Pflanzenbau 2022

Juli 2022

Juni 2022

Mai 2022

April 2022

März 2022

Februar 2022

Januar 2022


Beitrag vom 04. Juli 2022

Zwischenfruchtanbau

Zwischenfrüchte sind die effektivste Maßnahme, um Stickstoff und andere Nährstoffe über den Winter zu konservieren. Gerade unter den aktuellen Düngepreisen sollte man sich diesen Vorteil zu Nutze machen. Möglichst früh nach der Ernte gesät, kann Sie die Restfeuchte ausnutzen. Ein zügiger Aufgang ist entscheidend für eine gute Entwicklung. So ist Sie in der Lage auch Ungrassamen zu unterdrücken. Studien zur Folge verrottet dadurch ein Großteil der Samen an der Oberfläche. Es bietet sich auch an unter den geltenden Regelungen Wirtschaftsdünger auszubringen und diese dann in der Folgekultur zu berücksichtigen (dabei sollte auf Leguminosen in der Zwischenfrucht verzichtet werden). Ein Flächendeckender Zwischenfruchtbestand kann durchaus über 100 kg N aufnehmen.

Die AGLW bietet hierzu Messungen Ende Herbst an. Bei Interesse: 06623 / 933420


Beitrag vom 04. Juli 2022

Wahl der geeigneten Zwischenfrüchte

Auch beim Anbau von Zwischenfrüchten die Fruchtfolge beachten!

Für einen gelungenen Zwischenfruchtanbau müssen die angebauten Arten zur Fruchtfolge des Betriebes passen. Bei der Auswahl von Arten o. Mischungen darauf achten, dass Krankheiten und Schädlinge (z.B. Kohlhernie o. Sklerotinia bei Raps), die die Hauptfrüchte schädigen können, nicht durch Zwischenfrüchte gefördert werden; zudem dürfen diese nicht selbst zum Unkrautproblem in der Hauptfrucht werden. In Rübenfruchtfolgen z.B. sind Buchweizen u. Phacelia schwer zu bekämpfen!  Ein an die Fruchtfolge gut angepasster Zwischenfruchtanbau fördert Gesundheit, Ertrag und Qualität der Hauptfrucht. Auch auf ein sicheres Abfrieren der Arten achten!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 04. Juli 2022

Hinweise zu Ungrasproblemen

Zur Zt. ragen, trotz gezielter Bekämpfung, Ackerfuchsschwanz, Windhalm o. Trespen in größerer Anzahl aus Getreide oder Blattfrüchten heraus. Dies kann mit Minderwirkungen von Gräsermitteln zusammenhängen; werden diese anhand einer Analyse nachgewiesen, muss die Herbizidstrategie der gesamten Fruchtfolge überdacht werden. Ansonsten wächst die Wahrscheinlichkeit der Selektion dieser Biotypen; reagiert man nicht, können sich diese Arten schnell verbreiten. Um sie erfolgreich zu bekämpfen, ist eine genaue Kenntnis über die Ursache unzureichender Wirkungsgrade wichtig. Können Anwendungsfehler ausgeschlossen werden, wenden Sie sich in Verdachtsfällen (auch bei Vogelmiere, Kamille etc.) an den örtlich zuständigen Berater des LLH, damit ggf. ein Test durchgeführt wird. Anhand der Analyse kann ggf. eine passende Behandlungsstrategie erarbeitet werden.

Karl-Heinrich Claus, LLH HERF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 20. Juni 2022

Landwirtschaftliche Hinweise zum Vorratsschutz und Terminhinweise

Noch ist in unserer Region ausreichend Zeit die Vorratsläger für die Ernte vorzubereiten. Vorratsschädlinge wie Kornkäfer, Motten o Milben verursachen in lagerndem Getreide erhebliche Schäden u. Qualitätsverluste. Um dem Vorzubeugen, vor Einlagerung der neuen Ernte besonders Ritzen, Ecken u. Fugen der Läger u. Fördertechnik mit Besen u. Industriestaubsauger gründlich reinigen. Bereits ein geringer Ausgangsbefall kann zum kompletten Befall der neuen Ernte führen. Vorhandenes Altgetreide nicht mit der neuen Ernte vermischen, sondern, auch wenn`s aufwändig ist, auslagern bzw. so lagern, dass es als Erstes verfüttert werden kann! Eine zusätzliche chemische Behandlung der leeren Speicherräume (z.B. K‐Obiol EC 25) schafft letzte Sicherheit vor Schädlingen; auch hier gilt: alle Flächen, Ritzen u. Winkel sowie vorhandene Fördertechnik gründlich benetzen. Anwendungshinweise beachten! Auch der Einsatz von Nützlingen (z.B. Schlupfwespen) ist möglich um Schadinsekten zu reduzieren; eine Kombination von Nützlingen u. chemischen Mitteln ist allerdings nicht machbar.

