Aktuelles

Februar 2021

Januar 2021




Beitrag vom 26. Februar 2021

Düngeempfehlung Frühjahr 2021

Durch die neue Düngeverordnung, die seit dem 01.05.2020 gilt, halt sich einiges bezüglich der Düngung verschärft bzw. geändert (z. B. 10%ige Erhöhung der Mindestwirksamkeit von Güllen und Gärresten).  Informationen hierzu können auf unserer Webseite eingesehen werden. Die Nmin-Werte lagen im Herbst letzten Jahres in unserem Beratungsgebiet bei etwa 57 kg N/ha, von denen 65% zum Zeitpunkt der Probenahme auf die ersten 0-30 cm entfielen. Bei den Frühjahrs-Nmin-Werten ist eine Verlagerung in die tieferen Bodenschichten durch die Niederschläge festzustellen. Derzeit zeigt sich das Wetter mild. Trotz der teilweise niedrigen Tiefsttemperaturen mitten Februar sind wenig bis keine Frostschäden aufgrund der schützenden Schneedecke zu beobachten. Die Rapsbestände stehen sehr gut da und haben seit Herbst eine größere N-Menge aufgenommen. Mancherorts zeigen sich Fraßschäden durch Mäuse.  Insgesamt sollten 3,6 kg N/dt Zielertrag beim Raps ausgebracht werden, sowie je dt Ertrag 1 kg S/ha. Bei einer schwachen Bestandesentwicklung ist der angestrebte Ertrag abzusenken. Auf Grund der häufig auftretenden Frühjahrestrockenheiten sollte die  1. Gabe zwischen 50 und 60 kg N/ha liegen. Die S-Versorgung bei der Gerste sollte max. 20 und beim Weizen max. 25 kg S/ha betragen. Gerste kann sich besonders schlecht S aneigneten, weshalb gerade bei dieser Kultur eine S-Mangel häufiger vorkommt. Die S-Düngung erfolgt zum Vegetationsbeginn. Vor Allem bei Trockenheit sollte im Getreide zeitig Mangan in die Bestände (ca. 250 g/ha). Auch 75 g Bor je ha kann Trockenstress reduzieren. Bei Fragen oder für Untersuchungsaufträge können Sie sich gerne bei der AGLW melden

AGLW 06623/933207, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Beitrag vom 19. Februar 2021

Eutrophierte Gebiete

Neu zu den nitratbelasteten Gebieten (rote Gebiete) sind die eutrophierten Gebiete (gelbe Gebiete) hinzugekommen. Betroffen sind etwa 34% der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Hessen. In den gelben Gebieten liegt der Fokus auf der Phosphatbelastung. Landwirte mit Anbauflächen in diesen Gebieten müssen mind. alle zwei Jahre ihren Wirtschaftsdünger untersuchen lassen und erweiterte Abstandsauflagen zu Gewässern einhalten (>5% Hangneigung 5 m, >10% Hangneigung 10 m). Nähere Informationen hierzu finden Sie auf aglw.de.

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Beitrag vom 19. Februar 2021

Hinweise zum Winterraps

Bei jetzt ansteigenden Temperaturen Gelbschalen rechtzeitig aufstellen!  Auch wenn die Befahrbarkeit der Flächen in der kommenden Woche nicht gegeben ist, ist es wichtig sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen! Gelbschalen in Nachbarschaft zu Vorjahresrapsflächen u. neben Gehölzstrukturen aufstellen. Erfahrungsgemäß ist mit erstem Zuflug zu rechnen, wenn 2-3 Tage Tagestemperaturen über 10-12°C, eine intensive Sonneneinstrahlung und meist Windstille herrschen. Schadschwellen beachten! Um noch eine breite Verunkrautung im Raps auszuschalten Korvetto einsetzen: wichtig: Knospen müssen noch von Hüllblättern umschlossen sein! Mit schwefelhaltigen Stickstoffdüngern den Schwefelbedarf vom Raps (40-50 Kg S/ha) sicherstellen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

 


