Pflanzenbau 2019

Beiträge aus dem Jahr 2018

Dezember 2019

November 2019

Oktober 2019

September 2019

August 2019

Juli 2019

Juni 2019

Mai 2019

April 2019

März 2019

Februar 2019

 Januar 2019

 


Beitrag vom 02. Dezember 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Getreidelagerung

Die kühle Witterung ist derzeit geeignet, Lagergetreide zu belüften. Für eine dauerhafte Lagerung (über Winter) sind Temperaturen unter 10° C im Körnerstapel erforderlich. Unter 10° C werden die Atmungsverluste der Körner weitestgehend reduziert und die Aktivitäten der Kornkäfer und anderer Schädlinge eingestellt. Beim Belüften des Getreides sind folgende Faustregeln zu beachten: Aus Sicherheitsgründen sollte die Luft 7 Grad kälter als das Getreide sein, wenn das Getreide nicht trockener als 14 % ist. Dann sind Belüftungsfehler ausgeschlossen. Notwendige Messinstrumente sind: Thermometer für den Getreidestock, Außenluft-Thermometer (im Schatten), Außenluft-Hygrometer (im Schatten), Getreidefeuchtemesser.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD, 0160 90725736


Beitrag vom 18. November 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Einwinterung der Pflanzenschutzspritze und Termine

PS-Spritze vorm Einwintern gründlich Innen - u. Außen reinigen; dies nur auf dem Feld durchführen - keinesfalls auf versiegelten Flächen! Jegliche Einträge von PSM in Kanal- o. Oberflächengewässer sind auszuschließen! Für eine ausreichende Winterfestigkeit alle flüssigkeitsführenden Bauteile restlos entleeren! Einfacher u. schneller geht´s, wenn die Spritze mit Kühler-Frostschutzmittel befüllt wird. Bei laufender Pumpe einige Liter einer Mischung aus Frostschutzmittel + Wasser (Konzentration lt. Gebrauchsanleitung) in den leeren Behälter geben u. durch Betätigen aller Schaltventile in alle Leitungen fördern. Im Frühjahr die Mischung beim Ablassen auffangen u. im Herbst wiederverwenden. Denken Sie auch an die vorschriftsmäßige u. frostfreie Lagerung der PSM!
Termine Sachkundefortbildung: 02. 12. Witzenhausen 16°°; 13.12. 10°° Niederaula; 16.12. 17°° Eiterfeld, 17.12. 17°° Bebra-Solz. Anmeldungen erforderlich unter 0561/7299-333.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 01. November 2019

Umgang mit Festmist von Klauen- und Huftieren

Betriebe, in denen Festmist anfällt, müssen ab 2020 eine Lagerfrist von 2 Monaten (vormals ein Monat) gewährleisten. Die Anforderungen an den Umgang mit Festmist werden durch die AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) geregelt. Ein Ausbringungsverbot besteht laut DüV vom 15.12. bis zum 15.01. Festmist darf zu jeder Kultur ausgebracht werden. Geflügelmist unterliegt genauso wie feste/separierte Gärreste jedoch der Sperrfrist für Güllen. Die Lagerung in Feldmieten ist unter bestimmten Voraussetzungen temporär bis zu 6 Monaten zulässig (u. a. 3 Wochen Vorrotte, die auf einer befestigten Dungplatte erfolgen muss). Beträgt die Festmistlagerung mehr als 6 Monate, so sind sämtliche Anforderungen an eine sichere ortsfeste Anlage zu erfüllen. Eine Lagerung darf nur auf landwirtschaftlich genutzten Flächen erfolgen (Stilllegung und nicht genutzte landwirtschaftliche Flächen fallen raus). Bei der Ablage sind auch lokale, landes- und bundesweite Bestimmungen (z. B. NSG, WHG und WSG) zu beachten. Eine Lagerung in Gewässerrandstreifen ist unzulässig. Feldmieten gelten als nicht sichere Lagerung und es muss jährlich ein Wechsel erfolgen. Außerdem müssen zu jedem Zeitpunkt negative Auswirkungen auf Grund- und Oberflächenwasser ausgeschlossen sein. Grundsätzlich ist eine späte Festmistausbringung zu empfehlen, da bei milder Witterung Ammonium zu Nitrat umgewandelt wird. Dies bedeutet eine höhere Auswaschungsgefahr ins Grundwasser. Eine Ausbringung im Frühjahr hat sich in Versuchen der AGLW als effizienter gegenüber einer Herbstausbringung gezeigt.

Benedikt Sokolowski - AGLW - 06623-933207


 

Beitrag vom 01. November 2019

Digitale Antragstellung „HELENA“ - Gemeinsamer Antrag (GA) 2020

Grundsätzlich erhalten alle Landwirte, die in 2019 einen Agrarantrag gestellt haben, im Frühjahr 2020 einen USB-Stick, mit dem sie das Antragsprogramm „HELENA“ auf einem herkömmlichen „Windows-Computer“ installieren können. Sollte der Agrarantrag auf einem anderen Betriebssystem (z. B. macOS von Apple) erstellt werden, muss dies bis spätestens 15. Januar 2020 mitgeteilt werden. Dieselbe Frist gilt auch, falls bereits jetzt klar ist, dass im kommenden Jahr Flächen in Gemarkungen hinzukommen, in denen bisher (also im Agrarantrag 2019) keine Flächen bewirtschaftet wurden. Hier wird ebenfalls der Hinweis über die neue/n Gemarkung/en benötigt, um den gelieferten USB-Stick mit den entsprechenden Luftbildern ausstatten zu lassen.

Weitere Informationen sind erhältlich im Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19, Bad Hersfeld (Tel.: 06621/87-2255).


Beitrag vom 28. Oktober 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Grünlandpflege

Nach dem Regen reagiert Grünland mit starkem Wachstum; für eine optimale Überwinterung Gräser mit einer Wuchshöhe von ca. 7 - 10 cm in die Vegetationsruhe schicken: zuletzt nicht genutzte Flächen nochmals mähen sowie üppige Geilstellen mulchen; ansonsten bieten die Flächen eine gute Deckung für Feldmäuse, neigen zur Verpilzung und treiben im Frühjahr verzögert aus. Gräser lagern im Herbst Reservestoffe in die Wurzel bzw. Stoppelzone ein; frostempfindliche und auswinterungsanfällige Arten (z.B. Dt. Weidelgras) sind für´s überwintern auf die Bildung von Reservestoffen angewiesen. Gaben von 10-15 m³ Gülle nicht überschreiten. Herbst/Winter: günstige Zeit für Kalkung. Terminhinweise Sachkundefortbildung: 2.12. Witzenhausen, 13.12. Niederaula, 16.12. Eiterfeld, 17.12. Bebra-Solz. Anmeldung unter Kassel: 0561/7299 – 333.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 17. Oktober 2019

Hessische Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung (AvDüV)

Die Hessische Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung (AvDüV) trat am 30.08.2019 in Kraft. Es wurde eine neue Gebietskulisse mit nitratbelasteten Gebieten (rote Gebiete) und zusätzlichen Auflagen herausgegeben. Die N- und P-Gehalte in organisch-mineralischen Düngemitteln und Wirtschaftsdüngern sind dort vor dem Ausbringen mit anerkannten Verfahren zu bestimmen. Ein weiterer Punkt ist die Absenkung der N-Kontrollwerte (3 Jahresmittel) im Nährstoffvergleich von 50 auf 40 kg N pro Hektar und Jahr. Falls Sie Flächen innerhalb und außerhalb gefährdeten Gebiete nach §13 der DüV besitzen, müssen Sie hierfür zwei Nähstoffvergleiche erstellen, wenn der gesamtbetriebliche Nährstoffvergleich über 40 kg N/ha liegt. Bei einem Wert von unter 35 kg N/ha kann ein Antrag auf Befreiung beim RP Kassel gestellt werden.