Terminhinweise: Sachkundefortbildung Do. 23. Juni, 16:30 Uhr in Bebra-Solz; „Solzer Höhe“ - Wasserhochbehälter (Koordinaten: 51.012439,9.887857) Anmeldung unter 0561/7299 – 333.

Versuchsfeldführungen: Montag, den 27. Juni, um 18 Uhr u. Dienstag, den 28. Juni, um 10 Uhr finden Versuchsfeldführungen des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen am Eichhof statt. Gezeigt werden Landessortenversuche in allen Wintergetreide- und Sommergetreidearten sowie Leguminosen. Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Schloss.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 13. Juni 2022

Aktuelle Situation Mais

Durch die wüchsigen Bedingungen geben die Maisbestände ein gutes Bild ab. NitraCheck-Messungen der AGLW belegen dies (2300 - 4000 mg Nitrat / Liter Pflanzensaft // Optimum bei ca. 1000 mg/l). Vereinzelt kam es durch die kalten Temperaturen der letzten Nächte zu leichten Spritzschäden nach Herbizideinsatz. Durch das wüchsige Wetter der kommenden Tage, sollte sich der Mais davon schnell erholen. N-Mangel-Symptome sind unter den jetzigen Bedingungen eher unwahrscheinlich (gute Mineralisationsbedingungen). Die AGLW führt auch in diesem Jahr wieder Maisversuche mit Mikrogranulat, Mykorrhiza und N-fixierenden Bakterien durch. Bei Fragen oder Anregungen sowie Untersuchungsaufträge rufen Sie uns an.

Ph. Pfister, AGLW, 06623 / 933420 // www.aglw.de


Beitrag vom 03. Juni 2022

Landwirtschaftliche Hinweise zur Abschlussbehandlung beim Winterweizen u. Termin

Konnte die Abschlussbehandlung des Weizens bisher hinausgeschoben werden, kann sie jetzt, wenn der Weizen die Ähren geschoben hat und in der Blüte steht, gefahren werden. In dieser Entwicklungsphase kann der Weizen unter ungünstigen Bedingungen (Niederschläge, Temperaturen ca. 20-25°C und mind. 12 Stunden feuchte Ähren) mit Fusarium infiziert werden. Anfällige Sorten (u.a. Campesino, Julius, JB Asano, Tobak) nach Vorfrucht Mais oder Weizen in Mulchsaat gedrillt, sind für Infektionen besonders anfällig. Weizen unter genannter Konstellation deshalb bei passenden Bedingungen (Weizen in der Blüte, im Idealfall zeitnah nach einem Schauer) mit einem fusariumbetonten Fungizid schützen (u.a. Prosaro, Proline, Magnello, Osiris MP, Univoq). Fungizide die vor der Blüte eingesetzt wurden, bieten keinen ausreichenden Schutz vor Infektionen mit Fusarien. Gering anfällige Sorten (u.a. Anapolis, Argument) oder Weizen nach Raps, die in der vergangenen Woche bereits ein Fungizid erhalten haben, sind ausreichend geschützt; dort besteht i.d.R. keine Notwendigkeit für eine weitere Maßnahme. Bestände weiter auf Blattläuse u. Getreidehähnchen achten. Den Blattlausbesatz in Leguminosen kontrollieren; Bekämpfungsschwellen: Erbsenblattlaus 25% Befall (Blüte), schwarze Bohnenlaus 5-10 % befallene Pflanzen mit Kolonien.

Terminhinweis: Sachkundefortbildung am 23. Juni, 16:30 Uhr in Bebra-Solz; „Solzer Höhe“- Wasserhochbehälter (Koordinaten: 51.012439,9.887857)

Anmeldung unter Kassel 0561/7299 – 333.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 31. Mai 2022

Landwirtschaftliche Hinweise zur aktuellen Situation

Leguminosen: Erbsen u. Bohnen fangen in diesen Tagen an zu blühen; Blattlausbesatz regelmäßig kontrollieren - bei Überschreitung der Schadschwellen ist eine Behandlung mit Teppeki einzuplanen. Bekämpfungsschwellen Ackerbohnen u. Erbsen: 5-10% befallener Pflanzen mit beginnender Koloniebildu

ng der Schwarzen Bohnenlaus bzw. der Grünen Erbsenblattlaus.

Sommergetreide: i.d.R. sind die Bestände noch sehr gesund; daher z. Zt. kein Zeitdruck um ein Fungizid einzusetzen. Im Sommerweizen, vergleichbar dem Wi-Weizen, Gelbrostsituation beobachten - bei Befall zeitnah reagieren. Im Hafer sind nur wenige Funizide zugelassen (u.a. Torero + Traciafin o. Ascra Xpro). So-Gerste kann von den gleichen Krankheiten befallen werden wie Wi-Gerste – es steht die gleiche Produktpalette z.V.

