Pflanzenbau

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Beitrag vom 13. August 2019

Landwirtschaftl. Hinweise zum Herbizideinsatz im Winterraps

Herbizidstrategie richtet sich nach Leitverunkrautung; es kann Sinn machen, VA – und NA-Verfahren zu kombinieren. Clomazonehaltige Produkte (z.B. Colzor Trio, Centium 36 CS) haben im VA, dort wo die Auflagen passen, gegen Rauken u. Kreuzblütler ihre Berechtigung. Basis für clomazonefreie Lösungen sind metazachlorhaltige Präparate (div. Butisan-Präp.) unmittelbar nach der Saat - vor Allem wenn Probleme mit Kreuzblütlern zu erwarten sind! Bei Verunkrautung ohne Storchschnabel eignen sich Butisan o. Fuego Top – Wirkstoffmenge beachten! Ein breites Unkrautspektrum, inkl. Storchschnabel, deckt z.B. die Spritzfolge Butisan Gold im VA u. Effigo ab 4-Blattstadium ab (ähnlich zu bewerten: Runway- Kombi Pack). Neue Herbizide: Belkar, Belkar Power Pack, Gajus (alle im NA) u. Tribeca Sync im VA.

K.-H. Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736


Beitrag vom 13. August 2019

Sortenempfehlung Wintergerste

Bei der Wintergersten-Aussaat sollte auf Sorten gesetzt werden, die neben einer guten Ertragsleistung und Vermarktungsqualität auch Ertragssicherheit bieten. Zur Aussaat 2019 werden die mehrzeiligen Sorten von KWS (Meridian, Keeper, Kosmos, Higgins), SU Ellen und für Südhessen weiterhin Lucienne empfohlen. Zur Probe empfehlen sich KWS Orbit, SY Galileo und für die nördl. Landesteile zusätzl. Lucienne und Mirabelle. Im zweizeiligen Sortiment erhalten California, KWS Infinity u. Sandra eine Empfehlung; SU Ruzena wird für den Probeanbau empfohlen. Wer Winterbraugerste anbaut, kann auf KWS Liga und KWS Somerset setzen.

Zur Ertragssicherung auf ein gut abgesetztes Saatbett u. eine gute Bodenstruktur achten. Die Aussaat nicht zu früh durchführen.

Dr. A. Herrmann, Leitung FG Fachinformation Pflanzenbau, LLH


Beitrag vom 13. August 2019

I. Rapsaussaat vorbereiten


Die erste Stoppelbearbeitung ist erfolgt. Nach 7-10 Tagen, je nach Feuchtigkeit und Aufwuchs, sollte dann eine tiefere Bearbeitung (10-15 cm) erfolgen um gekeimtes Ausfallgetreide u. Unkräuter zu bekämpfen und eine weitere Einarbeitung des Strohs vorzunehmen. Zur Saatbettbereitung erfolgt eine weitere mechanische Unkrautbekämpfung. Das Saatbett sollte feinkrümelig sein, möglichst wenige Schadverdichtungen und Strohnester aufweisen. Eine ausreichende Rückverfestigung ist sinnvoll. Saatbett geht vor Saatzeit! Optimaler Saattermin in unserer Region 20.08-10.09. Ablage auf 1-2 cm. Aussaatstärke 35-45 Körner/m² bei Hybriden, 45-55 K/m² bei Liniensorten. Bei Aussaatverzögerungen Saatstäke leicht erhöhen.

P. Pfister, AGLW, 06623-933207


Beitrag vom 13. August 2019

II. Sortenempfehlungen Raps


Die Ernteergebnisse der Landessortenversuche (LSV) Raps liegen noch nicht vor. Orientierung für die Aussaat 2019 bieten die mehrjährigen Ergebnisse der LSV, die auch die Basis der Sortenberatung des LLH darstellen. Für die standortspezifische Sortenwahl ist neben der Ertragshöhe die Ertragsstabilität ein wichtiges Kriterium. Eigenschaften, welche die Ertragskonstanz mit beeinflussen sind die Winterhärte, Standfestigkeit, Saatzeitflexibilität, sowie die Krankheitsanfälligkeit. Für die Marktleistung ist der Ölgehalt von Bedeutung. Zur Aussaat 2019 voll empfohlen werden die Liniensorte Arabella sowie die Hybriden Penn, Avatar, Bender, Alvaro KWS, Arazzo und RGT Attletick. Zweijährig geprüft und damit zur Probe empfehlen sich Asterion, DK Exception, Hattrick und Trezzor. Ein Anbau kohlhernie-resistenter Sorten sollte nur auf Befallsflächen erfolgen.