Die Abstände zu oberirdischen Gewässern (ab Böschungsoberkannte) wurden vergrößert. Dieser beträgt nun mindestens fünf Meter (unter anderem abhängig von der Ausbringungstechnik). Bei einer zehnprozentigen Hangneigung liegt der Abstand zur Böschungsoberkante bei zehn Metern. Die Ausbringung ist bei einer mindestens zehnprozentigen Hangneigung im Bereich von zehn bis 20 Metern stark eingeschränkt und unterliegt den folgenden Bedingungen:

  • Bestellte Flächen:
    • In Kulturpflanzen mit Reihenabständen von mindestens 45 cm nur bei unmittelbarer Einarbeitung oder ausreichendem Untersaatentwicklungsstadium
    • In Flächenkulturen nur bei ausreichender Bestandsentwicklung oder nach der Nutzung des Direktsaat- oder Mulchverfahrens
  • Unbestellte Flächen: unmittelbare Einarbeitung erforderlich

Benedikt Sokolowski, AGLW, 06623-933207


Beitrag vom 14. Oktober 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Situation im Raps

Der Raps ist, wie im vergangenen Jahr, wieder sehr heterogen. Die Entwicklung reicht von sehr lückigen Beständen mit jetzt noch auflaufendem Pflanzen bis hin zu gleichmäßigen Beständen mit 8-10 Blättern. Die Entscheidung, ob ein Rapsschlag umgebrochen werden muss, hängt von der Bestandesdichte, einer gleichmäßigen Verteilung der Pflanzen auf der Fläche und von der Entwicklung der Pflanzen ab. Der Regen der letzten Woche hat noch viele Samen zum Auflaufen gebracht; diesen Beständen zunächst noch Zeit für die Entwicklung geben. Hat der Raps 4-8 Blätter gebildet, und es wurde bis jetzt noch kein Wachstumsregler eingesetzt, die derzeitigen Bedingungen nutzen! Sehr kräftige Bestände mit z.B. mit Carax oder Toprex behandeln, normal entwickelte Bestände mit Folicur, Caramba, Timor o.a.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 14. Oktober 2019

Stoffstrombilanz

Die Stoffstrombilanz (SSB) soll die Nähstoffflüsse transparenter gestalteten und Nährstoffverluste (z. B. ins Grundwasser) reduzieren. Dabei wird die Zufuhr an N und P der Abfuhr gegenübergestellt (ähnlich Hoftor-Bilanz). Die SSB ist für Betriebe verpflichtend, bei denen über 750 kg N pro Jahr aus eigener Tierhaltung anfallen und gleichzeitig über 50 GV mit über 2,5 GV/ha bzw. 50 GV ohne eigene Flächen bewirtschaften. Betriebe die einen N-Anfall von >750 kg N/Jahr besitzen ohne die anderen Kriterien zu erfüllen, müssen nur bei zusätzlicher organischer N-Aufnahme von >750 kg N eine SSB erstellen. Biogasbetriebe sind zur Erstellung einer SSB verpflichtet, wenn sie aus verpflichteten Betrieben Wirtschaftsdünger aufnehmen. Sollten noch Fragen oder Unsicherheiten bestehen, beraten wir Sie gerne.

Benedikt Sokolowski, AGLW, 06623-933207


Beitrag vom 07. Oktober 2019

Herbizidbehandlung im Getreide

Nach den Regenfällen sind Wintergetreidesaaten zügig aufgelaufen bzw. spitzen. Bodenherbizide sind wichtiger Baustein im Resistenzmanagement zur Gräserbekämpfung. Sie müssen zum optimalen Zeitpunkt, bei feuchten Bodenbedingungen möglichst im VA bzw. frühen NA eingesetzt werden (Ackerfuchsschwanz: spätestens zum Auflaufen, das kann schon vor dem Spitzen des Getreides sein, bekämpfen). Bei starkem Ungras-druck kann es sinnvoll sein, im VA, - bevor die Fahrgassen sichtbar werden, zu behandeln. Sind Gräser aufgelaufen, ggf. blattaktiven Wirkstoff (CTU) zumischen (auch gegen Kamille + Kornblume) – Sortenverträglichkeit beachten! Axial u. Traxos/Sword für Nachbehandlungen im Frühjahr vorsehen; auf Sulfonylharnstoffe im Herbst möglichst verzichten. P+P - Auflagen (Boxer und Stomp) sowie Abstandsauflagen beachten! Bei frühen, bereits aufgelaufenen Saaten auf Blattläuse achten (Läuse sind in der Sonne als Schatten auf den Blättern zu sehen); Schadwelle: 10 % befallene Pflanzen. Pyrethroide nicht prophylaktisch zum Herbizid zumischen, sondern, wenn notwendig, im 2-3 Blattstadium einsetzen.

K.-H. Claus, 0160 90725736


Beitrag vom 27. September 2019

Mangandüngung zu Getreide

Besonders Gerstenpflanzen weisen einen hohen Manganbedarf auf. Chlorotische Flecken treten bei einem Mangel zwischen den Blattadern der jüngeren Blätter auf (Ursache: Chloroplastenausbildungsstörung). Bei Hafer erzeugt ein Mn-Mangel die Dörrfleckenkrankheit. Eine schlechte Belüftung, ein niedriger pH-Wert und eine hohe Bodenfeuchte haben einen positiven Effekt auf die Mn-Verfügbarkeit im Boden. Mn erhöht die Winterfestigkeit, Zellwandstabilität, Widerstandskraft gegen Krankheiten und fördert die Seitenwurzelbildung sowie Photosynthese. Kupfer steigert die Winterhärte durch die Stärkung der Zellwände und enzymatischen Aktivitäten im Zellstoffwechsel. Ab dem vierten Blatt kann eine Düngung erfolgen: 250 g Mn/ha (Gerste)/ 150-200 g Mn/ha (anderes Wintergetreide); 50 g B/ha; 30 g Cu/ha.

Benedikt Sokolowski, AGLW, 06623-933207


Beitrag vom 26. September 2019

Ungrasbekämpfung: Scheinsaat zur Reduzierung Ungräsern

Nicht ausreichende Wirkungen bei Gräserherbiziden haben den Samenvorrat im Boden letztes Jahr weiter anwachsen lassen. Ziel der Bodenbearbeitung ist es, möglichst viele dieser Samen zum Auflaufen zu bringen und dann zu beseitigen. Neben der normalen Stoppelbearbeitung kann dieser Effekt durch eine Scheinsaat erzielt werden. Auf kritischen Standorten legt man ca. 14 Tage vor dem eigentlichen Saattermin ein falsches Saatbett an; der Acker präsentiert sich, als ob man tatsächlich eine Aussaat durchführen will. In trockenen Phasen auf eine gute Rückverdichtung des Saatbeetes achten! Beseitigung des Aufwuchses: mechanisch durch möglichst flache Bearbeitung, um nicht weitere Samen zum Keimen anzuregen; chemisch: 2-3 Tage vor der Getreideaussaat die Ungräser mit 1000 g/ha Glyphosat-Wirkstoff bekämpfen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 09 .September 2019

Sortenempfehlung Winterroggen und Wintertriticale

Die guten Roggen- und Triticaleerträge im aktuellen Jahr unterstreichen die Leistungsfähigkeit und Anbauwürdigkeit beider Kulturen. Zur Aussaat 2019 empfohlen werden die Winterroggensorten KWS Binntto und SU Performer, für den Probeanbau KWS Serafino. Beim Wintertriticale empfehlen sich nach wie vor die mehrjährig geprüften Sorten Cedrico und Lombardo.

Während Roggen relativ anspruchslos ist, benötigt Triticale etwas bessere Böden. Die Aussaat sollte nicht vor Ende September beginnen und Ende Oktober abgeschlossen sein. Beim Anbau von Roggen enge Fruchtfolgen mit Triticale vermeiden, um Mutterkornbefall vorzubeugen. Triticale nicht nach Weizen oder Mais stellen, da sonst das Risiko von Fusariuminfektionen steigt. Wendende Bodenbearbeitung und gesunde Sorten senken das Befallsrisiko.