Wi-Weizen: in bisher unbehandelten Beständen Abschlussbehandlung zum Ährenschieben bzw. in der Blüte (bei Fusariumdruck) einplanen. Besatz mit Getreidehähnchen bislang nicht bekämpfungswürdig - Bekämpfungsrichtwert liegt bei 0,5 - 1 Larve je Fahnenblatt.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 20. Mai 2022

Mikronährstoffe Mais

Die Bedingungen für die Maisaussaat waren/sind gut. Durch Bodentemperaturen über 10°C (in 5 cm) und ausreichend Feuchtigkeit ist der Maisaufgang zügig erfolgt. Eine Wachstumsverzögerung auf Grund von P-Mangel ist bei diesen Temperaturen nicht zu erwarten. Da der Mais durch seine Vegetationszeit in der Lage ist, die Mineralisierung im Boden effizient auszuschöpfen (v.a. aus Wirtschaftsdüngern und Zwischenfrüchten), sollte das auch vor dem Hintergrund der aktuellen Situation verstärkt berücksichtigt werden. Um die N-Effizienz zusätzlich zu erhöhen (FM-Ertrag und NEL), ist eine ideale Versorgung von Mikro- und Makronährstoffen unerlässlich. Empfohlen wird eine Blattdüngung im 4-8 Blattstadium mit 400-500 g/ha Bor, 300-500 g/ha Mangan, 150 g/ha Kupfer und 400-500 g/ha Zink - außerdem 15 kg S/ha.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623933420


Beitrag vom 20. Mai 2022

Landwirtschaftliche Hinweise des LLH HEF/FD zum Einsatz von Maisherbiziden

Der ideale Einsatzzeitraum für eine einmalige Anwendung blatt- und bodenwirksamer Herbizidkombinationen ist das 3-4 Blattstadium des Maises. Nach Niederschlägen ist mit einem stärkeren Auflauf von Ungräsern, Hirsen und Unkräutern zu rechnen; dann ist es für eine gute Dauerwirkung vorteilhaft auf eine gute Blatt- und Bodenwirkung der Präparate zu achten. Anderenfalls müssen Nachbehandlungen einkalkuliert werden. Für Hirsestandorte sind Kombinationen mit guter Blattwirkung und guter Dauer- bzw. Bodenwirkung notwendig; sind Ungäser und Ausfallgetreide zu bekämpfen benötigt man SHS wie z.B.  Maister, Cato, Task, Kelvin, Arigo, Diniro u.ä.. Mittel mit dem Wirkstoff Nicosulfuron dürfen innerhalb von zwei Jahren nur einmal auf derselben Fläche eingesetzt werden; zudem Einschränkungen beim Wirkstoff Terbuthylazin beachten.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 16. Mai 2022

Hinweise des LLH HEF/FD zur aktuellen Situation

Fungizidmaßnahmen in Wi-Gerste abschließen; um Wirkung gegen Ramularia zu erzielen, dem Fungizid Folpan o. versuchsweise Schwefelprodukte zusetzen. Die trockene Witterung hat bisher kaum Infektionen zugelassen; abgesehen von einzelnen, i.d.R. bereits bekämpften, Gelbrostinfektionen sind WW, Triticale u. auch Roggen meist gesund. Bestände weiter regelmäßig beobachten um Fungizide möglichst bis zum Fahnenblatt, ggf. darüber hinaus, zu schieben. Ziel sollte sein mit dieser Maßnahme auszukommen, bzw. bis zur Ähren-/Fusarienbehandlung abzusichern. Im Roggen u. Triticale zum Ährenschieben rostbetonte Abschlussbehandlung einplanen. Herbizidmaßnahmen im So-Getreide zeitnah abschließen! Leguminosen auf Ungräser kontrollieren – zur Bekämpfung können blattaktive Mittel eingesetzt werden.

K.-H. Claus; 0160 90725736


Beitrag vom 16. Mai 2022

Durchführung der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) 2022

In diesem Jahr wurden wie im vergangenen Jahr 6 Winterweizen-, 9 Wintergersten-, 9 Winterroggen- und 3 Rapsschläge im Kreis Hersfeld-Rotenburg durch das Statistische Landesamt zur Beprobung vorgegeben. Die durch Zufall ausgewählten Betriebe werden zeitnah vom FD Ländlicher Raum informiert. Bei der BEE handelt es sich um eine Erhebung, die für die Erntestatistik und gesamte Einfuhr- und Vorratspolitik wichtig ist. Die Ermittlung wird von den Ländern eigenverantwortlich durchgeführt und ist in Hessen eine Kombination aus Probeschnitt (im Bestand) und Volldrusch (Wiegen des Ertrages). Der BEE wird eine hohe Bedeutung beigemessen, da sie zu einem frühen Zeitpunkt exakte Angaben zu Erträgen und Qualitäten liefern kann.