Beitrag vom 17. Februar 2021

Landwirtschaftliche Hinweise zur Schwefel (S) - Düngung

Für die anstehende Düngung den S-bedarf der Kulturen und somit auch die passenden N-Mineraldünger einplanen; die Entzüge von Getreide u. Leguminosen (ca (20) -30 kg S/ha) und Raps (etwa 70-80 kg S/ha) werden durch Einträge über die Luft schon lange nicht mehr gedeckt. Raps reagiert mit extremen Mangel. Der Nährstoff ist wichtig für den Proteinaufbau; bei S-mangel verringert sich die Stickstoffeffizienz! Eine Düngung von (30-)50 kg S/ha zu Raps und 20-30 kg/ha zu Getreide als Standardmaßnahme in Kombination mit der N-Düngung einplanen; z.B. Ammonsulfatsalpeter, Piammon, PowerAlzon, Hyfrosulfan. Durch hohe Niederschläge kann S verlagert werden - also keine Vorratsdüngung durchführen! Eine S-min Analyse des Bodens bzw. eine Pflanzenanalyse ermöglichen eine genaue Aussage zur S-Versorgung der Kultur.

S-Form beachten: Sulfat ist sofort pflanzenverfügbar, elementarer Schwefel muss im Boden erst noch in Sulfat umgewandelt werden - ist bei schnell wachsenden Kulturen wie Raps daher ungeeignet. Der Einsatz von Bittersalz über die Pflanzenschutzspritze kann nur als Ergänzung zur Schwefeldüngung gesehen werden!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 10. Februar 2021

Landwirtschaftliche Hinweise zur Ungrasbekämpfung im Wintergetreide

An Feldarbeiten ist zwar z.Zt. noch nicht zu denken; dennoch für noch ausstehende Behandlungen, bzw. notwendige Nachbehandlungen im Wintergetreide frühe Termine anstreben; bei Bodenherbiziden (u.a. Attribut (nur WW), CTU-Produkte (nur Windhalmwirkung)) neben der Bodenfeuchtigkeit auch Größe der Ungräser beachten: bei mehr als 3 Blättern ist kein ausreichender Wirkungsgrad zu erwarten; genannte Produkte sind ab 5°C möglich. Blattaktive Mittel (Atlantis o. Broadway) unmittelbar nach Vegetationsbeginn, bei wüchsigen Bedingungen einsetzen. Trespenbekämpfung im WW: im Splitting 1. Attribut + AHL, ca. 8 Tage später Atlantis Flex + FHS; im Roggen u. Triticale: Broadway + FHS. Windhalm u. Ackerfuchsschwanz in Wintergerste: nur Axial 50 möglich; ab 4-5° C einsetzbar.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 30. Januar 2021

Anbau von Sommergetreide

Der Anbau von Sommergetreide leistet einen Beitrag zur Stabilisierung von Anbausystemen und verringert den Pflanzenschutz- und Düngungsaufwand. Der Schaddruck von Gräsern und Unkräuter sowie die Gefahr von Herbizidresistenzen werden reduziert. Mehrjährige Versuchsergebnisse sind die Grundlage für die Sortenempfehlungen. Erfolgsversprechende, neuere Sorten werden für den Probeanbau empfohlen. Hafer bevorzugt Standorte mit guter Wasserversorgung, keine flachgründige Böden. Sortenempfehlung: Max, Poseidon, Symphony, Lion, als Probeanbau Delfin. Sommergerste kommt mit trockeneren Verhältnissen besser zurecht, auf ausreichende pH-Werte ist zu achten. Sortenempfehlung: RGT Planet, Avalon, Accordine und Leandra. Sortenempfehlung für Sommerweizen: Quintus, Licamero, KWS Starlight, zur Probe KWS Expectum. Die Sorte Quintus zeichnet sich durch eine geringe Anfälligkeit für Ährenfusarium aus.