Dr. A. Herrmann, Leitung Fachgebiet Fachinformation Pflanzenbau, LLH, 06621 9228 32


Beitrag vom 09 .September 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Situation im Raps

Entwicklung sehr unterschiedlich: von gleichmäßigen Beständen bis nur vereinzelt aufgelaufenen Pflanzen ist alles dabei; dort wo nicht klar ist ob sich der Raps etabliert, Herbizideinsatz weiter hinauszögern, bis der Raps komplett aufgelaufen ist; dann, nach der Entscheidung - bleibt stehen, oder doch Umbruch –, handeln. Bestandsentwicklung bzw. Feldaufgänge lassen sich dadurch sicherer bewerten - zudem gibt es Möglichkeiten im NA zu handeln. In Mulchsaaten läuft verstärkt Ausfallgetreide auf; um den Konkurrenzdruck zu nehmen, in etablierten Beständen blattaktives Gräsermittel einsetzen, ggf. mit dem Herbizid kombinieren. Gelbschalen aufstellen und regelmäßig kontrollieren: z. Zt. ist die Schadschwelle von 10% befallener Blattfläche beim Erdfloh noch nicht erreicht!

Termine Herbstempfehlungen: 10.9. Niederaula; 11.9. Bebra; 12.9. Eiterfeld (alle 20°° Uhr).

K.-H. Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 02 .September 2019 

Sortenempfehlung Winterweizen

Bei der Sortenwahl für die Weizenaussaat sind eine gute, stabile Ertragsleistung, breite Krankheitsresistenzen, Standfestigkeit u. Winterhärte gefragt. Im Hinblick auf die Vermarktung ist zu beachten, dass ab 2019 der Proteingehalt nicht mehr bei der Eingruppierung in die Qualitätsgruppen berücksichtigt wird. Er ist aber nach wie vor ein wichtiges Kriterium für die Vermarktung. Empfohlen zur Aussaat 2019 werden:

E-Weizen: Bernstein

A-Weizen: Apostel, Kashmir, Patras, RGT Reform, Rubisko; für Probeanbau Asory

B-Weizen: Benchmark, Bosporus, Porthus, KWS Talent; für Probeanbau Argument, Informer, Kamerad

C-Weizen: Elixer, Anapolis

Zu frühe Aussaaten vermeiden, da das Risiko von Schadverungrasung und Virusbefall steigt.

Dr. A. Herrmann, Leitung FG Fachinformation Pflanzenbau, LLH, 06621 9228 32


Beitrag vom 26. August 2019 

Landwirtschaftl. Hinweise zur Kontrolle des Rapserdflohs

In auflaufenden bzw. bereits aufgelaufenen Raps Gelbschalen aufstellen: Schalen mind. 20 m vom Schlagrand entfernt platzieren; möglichst an der Schlagseite aufstellen, die Altrapsflächen am nächsten ist und in der Hauptwindrichtung liegt. Regelmäßig, mindestens 2 x wöchentlich kontrollieren: Schadschwellen: 50-75 Käfer/Gelbschale innerhalb von 3 Wochen ab 4-Blattstadium bzw. > 10 % Lochfraß an Blättern zwischen BBCH 10 – 14.

Lumiposa-Beize: Schaden durch Kohlfliege kann deutlich reduziert werden. Die Wirkung auf den Erdfloh ist im Vergleich zur alten Elado-Beize deutlich schwächer; bei einem stärkeren Befall mit Erdfloh wird man daher um eine gezielte Insektizidmaßnahme nicht herumkommen. Pflanzenbauhinweise jeweils 20°°: 5.9. Eiterfeld; 7.9. Sontra; 12.9. Niederaula; 14.9. Bebra;

Karl-Heinrich Claus; LLHHEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 13. August 2019

Landwirtschaftl. Hinweise zum Herbizideinsatz im Winterraps

Herbizidstrategie richtet sich nach Leitverunkrautung; es kann Sinn machen, VA – und NA-Verfahren zu kombinieren. Clomazonehaltige Produkte (z.B. Colzor Trio, Centium 36 CS) haben im VA, dort wo die Auflagen passen, gegen Rauken u. Kreuzblütler ihre Berechtigung. Basis für clomazonefreie Lösungen sind metazachlorhaltige Präparate (div. Butisan-Präp.) unmittelbar nach der Saat - vor Allem wenn Probleme mit Kreuzblütlern zu erwarten sind! Bei Verunkrautung ohne Storchschnabel eignen sich Butisan o. Fuego Top – Wirkstoffmenge beachten! Ein breites Unkrautspektrum, inkl. Storchschnabel, deckt z.B. die Spritzfolge Butisan Gold im VA u. Effigo ab 4-Blattstadium ab (ähnlich zu bewerten: Runway- Kombi Pack). Neue Herbizide: Belkar, Belkar Power Pack, Gajus (alle im NA) u. Tribeca Sync im VA.

K.-H. Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 13. August 2019

Sortenempfehlung Wintergerste

Bei der Wintergersten-Aussaat sollte auf Sorten gesetzt werden, die neben einer guten Ertragsleistung und Vermarktungsqualität auch Ertragssicherheit bieten. Zur Aussaat 2019 werden die mehrzeiligen Sorten von KWS (Meridian, Keeper, Kosmos, Higgins), SU Ellen und für Südhessen weiterhin Lucienne empfohlen. Zur Probe empfehlen sich KWS Orbit, SY Galileo und für die nördl. Landesteile zusätzl. Lucienne und Mirabelle. Im zweizeiligen Sortiment erhalten California, KWS Infinity u. Sandra eine Empfehlung; SU Ruzena wird für den Probeanbau empfohlen. Wer Winterbraugerste anbaut, kann auf KWS Liga und KWS Somerset setzen.

Zur Ertragssicherung auf ein gut abgesetztes Saatbett u. eine gute Bodenstruktur achten. Die Aussaat nicht zu früh durchführen.

Dr. A. Herrmann, Leitung FG Fachinformation Pflanzenbau, LLH


Beitrag vom 13. August 2019

I. Rapsaussaat vorbereiten


Die erste Stoppelbearbeitung ist erfolgt. Nach 7-10 Tagen, je nach Feuchtigkeit und Aufwuchs, sollte dann eine tiefere Bearbeitung (10-15 cm) erfolgen um gekeimtes Ausfallgetreide u. Unkräuter zu bekämpfen und eine weitere Einarbeitung des Strohs vorzunehmen. Zur Saatbettbereitung erfolgt eine weitere mechanische Unkrautbekämpfung. Das Saatbett sollte feinkrümelig sein, möglichst wenige Schadverdichtungen und Strohnester aufweisen. Eine ausreichende Rückverfestigung ist sinnvoll. Saatbett geht vor Saatzeit! Optimaler Saattermin in unserer Region 20.08-10.09. Ablage auf 1-2 cm. Aussaatstärke 35-45 Körner/m² bei Hybriden, 45-55 K/m² bei Liniensorten. Bei Aussaatverzögerungen Saatstäke leicht erhöhen.

P. Pfister, AGLW, 06623-933207


Beitrag vom 13. August 2019

II. Sortenempfehlungen Raps


Die Ernteergebnisse der Landessortenversuche (LSV) Raps liegen noch nicht vor. Orientierung für die Aussaat 2019 bieten die mehrjährigen Ergebnisse der LSV, die auch die Basis der Sortenberatung des LLH darstellen. Für die standortspezifische Sortenwahl ist neben der Ertragshöhe die Ertragsstabilität ein wichtiges Kriterium. Eigenschaften, welche die Ertragskonstanz mit beeinflussen sind die Winterhärte, Standfestigkeit, Saatzeitflexibilität, sowie die Krankheitsanfälligkeit. Für die Marktleistung ist der Ölgehalt von Bedeutung. Zur Aussaat 2019 voll empfohlen werden die Liniensorte Arabella sowie die Hybriden Penn, Avatar, Bender, Alvaro KWS, Arazzo und RGT Attletick. Zweijährig geprüft und damit zur Probe empfehlen sich Asterion, DK Exception, Hattrick und Trezzor. Ein Anbau kohlhernie-resistenter Sorten sollte nur auf Befallsflächen erfolgen.