R. Jacob, FD Ländlicher Raum, Bad Hersfeld, 06621-87-2233


Beitrag vom 09. Mai 2022

Spätgabe Getreide

Die Bodentemperaturen erreichten in Niedergude erst ab dem 26.04. in 5 cm Temperaturen von mehr als 8°C. Wirtschaftsdünger wurden dadurch bisher auch auf Grund vereinzelter Trockengebiete nur unzureichend umgesetzt. Dies wird sich jetzt ändern und sollte berücksichtigt werden. Der Weizen befindet sich meist im BBCH 32, sodass die Reduzierung der Nebentriebe abgeschlossen ist. Jetzt sollte spätestens die 2. Gabe ausgebracht werden (unter Berücksichtigung des evtl. eingesetzten Wirtschaftsdüngers). Die 3. Gabe sollte mit dem Fokus auf der Kornfüllung liegen und zu BBCH 49 (Ende Ährenschwellen) gegeben werden. Die Wintergerste befindet sich im Grannenspitzen und die N-Düngung sollte abgeschlossen sein. Die Nmin-Werte vor Mais liegen im Schnitt (n=11) bei 38 kg N/ha. Eine N-Düngung von 100-120 kg N/ha ist ausreichend.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623933420


Beitrag vom 02. Mai 2022

Landwirtschaftliche Hinweise zur Blütenbehandlung im Raps

Beträgt Rapsanteil > 25% i. d. Fruchtfolge ist von einem erhöhten Befallsrisiko durch die Weißstängeligkeit auszugehen, so dass i. d. R. eine gezielte Blütenbehandlung zu setzen ist. Wegen der geringen Kurativleistung gegen Sclerotinia das Fungizid möglichst nah am Infektionszeitpunkt der Krankheit, optimal zur Vollblüte, einsetzen. Präparate mit guter Dauer-wirkung (u.a. Propulse, Cantus Gold) erreichen etwa 2 Wochen Wirkung. Wenn´s passt abends fahren - Pflanzen sind dann elastischer; empfehlenswert sind mind. 300 l Wasser/ha bei 5 km/h Fahrgeschwindigkeit – um Blattachseln u. Verzweigungen gut zu benetzen. Spritze sorgfältig reinigen – vor allem nach vorherigem Einsatz von Sulfonylharnstoffen! Schadschwellen der Schotenschädlinge ermitteln – die Zumischung eines Insektizides ist i.d.R. aber nicht notwendig! Vor Behandlung ortsansässige Imker informieren!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 25. April 2022

Hinweise zur allgemeinen Situation Wachstumsregler im Getreide:

Viele Wi-Getreidebestände befinden sich im Schossen. Auch geringe Niederschläge und die Wirkung der zweiten N-Gabe, sorgen für zügige Entwicklung. Wurde noch kein Wachstumsregler eingesetzt, sollte dies zeitnah nachgeholt werden. Am dringlichsten ist die Einkürzung in der Gerste und im Roggen, gefolgt von Triticale u. Früh- bzw. Normalsaaten im Weizen. Spät gesäter Weizen ist noch in der Bestockung - dort kann CCC noch ohne Mischpartner eingesetzt werden. Bis auf einzelne Infektionen mit Zwergrost, Blatt- und Netzflecken in der Wintergerste sind die Getreidebestände meist gesund; eine Tankmischung aus Fungizid und Wachstumsregler ist daher nur in Einzelfällen sinnvoll. Im Weizen und Triticale auf Gelbrost achten! Der Zuflug von Rapsglanzkäfern war in den Tagen nach Ostern moderat; vor dem Hintergrund, dass in den Beständen zunehmend Blüten aufgehen, ist eine Behandlung in dieser Phase nicht mehr nötig. In Erbsen und Bohnen haben Wildschweine in den vergangenen Tagen ganze Äcker komplett rumgedreht; dennoch spitzen die Leguminosen jetzt nach und nach – Bestände nicht vorschnell abschreiben. Schäden auf jeden Fall melden und sich mit den Jagdpächtern über die Situation austauschen (Ausdünnung, Spätverunkrautung etc.) Bereits in gerade aufgelaufenen Beständen ist der typische Buchtenfraß des Blattrandkäfers zu sehen. Pflanzen werden dort regelrecht zurückgefressen - Schadschwelle: >50% geschädigte Pflanzen.