Lars Klingebiel, LLH Eichhof, Tel.: 06621/922841


Beitrag vom 30. Januar 2021

Winterveranstaltung der AGLW

Auf Grund der gegebenen Umstände wird die Arbeitsgemeinschaft Land- und Wasserwirtschaft in diesem Jahr leider keine Präsenzveranstaltung durchführen. Es wurde sich dazu entschieden verschiedene Kurz-Videos zu unterschiedlichen Themen auf der Homepage zu veröffentlichen, sodass sich jeder Interessierte je nach verfügbarer Zeit zu den unterschiedlichen Schwerpunkten informieren kann. Bei Fragen darf gerne der Kontakt zur AGLW gesucht werden. Die ersten Videos werden ab dem 15.02. unter www.aglw.de/videos/ zu finden sein.

Tel.: 06623/933207

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Beitrag vom 25. Januar 2021

Biostimulanzien

Vor dem Hintergrund der Reduzierung der Wirkstoffpallette und den Anforderungen an neue Präparate im Pflanzenschutz in Verbindung mit Restriktionen in der Düngung wächst der Markt im Segment der Biostimulantien stetig. Doch was ist das überhaupt? - Der Europäische Verband der Biostimulanzien-Hersteller EBIC (European Biostimulants Industry Council) definiert die Mittel wie folgt: „Pflanzen-Biostimulanzien enthalten Substanzen und/ oder Mikroorganismen, deren Funktion es ist, nach Anwendung auf Pflanzen oder dem Boden, natürliche Prozesse zu stimulieren und dabei die Nährstoffaufnahme und -effizienz, die Toleranz gegenüber abiotischem Stress sowie die Pflanzenqualität zu verbessern.“

Um eine gewisse Wirkung zu garantieren und den Markt vor „Scharlatanen“ zu schützen, wurden Biostimulanzien in die EU-Düngeprodukte-Verordnung aufgenommen. Dennoch ist eine profitable Anwendung/Wirkung nicht immer gewährleistet. Oft spielen Faktoren wie Zeitpunkt, Wetter oder Technik eine wesentliche Rolle bei der Wirksamkeit. Um diesbezüglich Erfahrungen zu sammeln, hat die AGLW einige Versuche angelegt. Unter Anderem wurden Mykorrhiza-Sporen in den Boden zur Zwischenfrucht- und Maisaussaat eingebracht, um die natürliche Symbiose zwischen Pilz und Pflanze zu fördern. Außerdem wird die Wirkung von Luftstickstoff-fixierenden Bakterien untersucht, die zuvor auf die Pflanzen (Blätter) ausgebracht wurden. Sollten Sie Biostimulanzien in der Anwendung haben und deren Nutzen bewerten wollen, können Sie gerne auf uns zu kommen, sodass die AGLW vegetationsbegleitende Maßnahmen durchführen und auch den Ertrag ermitteln können.

AGLW 06623/933207, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Beitrag vom 18. Januar 2021

Anrechnung der N-Herbstdüngung

Nach der neuen Düngeverordnung (DüV) − die seit dem 01.05.2020 gilt − dürfen Winterraps und ‑gerste außerhalb der nitratbelasteten Gebiete (nach §13 der DüV) auch im Herbst weiterhin gedüngt werden. Neu ist allerdings, dass der pflanzenverfügbare Stickstoffanteil (bzw. Mindestwirksamkeit der Stickstoffausnutzung) der Herbstdüngung bei der Frühjahrsdüngebedarfsermittlung mit angerechnet werden muss. Dieser ist vom N-Bedarfswert der jeweiligen Kultur abzuziehen. Weiterhin müssen verschiedene andere Faktoren, wie z. B. der Nmin-Gehalt, der Humusgehalt (>4,0 %), die Vor-/Zwischenfruchtwirkung und die organische Vorjahresdüngung vom Düngebedarf abgezogen werden. Die Mindestwirksamkeit für die N-Ausnutzung von Rinder- und Schweinegülle sowie flüssigen Biogasanlagengärrückstand auf Ackerland wurde in der neuen DüV um jeweils 10% erhöht (Grünland ab 2025).