Dr. A. Herrmann, Leitung FG Fachinformation Pflanzenbau, LLH


Beitrag vom 13. August 2019

HALM-Anträge stellen

Zum Ende dieses Jahres enden bei den meisten Teilnehmern am Hessischen Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflegemaßnahmen (HALM) die aktuellen Verpflichtungen. Um eine direkte Anschlussförderung zu erhalten, muss bis spätestens zum 01.10.2019 ein entsprechender Zuwendungsantrag gestellt werden. Es empfiehlt sich allerdings, diese Antragsfrist nicht auszureizen, sondern bereits in den kommenden Wochen beim Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19, 36251 Bad Hersfeld vorzusprechen. Auch die Teilnahme am Programm Vielfältige Kulturen im Ackerbau (5 verschiedene Hauptfrüchte, davon mindestens 10 % Leguminosen-Anbau) ist erstmals seit dem Jahr 2014 wieder möglich.

Antragsformulare und weiterführende Informationen sind im Fachdienst Ländlicher Raum erhältlich (Tel.: 06621/87-2221).


Beitrag vom 19. Juli 2019

Freigabe von Brachflächen zur Futternutzung

Aufgrund der auch in diesem Jahr wieder herrschenden Trockenheit wurde die Nutzung von Brachflächen für Futterzwecke hessenweit ab sofort freigegeben. Diese Ausnahmeregelung betrifft die mit Code-Nummern 590 und 591 angegebenen Brachflächen, die als ökologische Vorrangflächen ausgewiesen sind. Ein gesonderter Antrag ist nicht erforderlich. Nicht unter diese Ausnahmeregelung fallen die ein- und mehrjährigen Honigbrachen (Code-Nummern 594 und 595) sowie die Blühflächen, die im Rahmen des Hessischen Programms für Agrarumwelt- und Landschaftspflegemaßnahmen (HALM) gefördert werden (Code-Nummern 191 und 192). Für diese gilt weiterhin das Nutzungsverbot.

Weitere Informationen sind erhältlich im Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19, Bad Hersfeld, Tel.: 06621/87-2221


Beitrag vom 08. Juli 2019

Zwischenfruchtanbau

Durch den Anbau geeigneter Zwischenfrüchte kann die Bodenrestfeuchte optimal genutzt und das Ausfallgetreide sowie Unkräuter und -gräser überwachsen werden. Enge Fruchtfolgen lassen sich durch den Zwischenfruchtanbau auflockern. Das Auswaschungsrisiko von Nährstoffen wird durch die Reststickstoffbindung im Boden zum Teil deutlich reduziert. Mischungen haben sich in dieser Beziehung als vorteilhaft erwiesen. Durch die Bedeckung und Durchwurzelung des Bodens kann Erosion vermindert werden. Eine zügige Aussaat von Zwischenfrüchten direkt nach der Ernte ist von Vorteil. Flache Bodenbearbeitung ist anzuraten, um eine zusätzliche Wasserverdunstung zu verhindern. Bei Aussaatverzögerungen der Zwischenfrüchte sollte gewartet werden, bis das Ausfallgetreide aufgelaufen ist, um eine Bekämpfung zur Aussaat durchführen zu können. Gerade bei Dunkelkeimern und/oder Zwischenfrüchten unterschiedlicher Korngrößen hat sich die Drillsaat als vorteilhaft erwiesen. Versuche der AGLW haben gezeigt, dass bei geeigneter Witterung und früher Saat die Nährstoffe aus einer organischen Düngung (30/60-Regelung) ebenso aufgenommen werden wie die Rest-Nmin-Gehalte der Vorfrucht. Diese Nährstoffe stehen somit der Folgefrucht zur Verfügung und müssen dann berücksichtigt werden. Die ausgebrachte Gülle muss innerhalb von 4 Std. eingearbeitet werden. Zwischenfrüchte sollten außerdem so gewählt werden, dass sie zum Standort und der Fruchtfolge passen. Auf die Vorgaben der Mischungsverhältnisse, Bearbeitungs- und Aussaattermine innerhalb verschiedener Maßnahmen muss geachtet werden. Eine Samenreife sollte durch mechanische Maßnahmen verhindert werden (z. B. Walzen).

Benedikt Sokolowski / AGLW / 06623-933207


Beitrag vom 01. Juli 2019

Umsetzung der EG-WRRL durch die AGLW im Maßnahmenraum „Nord-Osthessisches Bergland“

Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) (RL 2000/60/EG) hat zum Ziel, das Grundwasser aber auch die Oberflächengewässer in einen guten ökologischen und chemischen Zustand zu bringen bzw. zu erhalten. In Hinblick auf die Landwirtschaft erweisen sich besonders diffuse N- und P-Einträge als problematisch. Somit ist die Düngeplanung und der Erosionsschutz so zu gestalten, dass zum einen gute Erträge erreicht und zum anderen die Nährstoffimmission in Gewässerkörper deutlich reduziert werden. Die Arbeitsgemeinschaft Land- und Wasserwirtschaft ist seit Beginn diesen Jahres (zunächst bis Ende 2020) damit beauftragt, die Vorgaben der WRRL in den ausgewiesenen Gemarkungen ihrer Mitgliedsgemeinden umzusetzen. Jede Gemarkung wird dabei hinsichtlich ihres Belastungspotenzials bewertet und eingestuft. Innerhalb der Mitgliedskommunen der AGLW umfasst der Maßnahmenraum „Nord-Osthessisches Bergland“ 53 Gemarkungen in 19 Kommunen aus 3 Landkreisen. Innerhalb dieses Maßnahmenraumes konnten 35 Leitbetriebe mit je 3 Dauerbeobachtungsflächen etabliert werden. Diese Flächen stehen als Referenzflächen für Nmin-Beprobungen im Herbst und im Frühjahr zur Verfügung, sodass auch Frühjahres-Nmin-Werte aus der Region gewonnen werden. Zudem bietet die AGLW unter anderem kostenlose Wirtschaftsdüngeranalysen und Beratungen für Landwirte an.

Nähere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage: http://start.aglw.de/wrrl.html; Außerdem stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 06623/933207 sowie Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bei Fragen zur Verfügung.

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Beitrag vom 06. Juni 2019

Durchführung der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) 2019

Bei der BEE handelt es sich um eine Erhebung, die für die Erntestatistik und gesamte Einfuhr- und Vorratspolitik der Bundesrepublik Deutschland wichtig ist. Die BEE wird von den Ländern eigenverantwortlich durchgeführt. In Hessen wird eine Kombination aus Probeschnitt (im Bestand) und Volldrusch (Wiegen des Ertrages) praktiziert. Der BEE wird eine hohe Bedeutung beigemessen, da sie zu einem frühen Zeitpunkt exakte Angaben zu Erträgen und Qualitäten liefern kann. In diesem Jahr sind 6 Winterweizen-, 11 Wintergersten-, 8 Winterroggen- und 3 Rapsschläge im Kreis Hersfeld-Rotenburg vorgegeben. Die Auswahl geschieht in Hessen durch das Statistische Landesamt nach dem Zufallsprinzip und ist nicht beeinflussbar