Sachkundegrundlehrgänge in Fritzlar und am Eichhof: noch sind einige Plätze frei. Bei Interesse zeitnah melden.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 22. April 2022

Hinweise zur Blütenbehandlung im Raps

Trotz des kalten Wetters der letzten Wochen haben sich die Rapsbestände kontinuierlich weiterentwickelt, bis zur Blüte ist es aber dennoch ein paar Tage hin. Dann stellt sich die Frage nach der Blütenbehandlung – muss sie gefahren werden, oder nicht? Entscheidend für Infektionen mit Sclerotinia/Weißstängeligkeit ist die Witterung: optimale Infektionsbedingungen für den Pilz sind bei Temperaturen von über 20°C und vorhandenen Apothezien/ Fruchtkörpern  gegeben; diese keimen bei feuchten Bodenverhältnissen ab einer Bodentemperatur von 7 – 15°C. Unmittelbare Niederschläge sind nicht erforderlich – Tau am Morgen bzw. in der Nacht reichen aus! Trotz dieses Wissens: das Auftreten der Krankheit kann nicht sicher prognostiziert werden! Gefährdet ist Raps während der Blüte. In engen Rapsfruchtfolgen bzw. bei einem hohen Anteil Wirtspflanzen in der Fruchtfolge (Erbsen, Kartoffel) besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Die Vollblüte, 50 % der Blüten sind geöffnet, ist der optimale Termin für die Behandlung. Fungizide möglichst nah an diesem Termin platzieren (nur geringe Kurativleistung der Fungizide). TM mit Insektiziden sind zu diesem Termin i.d.R. nicht mehr notwendig! – ist dennoch eine TM nötig, unbedingt die B-Klasse beachten! Grundsätzlich abends behandeln (Pflanzen sind zu diesem Zeitpunkt elastischer), 4-5 km/h fahren und mind. 300 l/ha Wasser aufwenden. Landwirte und ortsansässige Imkern sollten im Vorfeld miteinander sprechen! Pflanzenschutzspritze vor Behandlungen im Raps sorgfältig reinigen.

LLH HEF/FD, Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

 


Beitrag vom 04. April 2022

Schossergabe Getreide

Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sowie die hohe Sonneneinstrahlung in Verbindung mit einsetzendem Trockenstress haben den Pflanzen in den letzten Wochen etwas zugesetzt. Die nun erhofften Niederschläge sollten die Lage etwas entspannen sofern die Temperaturen in absehbarer Zeit wieder nach oben klettern. Dann ist ein Wachstumsschub zu erwarten. In Anbetracht der Düngersituation ist es ratsam die Düngung etwas zu schieben und so die Triebreduktion abzuwarten (2. Gabe ab BBCH 32). Ziel sollte es sein die Kornzahl je Ähre zu fördern und ein Konkurrenzdruck mit unproduktiven Nebentrieben zu vermeiden (auch mit Hinblick auf das Hektolitergewicht), vor allem dann, wenn die Düngerkapazitäten limitiert sind. Zudem sollte jetzt spätestens S gedüngt werden (WG 15-20 und WW 20-25 kg S/ha).

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933420


Beitrag vom 04. April 2022

Hinweise zur allgemeinen Situation

Wi-Getreide: Herbizide + Wachstumsregler in Weizen, Roggen und Triticale erst bei wüchsiger und warmer Witterung einsetzen. Zum Übergang in die Schossphase die Anschlussdüngung im Blick haben (DBE berücksichtigen). Leguminosen: kurz vor dem Auflaufen muss, sofern Unkrautbekämpfung mechanisch erfolgen soll, blind gestriegelt werden; dabei müssen Keimlinge mind. noch 1-2 cm unter der Bodenoberfläche sein, sonst erst wieder im NA.

Kartoffeln: vorgesehene Flächen können mittels an mehreren Stellen vergrabener Köder (Kartoffelhälften) nach 10-14 Tagen auf Drahtwurm kontrolliert werden.

Raps: bei der für diese Woche vorausgesagten unbeständigen Witterung ist nicht mit Zuflug von Stängel – u. Rapsglanzkäfern zu rechnen; Gelbschalen dennoch kontrollieren.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 29. März 2022