Dr. A. Herrmann, Leitung FG Fachinformation Pflanzenbau, LLH


Beitrag vom 13. August 2019

HALM-Anträge stellen

Zum Ende dieses Jahres enden bei den meisten Teilnehmern am Hessischen Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflegemaßnahmen (HALM) die aktuellen Verpflichtungen. Um eine direkte Anschlussförderung zu erhalten, muss bis spätestens zum 01.10.2019 ein entsprechender Zuwendungsantrag gestellt werden. Es empfiehlt sich allerdings, diese Antragsfrist nicht auszureizen, sondern bereits in den kommenden Wochen beim Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19, 36251 Bad Hersfeld vorzusprechen. Auch die Teilnahme am Programm Vielfältige Kulturen im Ackerbau (5 verschiedene Hauptfrüchte, davon mindestens 10 % Leguminosen-Anbau) ist erstmals seit dem Jahr 2014 wieder möglich.

Antragsformulare und weiterführende Informationen sind im Fachdienst Ländlicher Raum erhältlich (Tel.: 06621/87-2221).


Beitrag vom 19. Juli 2019

Freigabe von Brachflächen zur Futternutzung

Aufgrund der auch in diesem Jahr wieder herrschenden Trockenheit wurde die Nutzung von Brachflächen für Futterzwecke hessenweit ab sofort freigegeben. Diese Ausnahmeregelung betrifft die mit Code-Nummern 590 und 591 angegebenen Brachflächen, die als ökologische Vorrangflächen ausgewiesen sind. Ein gesonderter Antrag ist nicht erforderlich. Nicht unter diese Ausnahmeregelung fallen die ein- und mehrjährigen Honigbrachen (Code-Nummern 594 und 595) sowie die Blühflächen, die im Rahmen des Hessischen Programms für Agrarumwelt- und Landschaftspflegemaßnahmen (HALM) gefördert werden (Code-Nummern 191 und 192). Für diese gilt weiterhin das Nutzungsverbot.

Weitere Informationen sind erhältlich im Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19, Bad Hersfeld, Tel.: 06621/87-2221


Beitrag vom 08. Juli 2019

Zwischenfruchtanbau

Durch den Anbau geeigneter Zwischenfrüchte kann die Bodenrestfeuchte optimal genutzt und das Ausfallgetreide sowie Unkräuter und -gräser überwachsen werden. Enge Fruchtfolgen lassen sich durch den Zwischenfruchtanbau auflockern. Das Auswaschungsrisiko von Nährstoffen wird durch die Reststickstoffbindung im Boden zum Teil deutlich reduziert. Mischungen haben sich in dieser Beziehung als vorteilhaft erwiesen. Durch die Bedeckung und Durchwurzelung des Bodens kann Erosion vermindert werden. Eine zügige Aussaat von Zwischenfrüchten direkt nach der Ernte ist von Vorteil. Flache Bodenbearbeitung ist anzuraten, um eine zusätzliche Wasserverdunstung zu verhindern. Bei Aussaatverzögerungen der Zwischenfrüchte sollte gewartet werden, bis das Ausfallgetreide aufgelaufen ist, um eine Bekämpfung zur Aussaat durchführen zu können. Gerade bei Dunkelkeimern und/oder Zwischenfrüchten unterschiedlicher Korngrößen hat sich die Drillsaat als vorteilhaft erwiesen. Versuche der AGLW haben gezeigt, dass bei geeigneter Witterung und früher Saat die Nährstoffe aus einer organischen Düngung (30/60-Regelung) ebenso aufgenommen werden wie die Rest-Nmin-Gehalte der Vorfrucht. Diese Nährstoffe stehen somit der Folgefrucht zur Verfügung und müssen dann berücksichtigt werden. Die ausgebrachte Gülle muss innerhalb von 4 Std. eingearbeitet werden. Zwischenfrüchte sollten außerdem so gewählt werden, dass sie zum Standort und der Fruchtfolge passen. Auf die Vorgaben der Mischungsverhältnisse, Bearbeitungs- und Aussaattermine innerhalb verschiedener Maßnahmen muss geachtet werden. Eine Samenreife sollte durch mechanische Maßnahmen verhindert werden (z. B. Walzen).