R. Jacob, Fachdienst Ländlicher Raum, Bad Hersfeld, Tel.: 06621-87-2233

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Beitrag vom 31. Mai 2019

Abschlussbehandlung Winterweizen

Winterweizen schiebt die Ähre; sind Bestände noch gesund, Abschlussbehandlung hinauszögern bis Ähren ca. zu 80% geschoben sind (u. a.:  Ampera, Magnello, Osiris, Prosaro, Skyway Xpro). Bestände die Infektionen mit Septoria tritici oder Gelbrost aufweisen zeitnah behandeln: Rapsweizen z. B. mit Amistar Opti + Gladio; Ascra Xpro; Champion + Diamant; Elatus Era. Wurde bereits ein Fungizid vorgelegt, reicht i. d. R. Taspa + Folicur, Ampera oder Matador aus. Bei Weizen nach Mais oder Stoppelweizen Augenmerk der Behandlung auf Fusariumwirkung legen - Fungizid dann in die Blüte des Weizens applizieren (u.a. Ampera, Magnello, Osiris, Prosaro). Auf Blattläuse und Getreidehähnchen achten.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 24. Mai 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Situation im Weizen und Mais

Sind die Weizenbestände noch gesund, Fungizidbehandlung noch schieben; Bestände aber regelmäßig beobachten, damit sich keine Krankheiten unbemerkt etablieren. Ziel beim Rapsweizen: Ggf. mit einer Behandlung auskommen – die Maßnahme möglichst nahe dem Ährenschieben setzen. Ziel Mais – u. Stoppelweizen: Maßnahme gegen Fusarien in der Blüte des WW meist gesetzt; 1. Fungizidbehandlung möglichst auf das voll entwickelte Fahnenblatt applizieren. Nach dem Regen hat der WW einen deutlichen Schub gemacht: Standfestigkeit kontrollieren, ggf. noch korrigieren. Auf mögliche nesterartige Vergilbungen durch Gelbrost, sowie mögliche Septoria-Infektionen achten!  Wenn Kurativleistung von Fungiziden gefordert ist, Aufwandmengen nicht reduzieren. Unkrautbekämpfung im Mais: durch die warmen Temperaturen und die Bodenfeuchtigkeit hat sich der Mais zusehends erholt. Sofern die Pflanzen wieder durchgegrünt sind, und sich im 3-4 Blattstadium befinden, kann die Unkrautbekämpfung erfolgen. Verträglichkeit von Herbizidbehandlungen im Mais: nicht an heißen, sonnigen Tagen (Temp. > 25 °C) behandeln (u.a. Sulfonylschäden). Nach Regen mind. einen Tag trockene Witterung zur Ausbildung einer ausreichenden Wachs-schicht abwarten (gilt vor allem für den blattwirksamen Kontaktwirkstoff Bromoxynil: Wird u. a. als Bestandteil in Kombipräparaten bzw. als Mischpartner angeboten). Maßnahmen abends sind meist verträglicher, da die Maisblätter i. d. R. trocken sind, sich kein Wasser in der Blatttüte befindet, und sich über den Tag die Wachsschicht verstärkt hat.
Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 26. April 2019

Mikro- und Makronährstoffe Mais

Durch Blattanalysen konnte die AGLW häufig einen Mangel an Bor, Magnesium, Mangan, Schwefel und Zink in den Beständen feststellen. Mais hat einen S-Bedarf von etwa 15 kg S/ha. Hohe K-Gehalte im Boden sowie hohe NH4+-Gaben können zu Mg-Mangelerscheinungen führen. Das Verhältnis von K zu Mg sollte 3:1 betragen. Eine Mikronährstoffdüngung mit B, Mn und Zn kann das Wachstum des Mais fördern, welches durch die Kälte der letzten Wochen gehemmt wurde. Dieses zeigte sich vielerorts durch trockene Blattspitzen sowie eine helle Färbung der Pflanzen. Empfohlen wird eine Blattdüngung im 4-8 Blattstadium mit 400-500 g/ha B, 300-500 g/ha Mn und 400-500 g/ha Zn. B sollte allerdings eher früher im 4 Blattstadium gegeben werden. Der Mikronährstoffbedarf kann durch eine Boden- bzw. Pflanzenanalyse bestimmt werden.

B. Sokolowski, AGLW, Tel.: 06623-933207

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Beitrag vom 26. April 2019

Abschlussdüngung Wintergerste

In den Gerstenbeständen ist die Entwicklung des Fahnenblattes abgeschlossen und vielerorts im Grannenspitzen. Eine Spätgabe in BBCH 39/49 fördert die Kornfüllung. Die Qualität wird bei einer späteren Gabe in BBCH 51/61 (Blühbeg.) positiv beeinflusst. Nach unseren Ergebnissen wird das ökonomische Optimum (Ertragsniveau von 70 dt/ha) bei einer gesamt N-Menge von 120-130 kg N/ha erreicht. Auch dieses Jahr wird Wasser der begrenzende Faktor sein. Ob eine Trockenperiode wie im letzten Jahr droht, ist kaum vorherzusagen. Unter trockenen Bedingungen hat eine Düngung mit Ammoniumnitrat Vorteile gegenüber einer Harnstoffdüngung (Vergasungsverluste, bessere Mobilität von NO3).

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

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Beitrag vom 26. April 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Abschlussbehandlung der Wintergerste

Diese ist z. Zt. meist sehr gesund; nur ganz vereinzelt sind Netzflecken zu finden. Effekte eines Fungizides im BBCH 31/32 sind nicht festzustellen. Ziel der Abschlussbehandlung ist ein gesundes Fahnenblatt u. eine gesunde Ähre. Von großer Bedeutung sind primär Ramularia und sekundär Netzflecken. Carboxamidhaltige Produkte überzeugten in den Versuchen der vergangenen Jahre durch sehr gute Dauerleistungen - vor allem gegen Ramularia; gleiches gilt für den Zusatz des Wirkstoffes Chlortalonil (500 g/ha) – nur noch in Amistar Opti/ Zakeo Opti enthalten. Netzflecken werden durch Strobilurin-Präparate erfasst; somit sind Tankmischungen mit Carboxamiden, Strobilurinen und Azolen aus Gründen der Resistenzvermeidung weiter von Bedeutung. Einsatzschwerpunkte liegen im späten Blattbereich (EC 39/49-51). Splitten der Maßnahme (Opti im Grannenspitzen) ist möglich.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 23. April 2019

Hinweise zur Blütenbehandlung im Raps

Die stabil hohen Temperaturen haben die Entwicklung vom Raps beschleunigt. Für erste Bestände steht in der kommenden Woche die Blütenbehandlung an. Das Auftreten der Weißstängeligkeit (Sclerotinia) ist witterungsabhängig, kann aber nicht prognostiziert werden; gefährdet ist Raps während der Blüte. Die Vollblüte, 50 % der Blüten sind geöffnet, ist der optimale Termin für die Behandlung. Vor allem in engen Rapsfruchtfolgen ein geeignetes Fungizid einsetzen. Insektizide i.d.R. nicht notwendig (ggf Randbehandlung)! Wird eine Tankmischung eingesetzt, unbedingt die B - Einstufung beachten! Wenn machbar grundsätzlich abends behandeln, 4-5 km/h fahren, u. mind. 300 l/ha Wasser aufwenden. Beachten Sie den Bienenschutz; sprechen Sie vor der Behandlung mit ortsansässigen Imkern!