Landwirtschaftliche Hinweise zur aktuellen Situation

Frostfreie Nächte für Herbizidmaßnahmen im Getreide nutzen: bei Gräserbekämpfung auf ausreichende Luftfeuchte achten > 60% - früh am Morgen oder spät abends fahren. Im Roggen vorrangig Broadway + FHS einsetzen. In Wi-Ge gibt es zum Axial keine Alternative. Herbizide möglichst feintropfig spritzen; Doppelflachstrahldüsen zeigen Vorteile bei der Benetzung. Windhalm mit Sulfonylharnstoffen nur bekämpfen, wenn Wirkung in den letzten Jahren gut war – ansonsten auf Axial 50/Traxos ausweichen. Trespe: keine Möglichkeit in Gerste – im sonstigen Wi-Getreide gezielt bekämpfen. Bei gewalzten Beständen ca. 1 Woche mit Herbiziden warten. Zugabe von CCC zu Herbiziden ist möglich, darf in seiner Wirkung aber nicht unterschätzt werden! In normal entwickelten Weizenbeständen ist der Einsatz von CCC ab Mitte der Bestockung (BBCH 25) möglich; CCC hat allerdings, wie jüngere Versuche zeigen, keinen Einfluss auf die Bestockung!

Leguminosen: Fokus der Unkrautbekämpfung liegt im VA - im NA steht nur eine begrenzte Auswahl an Herbiziden z. V!  Mechanische Unkrautregulierung ist bei geringem Unkrautdruck auf leichten und mittleren Standorten und unter trockenen Bedingungen möglich. Voraussetzung ist optimale Terminierung und Einstellung des Striegels/ der Hacke.

Raps: in der vergangenen Woche wurden Schadschwellen der Rüsselkäfer vielerorts überschritten; Gelbschalen nach erfolgten Maßnahmen neu ausrichten und Bestände weiter kontrollieren; in den nächsten Tagen sollte sich bei den vorher gesagten niedrigen Temperaturen allerdings nicht viel tun. Wachstumsregler nach der kühleren Phase einplanen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 21. März 2022

Hinweise des LLH HEF/FD zur allgemeinen Situation Winterraps

Mit steigenden Temperaturen wird der Zuflug von Schädlingen einsetzen: Gelbschalen weiter kontrollieren und bei Erreichen der Schadschwelle behandeln. Nachbehandlungen gegen Gräser und Ausfallgetreide: bevor Raps sie abdeckt; gegen Unkräuter (Kamille, Klette, Kornblume, Storchschnabel zeitnah mit Korvetto durchführen - Knospe muss von Blättern noch umschlossen sein! 2. N-Gabe abschließen. Winter-Getreide: Nachkontrollen auf Gräser u. Unkräuter durchführen. Wenn keine Nachtfröste gemeldet sind, Herbizide einsetzen; dabei auf ausreichende Luftfeuchte achten (> 60 %) - wenn möglich früh am Morgen. Alternativ, am späten Nachmittag behandeln. Wenn möglich, AHL o. Netzmittel zur Wirkungsverstärkung mit einsetzen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 07. März 2022

Aktuelle Situation

Das trockene, sonnige Wetter führt zu einer Abtrocknung des Bodens. Die Befahrbarkeit wird auch auf tonigen Standorten in Kürze gegeben sein. Die starke Wassersättigung des Bodens erkennt man vielerorts an den gelben Gerstenbeständen. Durch die tagsüber milden Temperaturen (Jan. und Feb. waren 2-4°C wärmer als im Schnitt) in Verbindung mit viel Sonnenschein beginnen die Bestände zu wachsen. Dies wird jedoch durch die nassen Böden gebremst, da die Wurzelatmung gehemmt ist. Die Startgabe sollte deshalb nicht erhöht werden. Bei dem Düngereinsatz als limitierender Faktor (durch Preis oder Verfügbarkeit) sollte darauf geachtet werden nicht alle Nebentriebe zu fördern, sodass dann hinten raus der Stickstoff fehlt und zu schlechten HL-Gewichten führt. Der Einsatz von Mikronährstoffen wirkt ertragssichernd (v.a. Mn, B). Die S-Versorgung bei der Gerste sollte max. 20 und beim Weizen max. 25 kg S/ha betragen. Gerste kann sich besonders schlecht S aneignen, weshalb diese Kultur besonders sensibel auf S-Mangel reagiert (WG 15 kg S/ha, WW 20 kg S/ha). Die S-Düngung erfolgt zum Vegetationsbeginn. Schwefel verbessert die N-Ausnutzung. Die Nmin-Werte im Frühjahr sind vor allem bei WW nach Raps recht hoch (durchschnittl. Erträge bei hoher Biomasse). Einzelne Untersuchungen der AGLW decken sich mit den Nmin-Ergebnissen der Referenzflächen des LLH: Rapsweizen 64 kg N/ha, WW nach Getr. 55 kg N/ha, WG 38 kg N/ha, Raps 25 kg N/ha, Triticale 38 kg N/ha.

Bei Fragen oder für Untersuchungsaufträge können Sie sich gerne bei der AGLW melden. Sollten Sie Interesse bzw. eine Versuchsfrage haben nehmen Sie gerne Verbindung mit uns auf.

