen (BBCH 12) sind sehr blass und die Spitzen oft nekrotisch abgefroren. Doch bei steigenden Temperaturen in Luft und Boden werden sich die Bestände in den kommenden Tagen wohl wieder erholen.


Beitrag vom 25. Mai 2019

Aktuelle Situation: Getreide

Im Allgemeinen ist zu erkennen, dass jetzt nach den Niederschlägen die Düngung der 2. Gabe voll zur Geltung kommt. Die Höhe der 3. Gabe sollte deshalb realistisch eingeschätzt werden (zirka 30 % der geplanten Gesamt-Düngemenge). Die laut DBE ermittelte Obergrenze muss nicht erreicht werden. Um die Kornfüllung zu fördern sollte in BBCH 39/49 in die Bestände gefahren werden.

Der Winterweizen befindet sich vermehrt in BBCH37 bis 39, die Wintergerste in BBCH 51/53 (Ährenschieben).

Um die Kornfüllung zu fördern, sollte eine Spätgabe im Weizen in BBCH 39/49 fallen. Auf Standorten und in Beständen, wo Qualitätsweizen realisiert werden kann, sollte die Spätgabe gesplittet oder nach hinten geschoben werden um die Proteinbildung im Korn zu fördern (BBCH 51/61 – spätestens Blühbeginn). Dabei sollte dann auf N-stabilisierte Dünger verzichtet werden.


Beitrag vom 25. Mai 2019

Aktuelle Situation: Mais

Wie schon erwähnt, ist der Mais stark gestresst von den niedrigen Temperaturen der letzten Tage. Die Blattspitzen sind zum Teil kaputt gefroren und die Bestände präsentieren sich häufig in einem hellgrünen blassgelblichen Ton. Das Wachstum schien zu stagnieren. Dies ist auf die niedrigen Bodentemperaturen und auf vereinzelte Nachtfröste zurückzuführen. Ein Düngebedarf sollte bei erfolgter Unterfußdüngung oder aber auch bei organischer Düngung nicht zu erwarten sein. Zu achten ist aber auf eine sichere Versorgung mit Schwefel à ca. 15 kg S/ha.

Eine Versorgung mit Mikronährstoffen im 4-8 Blattstadium kann den gestressten Mais in der weiteren Entwicklung helfen:

Bor 400-500 g/ha
Mangan 300-500 g/ha
Zink 400-500 g/ha

Eine Düngung mit Bor sollte im 4 Blattstadium erfolgen. Die warmen Bedingungen am Wochenende führten dazu, dass auf vielen Schlägen der Mais wieder eine grüne Farbe angenommen und sich gut erholt hat.

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