LLH HEF/FD, Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

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Beitrag vom 12. April 2019

Mikronährstoffdüngung

Die Getreidebestände sind im Allgemeinen recht gut entwickelt aus dem Winter gekommen. Allerdings fehlt es vielerorts wieder an Niederschlägen. Um die Trockentoleranz zu verbessern ist gerade eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen von Vorteil. Vor Allem Mangan begünstigt die Photosynthese und steigert die Trockentoleranz. Im Raps empfiehlt sich 200 g Mn/ha bis zur Blüte. Im Getreide ist eine Düngung von 250-500 g Mn/ha (BBCH 32-37) anzuraten. Eine zusätzliche Mangangabe (Splitting) zum Ähren- bzw. Rispenschwellen (BBCH 37-43) fördert TKG und Proteinbildung. Bor fördert unter anderem die Wurzelbildung und Befruchtung. Raps sollte deshalb bis zur Blüte 300 g B/ha (2 x 150 g im Frühjahr) bekommen, Getreide 75-100 g B/ha (50 g BBCH 30-37, 50 g bis BBCH 60). Kupfer ist zellwandstabilisierend und erhöht so die Standfestigkeit (100-250 g Cu/ha bis BBCH 32). Weiterhin haben Kupfer und Zink (150-200g Zn/ha) eine positive Wirkung auf die Ähren- und Proteinbildung (Applikation ab BBCH 37), da gerade Kupfer das Pollenschlauchwachstum fördert.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623933207

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Beitrag vom 08. April 2019

Einsatz Wachstumsregler

Angestiegene Temperaturen u. die z. Zt. gute Wasserversorgung sorgen für eine zügige Entwicklung des Wintergetreides; auch in Höhenlagen wird die Gerste zeitig das Stadium 30/31 erreichen; Einsatz von WR´n zum optimalen Termin 31/32 anstreben: z.B. Trinexapac-Produkte: 0,4 Moddus/Calma/Modan/Countdown bzw. 0,4 Prodax in standfesten Sorten bis 0,7 Moddus/Calma/Modan/Countdown bzw. 0,7 Prodax in lageranfälligen Sorten. Roggen u. Triticale sind bei frühen Aussaaten im gleichen Stadium; dort hat sich u.a. die Kombination aus CCC und Moddus EC 31 -33 bewährt (0,6-1,25 CCC + 0,25-0,4 Moddus). Winterweizen befindet sich i.d.R. in den Stadien 25-29. In weniger standfesten Sorten Vorlage mit CCC (0,6-1,2 l/ha) bis EC 29 durchführen, gefolgt von Nachlage in EC 31/32 z.B. mit CCC + Moddus /Calma/Countdown oder Prodax. Bei Mischungen Herbizid + WR auf Verträglichkeit achten!

K.-H. Claus, LLH; 0160 90725736

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Beitrag vom 08. April 2019

Düngung zum Schossen

Die Gerstenbestände befinden sich in der Schossphase (> BBCH 30). – Ziel der Schossergabe: Förderung der Triebe erster und zweiter Ordnung, Absicherung der Kornzahl pro Ähre.- In üppig entwickelten Beständen sollte mit der Düngung noch gewartet werden, bis die Triebreduzierung eingesetzt hat (BBCH 31/32). Der Nmin-Wert sollte spätestens jetzt berücksichtigt werden. Während des Schossens nehmen Weizen und Gerste etwa 40-50% des zu düngenden Stickstoffs auf. Sollte noch eine Spätdüngung eingeplant werden, so müssen die Bestände zum Schossen etwa 70% der gesamten Düngermenge (ca. 1,7 kg N/dt Ertrag je ha) bekommen haben (1.+2. Gabe + Nmin). Wichtig! Wurde noch kein S gedüngt sollte dies unbedingt mit der Schossergabe erfolgen – Gerste  12 -(max.!) 20 kg S/ha, Weizen 20 – 25 kg S/ha.

P.Pfister, AGLW, 06623933207

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Beitrag vom 01. April 2019

Phosphordüngung bei Mais

Bei Ausbringung von organischen Wirtschaftsdüngern zu Mais sollte bei einer zusätzlichen Unterfußdüngung mit Phosphor die P-Gehalte berücksichtigt werden. Bei Böden mit einem Phosphatgehalt von mehr als 20 mg je 100 g Boden (nach CAL-Methode), darf P nur nach Entzug zugeführt werden. Mais hat einen P-Entzug von 0,175 kg P2O5 je dt Frischmasse. Bei einem Ertragsniveau von 450 dt werden rund 79 kg P2O5 entzogen. Aus Untersuchungen der AGLW enthalten verschiedene Güllen durchschnittlich folgenden Phosphatgehalte in kg/m³: Schweinegülle 2,4; Milchviehgülle 1,6; Gärsubstrat 2,0. In kalten Frühjahren fördert eine P-Gabe die Jugendentwicklung, doch auch Schwefel ist häufig im Mangel, sodass bei organischer Düngung auf einen S-haltigen Unterfußdünger zurückgegriffen werden kann. P wird dann bei Erwärmung des Bodens verfügbar.

P.Pfister, AGLW, 06623933207

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Beitrag vom 01. April 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zum Herbizideinsatz in Leguminosen (KE, AB)

Feinkrümelige Böden bieten z.Zt. günstige Bedingungen für Bodenherbizide; Bandur bis 3 Tage, Boxer, Stomp Aqua u. Centium CS spätestens 5 Tage nach der Saat ausbringen -dann ist die beste Kulturverträglichkeit gegeben. Kulturpflanze dürfen den Boden noch nicht durchstoßen haben; bei späteren Behandlungen kann es zu Aufhellungen und zu einem verzögerten Auflaufen kommen. Der Einsatz von Basagran im NA ist nicht mehr möglich. Novitron (FMC) ist eine Fertigmischung aus Centium + Bandur; auf Standorten mit hohem Ausfallrapsanteil und Winden zusätzlich 1 l/ha Bandur zumischen. Spektrum Plus (BASF): Fertiglösung aus Stomp Aqua + Spektrum; Kombination mit breitem Wirkungsspektrum anhaltender Bodenwirkung gegen Samenunkräuter.

K-H Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 25. März 2019

Düngung Weizen

Die erhöhten Nmin-Werte in diesem Jahr sind auf jeden Fall in der DBE zu berücksichtigen. Informieren kann man sich hierzu auf der Homepage des LLH. Vor allem nach Silomais ist ein hoher Nmin-Wert vorzufinden. Die Trockenheit im vergangenen Jahr hat einen positiven Einfluss auf die Struktur und die Sauerstoffverfügbarkeit im Boden. Auf guten Böden hat auch der Weizen Wurzeln bis in eine Tiefe von 80-90 cm gebildet und kann bei ausreichender Feuchte auch den verlagerten Nmin in diesen Schichten aufnehmen. Die Startgabe sollte bei Weizen um 50 Kg N/ha liegen um Bestockung und Kronenwurzelbildung zu fördern. Zu empfehlen ist auch Schwefel frühzeitig in den Bestand zu bringen (20-25 kg S/ha). Bei Pflanzenschutzmaßnahmen auch an Mangan denken (250-350 g Mn/ha, u. a. Verbesserung der Trockentoleranz).

Ph. Pfister,  AGLW, 06623-933207

 


Beitrag vom 25. März 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Situation im Wintergetreide

In frühen Herbstaussaaten sind Ungräser gut bestockt, durch den hohen N-Vorrat im Boden zudem auch vital und robust. Noch anstehende Gräserbehandlungen solo, möglichst ohne Unkrautpartner durchführen; um Wirkungsgrade zu optimieren Additive z.B. 1,0 l/ha Dash, 0,2 l/ha Karibu, 30 l/ha AHL oder 5 kg/ha SSA zusetzen. Wasseraufwandmengen sollten mindestens 250, besser 300 l/ha betragen. Tropfenspektrum möglichst feintropfig wählen. Auf ausreichende Luftfeuchte achten (> 60%)! Doppelflachstrahldüsen zeigen deutliche Vorteile bei der Benetzung. Herbizide in Weizen, Roggen und Triticale können ggf. mit CCC kombiniert werden. Die N-Versorgung der meisten Bestände ist weiterhin als gut zu bewerten; bei entsprechender Befahrbarkeit der Flächen Andüngung abschließen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 15. März 2019

Nährstoffbilanz und Düngebedarfsermittlung erstellen

Auch nach der neuen Düngeverordnung ist die Erstellung eines betrieblichen Nährstoffvergleiches für Stickstoff und Phosphor wie bisher vorzunehmen. Dieser muss bis spätestens 31. März 2019 für das letzte abgeschlossene Düngejahr (2017/18) vorliegen. Neben den Nährstoffvergleichen ist eine Düngebedarfsermittlung für Stickstoff und Phosphat durchzuführen. Bodenproben sind wie bisher auf allen Flächen ab einem Hektar, alle sechs Jahre zu ziehen. Beim Stickstoff müssen die Aufzeichnungen der N-min Referenzflächen gesammelt und beachtet werden. Aktuelle N-min Bodengehalte und neue Rechenanwendungen für Düngebedarfsermittlung und Nährstoffvergleich sind unter www.llh.hessen.de zu finden.