Philipp Pfister AGLW, 06623/933420


Beitrag vom 28. Februar 2022

Situation im Winterraps und allg. Hinweise

Gelbschalen jetzt in Nachbarschaft zu Vorjahresrapsflächen u. neben Gehölzstrukturen aufstellen! Um noch eine breite Verunkrautung im Raps auszuschalten Korvetto einsetzen: wichtig: Knospen müssen noch von Hüllblättern umschlossen sein (wie bei Effigo)! alternativ Kamille/Distel: Lontrel/Vivendi auch blattaktiv – überall gute Benetzung notwendig! Schwefelbedarf (40-50 Kg S/ha) sicherstellen! Wurde im Herbst kein Kerb, Groove, Cohort etc. eingesetzt; können Ungräser/Ausfallgetreide mit Wirkstoffklasse 1 möglichst DIM (Focus Aktiv Pack) o. Agil, Fusilade, Targa ausgeschaltet werden – gut benetzen!

Aktuelle Nmin-Werte finden Sie unter llh.hessen.de; Tendenz liegt leicht unter dem langjährigen Durchschnitt.

Brauchen Sie noch ein Exemplar der Beratungsempfehlungen - bitte sofort per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! o. über das Bestellformular unter: llh.hessen.de bestellen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 21. Februar 2022

Anbauhinweise

Schwache Rapsbestände sollten zu Vegetationsbeginn mit schnell pflanzenverfügbarem Stickstoff versorgt werden, dennoch sollte das Ertragsniveau nach unten korrigiert werden. Der Herbst-Nmin-Wert lag bei 48 kg N/ha unter Raps (n=44). Eine ausrechende S-Versorgung ist unter den gegebenen Umständen essenziell (1 kg S je dt Zielertrag). Eine Aufteilung der N-Gabe auf zwei Termine ist sinnvoll. Eine überzogene Andüngung ist zu vermeiden, da die Bestände sonst zu schnell zum Schossen übergehen. Aufteilung der N-Menge: Schwache Bestände 50/50, gute Bestände 40/50. Um die N-Effizienz zu verbessern vor allem an Bor und Magnesium denken (300-450 g B/ha, ca. 250-500 g Mg/ha). Die Düngung im Weizen richtet sich nach dem ökonomischen Optimum (von durchschnittlich 80 dt/ha, Höchstertrag im Schnitt bei 82 dt/ha). Bei einem Faktorpreis von 2,2 €/kg N und einem Erlös von 25 €/t ist dieser aus Mittelwerten von Versuchen der AGLW bei ca. 120 - 140 kg N/ha (plus einem durchschnittlichen Frühjahres-Nmin-Wert zu WW von 45 kg N/ha). Eine Spätgabe, die nicht zu einer Steigerung der Qualität führt, sollte unterbleiben und stattdessen der Fokus auf die Kornfüllung gelegt werden. Selbiges gilt für Gerste, Triticale und Roggen auf niedrigerem Niveau. Wirtschaftsdünger sollten so früh wie möglich in die Bestände, was unter den gegebenen Umständen schwierig ist. Ein früher Einsatz von Spurennährstoffen verbessert die N-Effizienz: Mn 300 g/ha, B 75-100 g/ha, Mg 500 g/ha (v.a. auf Mangelstandorten bzw. bei kaliuminduziertem Mangel), Zn 350 g/ha im WW). Bei der Aussaat von Körnerleguminosen gilt vor allem die Regel Befahrbarkeit vor frühem Aussaattermin. Bei Ackerbohnen schließt sich z.B. das Saatfenster Mitte April.

Philipp Pfister AGLW, 06623/933420


Beitrag vom 17. Februar 2022

Winterraps: Bei steigenden Temperaturen Gelbschalen ausstellen!

Das rechtzeitige Aufstellen von Gelbschalen im Frühjahr ist die wichtigste Maßnahme zur Kontrolle von Rapsschädlingen. Schalen angrenzend zu Vorjahresrapsflächen u. in der Nähe von Hecken etc. aufstellen. Mit erstem Zuflug ist zu rechnen, wenn Tagestemperaturen 2-3 Tage über 10-12°C, eine intensive Sonneneinstrahlung u. Windstille herrschen. Schadschwellen: Großer Rapsstängelrüssler 5 Käfer/Gelbschale innerhalb v. 3 Tagen; beim kleineren Kohltriebrüssler (rote Füße!) liegt der Wert bei 15 Käfern in 3 Tagen. Liegen Temperaturen nach dem Zuflug > 15° C ist mit schnellerer Eiablage zu rechnen! Für beide Schädlinge gilt: Bekämpfung muss vor der Eiablage erfolgen (Pyrethroide Typ 1) Treten gleichzeitig nennenswert Rapsglanzkäfer auf, das Typ 1-Pyrethroid Trebon (B-2) einsetzen. Notwendigkeit von Behandlungen genau prüfen! Um eine noch breite Verunkrautung im Raps auszuschalten Korvetto einsetzen; wichtig: Knospen müssen von Hüllblättern noch umschlossen sein!