Sokolowski / AGLW / 06623-933207


Beitrag vom 01. Juli 2019

Umsetzung der EG-WRRL durch die AGLW im Maßnahmenraum „Nord-Osthessisches Bergland“

Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) (RL 2000/60/EG) hat zum Ziel, das Grundwasser aber auch die Oberflächengewässer in einen guten ökologischen und chemischen Zustand zu bringen bzw. zu erhalten. In Hinblick auf die Landwirtschaft erweisen sich besonders diffuse N- und P-Einträge als problematisch. Somit ist die Düngeplanung und der Erosionsschutz so zu gestalten, dass zum einen gute Erträge erreicht und zum anderen die Nährstoffimmission in Gewässerkörper deutlich reduziert werden. Die Arbeitsgemeinschaft Land- und Wasserwirtschaft ist seit Beginn diesen Jahres (zunächst bis Ende 2020) damit beauftragt, die Vorgaben der WRRL in den ausgewiesenen Gemarkungen ihrer Mitgliedsgemeinden umzusetzen. Jede Gemarkung wird dabei hinsichtlich ihres Belastungspotenzials bewertet und eingestuft. Innerhalb der Mitgliedskommunen der AGLW umfasst der Maßnahmenraum „Nord-Osthessisches Bergland“ 53 Gemarkungen in 19 Kommunen aus 3 Landkreisen. Innerhalb dieses Maßnahmenraumes konnten 35 Leitbetriebe mit je 3 Dauerbeobachtungsflächen etabliert werden. Diese Flächen stehen als Referenzflächen für Nmin-Beprobungen im Herbst und im Frühjahr zur Verfügung, sodass auch Frühjahres-Nmin-Werte aus der Region gewonnen werden. Zudem bietet die AGLW unter anderem kostenlose Wirtschaftsdüngeranalysen und Beratungen für Landwirte an.

Nähere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage: http://start.aglw.de/wrrl.html; Außerdem stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 06623/933207 sowie Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bei Fragen zur Verfügung.

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Beitrag vom 06. Juni 2019

Durchführung der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) 2019

Bei der BEE handelt es sich um eine Erhebung, die für die Erntestatistik und gesamte Einfuhr- und Vorratspolitik der Bundesrepublik Deutschland wichtig ist. Die BEE wird von den Ländern eigenverantwortlich durchgeführt. In Hessen wird eine Kombination aus Probeschnitt (im Bestand) und Volldrusch (Wiegen des Ertrages) praktiziert. Der BEE wird eine hohe Bedeutung beigemessen, da sie zu einem frühen Zeitpunkt exakte Angaben zu Erträgen und Qualitäten liefern kann. In diesem Jahr sind 6 Winterweizen-, 11 Wintergersten-, 8 Winterroggen- und 3 Rapsschläge im Kreis Hersfeld-Rotenburg vorgegeben. Die Auswahl geschieht in Hessen durch das Statistische Landesamt nach dem Zufallsprinzip und ist nicht beeinflussbar

R. Jacob, Fachdienst Ländlicher Raum, Bad Hersfeld, Tel.: 06621-87-2233

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Beitrag vom 31. Mai 2019

Abschlussbehandlung Winterweizen

Winterweizen schiebt die Ähre; sind Bestände noch gesund, Abschlussbehandlung hinauszögern bis Ähren ca. zu 80% geschoben sind (u. a.:  Ampera, Magnello, Osiris, Prosaro, Skyway Xpro). Bestände die Infektionen mit Septoria tritici oder Gelbrost aufweisen zeitnah behandeln: Rapsweizen z. B. mit Amistar Opti + Gladio; Ascra Xpro; Champion + Diamant; Elatus Era. Wurde bereits ein Fungizid vorgelegt, reicht i. d. R. Taspa + Folicur, Ampera oder Matador aus. Bei Weizen nach Mais oder Stoppelweizen Augenmerk der Behandlung auf Fusariumwirkung legen - Fungizid dann in die Blüte des Weizens applizieren (u.a. Ampera, Magnello, Osiris, Prosaro). Auf Blattläuse und Getreidehähnchen achten.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 24. Mai 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Situation im Weizen und Mais