R. Jacob, FD LäRa, Tel.: 06621-87-2233

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Beitrag vom 11. März 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Anbaudiversifizierung im Rahmen des Greenings und zu Herbizidmaßnahmen im Getreide

Im vergangenen Herbst wurde, bedingt durch die Trockenheit, in einigen Betrieben die Fruchtfolge deutlich verändert. Deshalb vor der Aussaat von Sommerungen noch einmal die Anbaudiversifizierung für´s Greening kontrollieren! Noch nicht erfolgte Herbizidmaßnahmen im Wintergetreide bei Befahrbarkeit der Böden zeitnah durchführen: Ungräser sind bei frühen Aussaaten z.T. bereits bestockt! Bei erfolgtem Herbizideinsatz im Herbst die Wirkungsgrade überprüfen; nicht erfasste Gräser sind in ihrer Entwicklung i.d.R. weit fortgeschritten. Um die Wirkungssicherheit gegen Ungräser abzusichern, auf Mischpartner mit dikotyler Wirkung verzichten. Mit mindestens 250 besser 300 l Wasser/ha, möglichst feintropfig (ggf. mit Doppelflachstrahldüse), spritzen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 08. März 2019

Hohe Nmin-Werte, gelbe Gerste

Von Anfang Dez. bis Ende Feb. fielen im Schnitt 211 mm Regen. Der meiste Niederschlag ist von den Böden aufgenommen wurden, ohne dass groß Sickerwasser angefallen ist (nutzbare Feldkapazität im Schnitt bei 150 mm/m). Daher ist noch ein Großteil des Herbst-Nmin Wertes im Oberboden vorhanden (Nmin Herbst 100 kg N/ha). Die Werte schwankten sehr stark in Abhängigkeit der Bodenqualität (Ertrag).

Gelbe Gerstenbestände sind kein Grund zur Sorge. Durch den Frost im Januar verlagerte die Gerste Chlorophyll und andere Stoffe (N in Form von Aminosäuren u. Amiden) aus den älteren Blättern , um sich vor Frost zu schützen. In den üppigen Beständen ist dies kein Schaden – Startgabe: max. 40 KG N/ha. Es sollte auch auf Mangan geachtet werden – 300 g/ha.

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

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Beitrag vom 01. März 2019

Startdüngung

Durch die frühlingshaften Temperaturen der letzten Tage, ist vielerorts schon der Anfang gemacht worden. Es ist richtig die organische Düngung unter diesen Bedingungen zu fahren. Auch ammoniumhaltige Dünger wie SSA konnten ausgebracht werden. Nitrathaltige Mineraldünger haben noch Zeit. Bei der Düngung müssen die z. T. recht hohen Nmin-Werte berücksichtigt werden (v.a. nach Mais). Raps sollte je dt Zielertrag 1 kg S und 3,6 kg N/ha bekommen (realistische Ertragseinschätzung!). Die Gerste ist oft sehr gut entwickelt u. benötigt zum Start max. 40 kg N/ha. – Bestandskontrolle zum Schossen – 2. Gabe ggf. verzögern u. Triebreduktion (BBCH 32) abzuwarten (Konkurrenz um Wasser). Im Weizen sollte auch verhalten angedüngt werden (v.a. nach Mais!). Hier empfiehlt sich zunächst eine Startgabe von 50 kg N/ha.

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

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Beitrag vom 01. März 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Bodenbearbeitung zu Sommerungen

Die Temperaturen der vergangenen Wochen haben die Flächen gut abgetrocknet; erste Sommerungen wurden gesät. Zwischenfrüchte konnten sich im Herbst 2018 nur in wenigen Fällen etablieren; oft dominieren Ausfallgetreide u. Ungräser. Gelungene Zwischenfrüchte meist gut abgefroren. Ziel ist es, Aufwüchse wasserschonend zu beseitigen; intensive Bodenbearbeitung: – fördert die N-Mineralisierung, erhöht das Erosionsrisiko und kostet Wasser! Dessen Vorräte in den Böden sind z. Zt. nur unzureichend aufgefüllt – meist nur in den ersten 40 cm des Bodens. Böden daher so wenig wie möglich bearbeiten; wenn machbar auf den Pflug verzichten; dies verhindert aber die sichere Beseitigung von Gräsern u. Ausfallgetreide. Genannte Bestände vor der Bearbeitung ggf. abspritzen.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 01. März 2019 

Anbau von Sommergetreide

Durch den geringen PS- und Düngeraufwand kann der Anbau wirtschaftlich interessant sein. Die Nährstoffbilanzen werden entlastet und betriebliche Arbeitsspitzen entzerrt. Im Schnitt der letzten 3 Jahre (LSV) lagen der Sommerhafer und die Sommergerste bei ca. 65 dt/ha, der Sommerweizen bei 75 dt/ha. Der Anbau von Sommergetreide erfolgt oft auf Grenzstandorten, wo sie ihr Ertragsvermögen nicht ausschöpfen können. Hafer bevorzugt Standorte mit guter Wasserversorgung. Sortenempfehlung: Max, Poseidon, Symphony, Yukon. Sommergerste kommt mit trockeneren Verhältnissen besser zurecht, auf gute Saatbedingungen und ausreichende pH-Werte ist zu achten. Sortenempfehlung: RGT Planet, Avalon. Sortenempfehlung für Sommerweizen: Quintus, Licamero, Servus, KWS Mistral. Die Sorten Quintus und Licamero zeichnen sich durch eine geringe Anfälligkeit für Ährenfusarium aus.

Lars Klingebiel, LLH Eichhof, Tel.: 06621/922841

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Beitrag vom 18. Februar 2019 

Landwirtschaftliche Hinweise zur Kontrolle von Rapsschädlingen

Die frühlingshaften Temperaturen führen bereits zum Zuflug von Rapsschädlingen; um diesen einzuordnen, Gelbschalen im Winterraps aufstellen! Geschützte Waldrandlagen und Südhanglagen werden i.d.R. früher angeflogen als offene Lagen. Schadschwellen: Stängelrüssler: 5-10 Käfer, Kohltriebrüssler: 10 Käfer (jeweils/Gelbschale innerhalb von 3 Tagen). Zählt man bei Kontrollen nur die genannten Rüsselkäfer in den Gelbschalen, wirken Pyrethroide Typ 2 (u.a. Karate Zeon, Bulldock, Decis forte, Fury 10 EW). Findet man zeitgleich Rapsglanzkäfer in nennenswerter Zahl, Trebon EC (Typ 1) einsetzen.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 11. Februar 2019 

Landwirtschaftliche Hinweise zu Maisbeizen

Mit dem Wirkstoff Thiram gebeiztes Saatgut, zur Saison 2019 vollständig aufbrauchen; den Saatgutbedarf sorgfältig planen. Alternativ steht Maxim XL mit Indikationen gegen Fusarium – und Pythium – Arten zur Verfügung. Neben den Wirkstoffen dieser genannten Beize enthält Maxim Quattro zusätzlich einen Wirkstoff aus Amistar/Ortiva, ist damit aber nur mit wenigen Sorten erhältlich. Bei Saatgut mit Mesurol gilt die gleiche Empfehlung wie bei Thiram: Bedarf planen, zeitig bestellen und vollständig aufbrauchen. Wer den Einsatz von Maissaatgut mit Sonido plant, kann auch nur auf bestimmte Sorten zurückgreifen; eine Minderung von Fraßschäden u. Pflanzenausfällen wird unterstützt, die Bestandsentwicklung wird gefördert.