AGLW, 06623-933207


Beitrag vom 05. Januar 2021

Gülledüngung 

Auf Grund der Ertragseinbußen und des Mineralisationsstaus (Trockenheit) kam es im Herbst 2020 zu erhöhten Nmin-Werten. Die Niederschläge im November und Dezember blieben auch hinter dem langjährigen Mittel zurück, sodass eine tiefgehende Auswaschung noch nicht zu erwarten ist. Frühjahres-Nmin-Werte werden darüber Aufschluss geben. Eine zeitige Gabe von Organik ist im Allgemeinen anzuraten, da diese noch gewissen Umsetzungsprozessen unterworfen ist. Dabei sind unten stehende Bedingungen zu beachten (neu). Die Herbstgabe ist voll anzurechnen. Generell hat sich die Ausnutzung der Wirtschaftsdünger um 10% erhöht (neue DüV). Eine aktuelle Analyse ist anzuraten. Mittelwerte aus Untersuchungen, die der AGLW vorliegen in kg/m³ bzw. kg/t: Mastschweinegülle 4,5 N / 2,5 P2O5, Rindergülle 3,7 N / 1,5 P2O5, Rindermist 5,5 N / 3,1 P2O5.

AGLW 06623/933207


Beitrag vom 05. Januar 2021

Ende der Kernsperrfristen

Das Aufbringungsverbot von Festmist, festen Gärrückständen und Komposten endet am 15.01.2021. Für alle anderen Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten, wie Gülle endet die Sperrfrist am 31.01.2021. Darüber hinaus gibt es ein Aufbringverbot, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, schneebedeckt oder gefroren ist (auch, wenn er über den Tag auftauen sollte). Auf bestelltem Ackerland muss die Aufbringung streifenförmig oder direkt in den Boden erfolgen. Auf unbestelltem Ackerland ist eine unverzügliche Einarbeitung innerhalb von 4 Std. vorzunehmen. Jede Düngung muss dokumentiert werden mit folgenden Angaben: Feldbezeichnung, Größe, Düngerart und -menge, Menge an Gesamtstickstoff und Phosphat sowie Menge an verfügbarem Stickstoff bei organischer und organisch-mineralischer Düngung.

FD LäRa, 066621-87-2233


Beitrag vom 05. Januar 2021

Antragsverfahren „Gemeinsamer Antrag“ (GA) 2021

Die Antragskampagne 2021 wird aufgrund der Corona-Lage aller Voraussicht nach – ebenso wie die vorherige – mit einem geringen Anteil an persönlichem Kontakt auskommen müssen. Im Rahmen der diesjährigen Antragskampagne werden – anders als in den Jahren zuvor – keine USB Sticks mehr versandt. Stattdessen erfolgt die Bearbeitung und Abgabe der Gemeinsamen Anträge 2021 ‚online‘ über einen der gängigen Internetbrowser ‚Mozilla Firefox‘ oder ‚Microsoft Edge‘. Die entsprechenden Anmeldeinformationen werden zu gegebener Zeit schriftlich mitgeteilt. Der Zugang erfolgt dann mit der gleichen Nutzer- und Passwortkennung wie bei der ZID (Zentrale InVeKoS-Datenbank), die bereits seit Jahren für die Übertragung von Zahlungsansprüchen genutzt wird. Das Antragsportal soll voraussichtlich zum 01.03.2021 freigeschaltet werden. Sollten sich bereits vor der Antragstellung betriebliche Änderungen (bspw. Betriebsübergabe/-gründung usf.) ergeben, sollten diese umgehend dem Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19 (Gebäude C), 36251 Bad Hersfeld angezeigt werden. Sofern sich im Rahmen der Antragsbearbeitung Rückfragen bzw. Problemstellungen ergeben, stehen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen des Fachdienstes (in jedem Fall telefonisch) zur Verfügung. Da momentan frühestens im Jahr 2023 eine weitreichende Reform der europäischen Agrarpolitik konkret im Antragswesen zum Tragen kommt, ergeben sich zunächst keine einschneidenden Änderungen im Förderrecht und bei den zugehörigen Bestimmungen. Weitere Informationen sind im Fachdienst Ländlicher Raum erhältlich


Thomas Krenzer, 06621/87-2221; Sebastian Ernst, 06621/87-22