Sind die Weizenbestände noch gesund, Fungizidbehandlung noch schieben; Bestände aber regelmäßig beobachten, damit sich keine Krankheiten unbemerkt etablieren. Ziel beim Rapsweizen: Ggf. mit einer Behandlung auskommen – die Maßnahme möglichst nahe dem Ährenschieben setzen. Ziel Mais – u. Stoppelweizen: Maßnahme gegen Fusarien in der Blüte des WW meist gesetzt; 1. Fungizidbehandlung möglichst auf das voll entwickelte Fahnenblatt applizieren. Nach dem Regen hat der WW einen deutlichen Schub gemacht: Standfestigkeit kontrollieren, ggf. noch korrigieren. Auf mögliche nesterartige Vergilbungen durch Gelbrost, sowie mögliche Septoria-Infektionen achten!  Wenn Kurativleistung von Fungiziden gefordert ist, Aufwandmengen nicht reduzieren. Unkrautbekämpfung im Mais: durch die warmen Temperaturen und die Bodenfeuchtigkeit hat sich der Mais zusehends erholt. Sofern die Pflanzen wieder durchgegrünt sind, und sich im 3-4 Blattstadium befinden, kann die Unkrautbekämpfung erfolgen. Verträglichkeit von Herbizidbehandlungen im Mais: nicht an heißen, sonnigen Tagen (Temp. > 25 °C) behandeln (u.a. Sulfonylschäden). Nach Regen mind. einen Tag trockene Witterung zur Ausbildung einer ausreichenden Wachs-schicht abwarten (gilt vor allem für den blattwirksamen Kontaktwirkstoff Bromoxynil: Wird u. a. als Bestandteil in Kombipräparaten bzw. als Mischpartner angeboten). Maßnahmen abends sind meist verträglicher, da die Maisblätter i. d. R. trocken sind, sich kein Wasser in der Blatttüte befindet, und sich über den Tag die Wachsschicht verstärkt hat.
Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 26. April 2019

Mikro- und Makronährstoffe Mais

Durch Blattanalysen konnte die AGLW häufig einen Mangel an Bor, Magnesium, Mangan, Schwefel und Zink in den Beständen feststellen. Mais hat einen S-Bedarf von etwa 15 kg S/ha. Hohe K-Gehalte im Boden sowie hohe NH4+-Gaben können zu Mg-Mangelerscheinungen führen. Das Verhältnis von K zu Mg sollte 3:1 betragen. Eine Mikronährstoffdüngung mit B, Mn und Zn kann das Wachstum des Mais fördern, welches durch die Kälte der letzten Wochen gehemmt wurde. Dieses zeigte sich vielerorts durch trockene Blattspitzen sowie eine helle Färbung der Pflanzen. Empfohlen wird eine Blattdüngung im 4-8 Blattstadium mit 400-500 g/ha B, 300-500 g/ha Mn und 400-500 g/ha Zn. B sollte allerdings eher früher im 4 Blattstadium gegeben werden. Der Mikronährstoffbedarf kann durch eine Boden- bzw. Pflanzenanalyse bestimmt werden.

B. Sokolowski, AGLW, Tel.: 06623-933207

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Beitrag vom 26. April 2019

Abschlussdüngung Wintergerste

In den Gerstenbeständen ist die Entwicklung des Fahnenblattes abgeschlossen und vielerorts im Grannenspitzen. Eine Spätgabe in BBCH 39/49 fördert die Kornfüllung. Die Qualität wird bei einer späteren Gabe in BBCH 51/61 (Blühbeg.) positiv beeinflusst. Nach unseren Ergebnissen wird das ökonomische Optimum (Ertragsniveau von 70 dt/ha) bei einer gesamt N-Menge von 120-130 kg N/ha erreicht. Auch dieses Jahr wird Wasser der begrenzende Faktor sein. Ob eine Trockenperiode wie im letzten Jahr droht, ist kaum vorherzusagen. Unter trockenen Bedingungen hat eine Düngung mit Ammoniumnitrat Vorteile gegenüber einer Harnstoffdüngung (Vergasungsverluste, bessere Mobilität von NO3).

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

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Beitrag vom 26. April 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Abschlussbehandlung der Wintergerste

Diese ist z. Zt. meist sehr gesund; nur ganz vereinzelt sind Netzflecken zu finden. Effekte eines Fungizides im BBCH 31/32 sind nicht festzustellen. Ziel der Abschlussbehandlung ist ein gesundes Fahnenblatt u. eine gesunde Ähre. Von großer Bedeutung sind primär Ramularia und sekundär Netzflecken. Carboxamidhaltige Produkte überzeugten in den Versuchen der vergangenen Jahre durch sehr gute Dauerleistungen - vor allem gegen Ramularia; gleiches gilt für den Zusatz des Wirkstoffes Chlortalonil (500 g/ha) – nur noch in Amistar Opti/ Zakeo Opti enthalten. Netzflecken werden durch Strobilurin-Präparate erfasst; somit sind Tankmischungen mit Carboxamiden, Strobilurinen und Azolen aus Gründen der Resistenzvermeidung weiter von Bedeutung. Einsatzschwerpunkte liegen im späten Blattbereich (EC 39/49-51). Splitten der Maßnahme (Opti im Grannenspitzen) ist möglich.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 23. April 2019