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 07. Februar 2022

Startdüngung 2022

Die hohen Düngepreise und die Sorge der Verfügbarkeit treiben viele Betriebe um. Eine Düngung auf höchstem Niveau, dürfte nicht flächendeckend zu erwarten sein. Doch der Grenzertrag ist gerade im unteren Bereich der Düngung am größten, sodass nicht gänzlich auf Dünger verzichtet werden sollte. In Versuchen der AGLW der letzten Jahre liegt das Gewinnmaximum (im Mittel) bei Faktorkosten von 2,20 € je kg N (600 € je t KAS) und hohen Marktfruchtpreisen z.B. bei WW (210 €/t) bei einem Faktoreinsatz von 120 -140 kg N/ha (bei WW ohne Nmin). Die Bestände stehen gut dar, sodass unter diesen Umständen eine niedrigere Andüngung ratsam ist (ca. 40 kg N/ha) und der Fokus auf der Schossergabe liegen sollte, um Konkurrenz durch Nebentriebe zu vermeiden und HL-Gewichte zu fördern. Auch auf eine ausgewogene Mikro- und Makronährstoffversorgung sollte geachtet werden.

Philipp Pfister; AGLW, 06623/933420


Beitrag vom 07. Februar 2022

Landwirtschaftliche Hinweise zur Ungrasbekämpfung im Wintergetreide

Bis zum Beginn der Feldarbeiten ist es zwar noch einiges hin, dennoch sollten ausstehende Herbizidmaßnahmen, ggf. notwendige Nachbehandlungen im Wintergetreide jetzt geplant und dann möglichst früh umgesetzt werden! Bei Bodenherbiziden (u.a. Attribut (nur WW), CTU-Produkte (Unterstützung der Windhalmwirkung) neben der Bodenfeuchtigkeit auch die Größe der Ungräser beachten: bei mehr als 3 Blättern ist kein ausreichender Wirkungsgrad zu erwarten; genannte Produkte sind ab 5°C möglich. Blattaktive Mittel (Atlantis o. Broadway) unmittelbar nach Vegetationsbeginn, bei wüchsigen Bedingungen einsetzen. Trespen im WW: im Splitting 1. Attribut + AHL, ca. 8 Tage später Atlantis Flex + FHS; im Roggen u. Triticale:  Broadway + FHS. Windhalm u. Ackerfuchsschwanz in Wintergerste: nur Axial 50 möglich; ab 4-5° C einsetzbar.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 31. Januar 2022

Ldw. Hinweise zur Sortenwahl beim Silomais, Maisbeizen u. Beratungsempfehlung

Maissorten nicht nur nach Konditionen des Frühbezuges auswählen! Ertrags- und Qualitätsunterschiede machen in der Fütterung schnell ein Vielfaches von Rabatten aus. Bei Milchkühen ist neben Gesamtertrag die Energiekonzentration u. der Anteil enzymlöslicher org. Substanz (ELOS) von großer Bedeutung. In stärkereiche Rationen passen eher Sorten mit sehr hoher Energiekonzentration u. geringem Stärkeanteil. Zur Biogaserzeugung sind alle guten Silomaissorten geeignet; der GTM-Ertrag/ha steht im Vordergrund; bei gleicher Leistung i. d. GTM sind Sorten mit hoher Energiekonzentration gefragt. Deshalb die neutralen Ergebnisse der LSV (llh.hessen.de) berücksichtigen!

Maisbeizen: fungizider Beizschutz sollte weiter Standard sein. Muss mit Schäden durch Vogelfraß gerechnet werden, über eine Beize auf Basis von Ziram nachdenken. Einziger Beizschutz mit Fokus auf den Drahtwurm ist Force 20 CS - nicht jede Sorte damit erhältlich! Als Zusatzbeizung werden oft Biostimulanzien angeboten. Effekte i.d.R. sehr schwankend. Präparate können z. Zt. weder Beizen ersetzen, noch ackerbauliche Fehler beheben. Wer Mittel einsetzen will sollte Teilflächen mit vergleichbarer Variante (identische Sorte ohne Zusatzbeize) anlegen um eigene Erfahrungen zu sammeln! 

Neue Broschüre „Beratungsempfehlungen Frühjahr 2022“ kann für 15 € (+ 4 € Versand) bestellt werden. Bestellungen unter: https://llh.hessen.de/beratungsempfehlungen/ o. sprechen Sie uns an.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736