LLH – Pflanzenbauempfehlungen für`s Frühjahr:

12.Feb., Eiterfeld, Bürgerhaus;

19. Feb., Sontra, Hotel Link;

28. Feb., Bebra, Schrebergarten;

5. März, Niederaula, Altes Forsthaus.

Termine jeweils 20°° Uhr.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 28. Januar 2019

Ende Kernsperrfrist am 01.02., Startgabe Wirtschaftsdünger

Eine organische Düngung sollte so früh wie möglich erfolgen, da bei kühlen Temperaturen und strahlungsärmeren Verhältnissen der N-Verlust geringer ist. Die Gerstenbestände konnten sich durch hohe Rest-Nmin-Gehalte im Herbst üppig entwickeln. Es muss auf die Bestandesdichte geachtet werden, um die Konkurrenz um Wasser nicht unnötig zu verschärfen. Bei erfolgter org. Düngung kann hier die min. Startgabe auch unterbleiben. Bei der Andüngung muss auf den Bodenzustand geachtet werden (DüV§5). Es besteht ein Ausbringungsverbot auf überschwemmten, wassergesättigten, schneebedeckten und gefrorenen Böden. Letztere dürfen jedoch mit bis zu 60 kgN/ha gedüngt werden, wenn der Boden tagsüber aufnahmefähig wird, keine Abschwemmgefahr besteht und der Boden eine grüne Pflanzendecke trägt oder es sich um Grünland handelt.

P. Pfister, AGLW, 06623-933207

 


Beitrag vom 14. Januar 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Dokumentation von Pflanzenschutzmaßnahmen

Die Pflanzenschutzmaßnahmen eines jeden Jahres müssen spätestens zum 31.12. vollständig dokumentiert sein und mindestens drei Jahre aufbewahrt werden. Aufzuzeichnen sind: Bezeichnung des Mittels, Datum der Anwendung, verwendete Menge, behandelte Fläche, Kulturpflanze und Name des Anwenders. Aktualisieren Sie zudem jetzt in den Wintermonaten Ihre Bestandsliste im Pflanzenschutzmittellager; achten Sie darauf, dass die Pflanzenschutzmittel frostfrei und unzugänglich für Nichtbefugte gelagert sind. Sachkunde: Die Gültigkeit der Fortbildungsbescheinigung beträgt 3 Jahre: prüfen Sie daher, ob eine Anschlussschulung notwendig ist. Fortbildungstermine finden Sie auf der Homepage des LLH sowie im Hessenbauer.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 14. Januar 2019

Ende der Kernsperrfristen

Das Aufbringungsverbot von Festmist, festen Gärrückständen und Komposten endet am 15.01.2019. Für alle anderen Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten, wie Gülle endet die Sperrfrist am 31.01.2019. Auch darüber hinaus gilt: Die Aufbringung auf überschwemmten, wassergesättigtem, schneebedecktem oder gefrorenem Boden ist verboten. Eine Aufbringung ist dann zulässig, wenn der Boden durch Auftauen aufnahmefähig wird, keine Abschwemmgefahr besteht, eine Pflanzendecke existiert und Bodenverdichtungen vermieden werden. Maximal dürfen dann 60 kg Ges.-N/ ha ausgebracht werden, diese Grenze gilt aber nicht für Festmist, feste Gärrückstände und Komposte.

R. Jacob, FD LäRa, 066621-87-2233

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Beitrag vom 07. Januar 2019

Witterung Anbaujahr 2017/2018

Das Anbaujahr 2017/2018 war gezeichnet von Wetterextremen. Die Aussaat 2017 erfolgte unter sehr nassen Bedingungen, was besonders die Wurzelbildung des Rapses hemmte. Der Wintereinbruch kam im Februar/März 2018 mit einer Durchschnittstemperatur von -2,0°C. Dies tat dem wassergesättigten Boden gut. Den anschließenden rasanten Temperaturanstieg Ende März / Anfang April (Durchschnittstemperatur April: 12,5°C, Max. Temperatur: 29°C) brachte dann einen schlagartigen Vegetationsbeginn. Dieser Temperaturumschwung belastete die gestressten Rapsbestände oft zusätzlich (Knospenwelke, Käferzuflug). Zunächst gute Startbedingungen für die Maisaussaat, da ab der zweiten Aprilwoche die Bodentemperatur in 5cm Tiefe schon mehr als 9°C betrug, der Frost die Bodengare förderte und der Boden noch Wasser enthielt. Anschließend begann dann die Trockenheit. Der Juli, im Durchschnitt der letzten 25 Jahre der niederschlagreichste Monat mit rund 90 mm Regen, brachte lediglich 15 mm Niederschlag (in 2017 waren es 160 mm). Mancherorts waren es weniger, da vereinzelte Gewitter stark lokal begrenzt waren und zum Teil unwetterartig ausfielen. Die Trockenheit zog sich bis Oktober/November hin, sodass wir auf eine Jahresniederschlagssumme von 382 mm kommen (durchschnittlicher Jahresniederschlag (1990-2016) 726 mm). Zwischenfrüchte und Raps liefen nur zögerlich auf. In den letzten Wochen konnten sich jedoch einige Bestände nach den erfolgten Niederschlägen deutlich erholen. Die hohen Herbst-Nmin-Werte kann man v. a. in den Gerstenbeständen sehen. Die Wetterdaten beziehen sich auf die Wetterstation der AGLW in Niedergude.

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

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Beitrag vom 07. Januar 2019

Hohe Nmin-Werte Herbst/Winter 2018

Die Trockenheit in diesem Jahr hat dazu geführt, dass das Bodenleben (Edaphon) auf ein Minimum reduziert war. Folglich konnte keine oder nur zögerlich eine Umsetzung der organischen Substanz erfolgen. Der „Mineralisationsstau“ und der leicht verfügbare Stickstoff (Düngung) führten so nach Befeuchtung des Bodens zu einer explosionsartigen Vermehrung und Wachstum des Bodenlebens und so zu einer raschen Um- und Freisetzung von Stickstoff („Priming-Effekt“). Da der Regen relativ spät kam, konnte dieser N nicht mehr umfänglich von der Nachfolgekultur aufgenommen werden. Dennoch zeigen diese Werte, welches Potenzial in den Böden steckt und was während der Vegetation in „normalen“ Jahren mineralisiert und aufgenommen wird.

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

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Beitrag vom 07. Januar 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Sortenwahl beim Silomais

Ertrags- und Qualitätsunterschiede machen in der Fütterung schnell ein Vielfaches von Frühbezugsrabatten aus. Der Wuchstyp z.B., entscheidet über die optimale Bestandsdichte u. die Saatgutkosten: massenwüchsige Sorten benötigen für eine optimale Ertragsbildung i. d. R. eine 15 -20% geringere Bestandsdichte im Vgl. zu kleinwüchsigen Sorten. In der Milchviehfütterung ist neben Gesamtertrag die Energiekonzentration u. der Anteil enzym-löslicher organischer Substanz (ELOS) von großer Bedeutung. In stärkereiche Rationen passen eher Sorten mit überdurchschnittl. Energiekonzentration u. unterdurchschnittlichen Stärkeanteil. Zur Biogaserzeugung sind alle guten Silomaissorten geeignet; der GTM-Ertrag/ha steht im Vordergrund; bei gleicher GTM-Leistung sind Sorten mit hoher Energie-konzentration gefragt. Es lohnt daher, die neutralen Ergebnisse der Landessortenversuche (llh.hessen.de) zu berücksichtigen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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