Hinweise zur Blütenbehandlung im Raps

Die stabil hohen Temperaturen haben die Entwicklung vom Raps beschleunigt. Für erste Bestände steht in der kommenden Woche die Blütenbehandlung an. Das Auftreten der Weißstängeligkeit (Sclerotinia) ist witterungsabhängig, kann aber nicht prognostiziert werden; gefährdet ist Raps während der Blüte. Die Vollblüte, 50 % der Blüten sind geöffnet, ist der optimale Termin für die Behandlung. Vor allem in engen Rapsfruchtfolgen ein geeignetes Fungizid einsetzen. Insektizide i.d.R. nicht notwendig (ggf Randbehandlung)! Wird eine Tankmischung eingesetzt, unbedingt die B - Einstufung beachten! Wenn machbar grundsätzlich abends behandeln, 4-5 km/h fahren, u. mind. 300 l/ha Wasser aufwenden. Beachten Sie den Bienenschutz; sprechen Sie vor der Behandlung mit ortsansässigen Imkern!

LLH HEF/FD, Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

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Beitrag vom 12. April 2019

Mikronährstoffdüngung

Die Getreidebestände sind im Allgemeinen recht gut entwickelt aus dem Winter gekommen. Allerdings fehlt es vielerorts wieder an Niederschlägen. Um die Trockentoleranz zu verbessern ist gerade eine ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen von Vorteil. Vor Allem Mangan begünstigt die Photosynthese und steigert die Trockentoleranz. Im Raps empfiehlt sich 200 g Mn/ha bis zur Blüte. Im Getreide ist eine Düngung von 250-500 g Mn/ha (BBCH 32-37) anzuraten. Eine zusätzliche Mangangabe (Splitting) zum Ähren- bzw. Rispenschwellen (BBCH 37-43) fördert TKG und Proteinbildung. Bor fördert unter anderem die Wurzelbildung und Befruchtung. Raps sollte deshalb bis zur Blüte 300 g B/ha (2 x 150 g im Frühjahr) bekommen, Getreide 75-100 g B/ha (50 g BBCH 30-37, 50 g bis BBCH 60). Kupfer ist zellwandstabilisierend und erhöht so die Standfestigkeit (100-250 g Cu/ha bis BBCH 32). Weiterhin haben Kupfer und Zink (150-200g Zn/ha) eine positive Wirkung auf die Ähren- und Proteinbildung (Applikation ab BBCH 37), da gerade Kupfer das Pollenschlauchwachstum fördert.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623933207

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Beitrag vom 08. April 2019

Einsatz Wachstumsregler

Angestiegene Temperaturen u. die z. Zt. gute Wasserversorgung sorgen für eine zügige Entwicklung des Wintergetreides; auch in Höhenlagen wird die Gerste zeitig das Stadium 30/31 erreichen; Einsatz von WR´n zum optimalen Termin 31/32 anstreben: z.B. Trinexapac-Produkte: 0,4 Moddus/Calma/Modan/Countdown bzw. 0,4 Prodax in standfesten Sorten bis 0,7 Moddus/Calma/Modan/Countdown bzw. 0,7 Prodax in lageranfälligen Sorten. Roggen u. Triticale sind bei frühen Aussaaten im gleichen Stadium; dort hat sich u.a. die Kombination aus CCC und Moddus EC 31 -33 bewährt (0,6-1,25 CCC + 0,25-0,4 Moddus). Winterweizen befindet sich i.d.R. in den Stadien 25-29. In weniger standfesten Sorten Vorlage mit CCC (0,6-1,2 l/ha) bis EC 29 durchführen, gefolgt von Nachlage in EC 31/32 z.B. mit CCC + Moddus /Calma/Countdown oder Prodax. Bei Mischungen Herbizid + WR auf Verträglichkeit achten!

K.-H. Claus, LLH; 0160 90725736

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Beitrag vom 08. April 2019

Düngung zum Schossen

Die Gerstenbestände befinden sich in der Schossphase (> BBCH 30). – Ziel der Schossergabe: Förderung der Triebe erster und zweiter Ordnung, Absicherung der Kornzahl pro Ähre.- In üppig entwickelten Beständen sollte mit der Düngung noch gewartet werden, bis die Triebreduzierung eingesetzt hat (BBCH 31/32). Der Nmin-Wert sollte spätestens jetzt berücksichtigt werden. Während des Schossens nehmen Weizen und Gerste etwa 40-50% des zu düngenden Stickstoffs auf. Sollte noch eine Spätdüngung eingeplant werden, so müssen die Bestände zum Schossen etwa 70% der gesamten Düngermenge (ca. 1,7 kg N/dt Ertrag je ha) bekommen haben (1.+2. Gabe + Nmin). Wichtig! Wurde noch kein S gedüngt sollte dies unbedingt mit der Schossergabe erfolgen – Gerste  12 -(max.!) 20 kg S/ha, Weizen 20 – 25 kg S/ha.

P.Pfister, AGLW, 06623933207

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Beitrag vom 01. April 2019

Phosphordüngung bei Mais

Bei Ausbringung von organischen Wirtschaftsdüngern zu Mais sollte bei einer zusätzlichen Unterfußdüngung mit Phosphor die P-Gehalte berücksichtigt werden. Bei Böden mit einem Phosphatgehalt von mehr als 20 mg je 100 g Boden (nach CAL-Methode), darf P nur nach Entzug zugeführt werden. Mais hat einen P-Entzug von 0,175 kg P2O5 je dt Frischmasse. Bei einem Ertragsniveau von 450 dt werden rund 79 kg P2O5 entzogen. Aus Untersuchungen der AGLW enthalten verschiedene Güllen durchschnittlich folgenden Phosphatgehalte in kg/m³: Schweinegülle 2,4; Milchviehgülle 1,6; Gärsubstrat 2,0. In kalten Frühjahren fördert eine P-Gabe die Jugendentwicklung, doch auch Schwefel ist häufig im Mangel, sodass bei organischer Düngung auf einen S-haltigen Unterfußdünger zurückgegriffen werden kann. P wird dann bei Erwärmung des Bodens verfügbar.

P.Pfister, AGLW, 06623933207

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Beitrag vom 01. April 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zum Herbizideinsatz in Leguminosen (KE, AB)

Feinkrümelige Böden bieten z.Zt. günstige Bedingungen für Bodenherbizide; Bandur bis 3 Tage, Boxer, Stomp Aqua u. Centium CS spätestens 5 Tage nach der Saat ausbringen -dann ist die beste Kulturverträglichkeit gegeben. Kulturpflanze dürfen den Boden noch nicht durchstoßen haben; bei späteren Behandlungen kann es zu Aufhellungen und zu einem verzögerten Auflaufen kommen. Der Einsatz von Basagran im NA ist nicht mehr möglich. Novitron (FMC) ist eine Fertigmischung aus Centium + Bandur; auf Standorten mit hohem Ausfallrapsanteil und Winden zusätzlich 1 l/ha Bandur zumischen. Spektrum Plus (BASF): Fertiglösung aus Stomp Aqua + Spektrum; Kombination mit breitem Wirkungsspektrum anhaltender Bodenwirkung gegen Samenunkräuter.

K-H Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 25. März 2019

Düngung Weizen

Die erhöhten Nmin-Werte in diesem Jahr sind auf jeden Fall in der DBE zu berücksichtigen. Informieren kann man sich hierzu auf der Homepage des LLH. Vor allem nach Silomais ist ein hoher Nmin-Wert vorzufinden. Die Trockenheit im vergangenen Jahr hat einen positiven Einfluss auf die Struktur und die Sauerstoffverfügbarkeit im Boden. Auf guten Böden hat auch der Weizen Wurzeln bis in eine Tiefe von 80-90 cm gebildet und kann bei ausreichender Feuchte auch den verlagerten Nmin in diesen Schichten aufnehmen. Die Startgabe sollte bei Weizen um 50 Kg N/ha liegen um Bestockung und Kronenwurzelbildung zu fördern. Zu empfehlen ist auch Schwefel frühzeitig in den Bestand zu bringen (20-25 kg S/ha). Bei Pflanzenschutzmaßnahmen auch an Mangan denken (250-350 g Mn/ha, u. a. Verbesserung der Trockentoleranz).

Ph. Pfister,  AGLW, 06623-933207

 


Beitrag vom 25. März 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Situation im Wintergetreide

In frühen Herbstaussaaten sind Ungräser gut bestockt, durch den hohen N-Vorrat im Boden zudem auch vital und robust. Noch anstehende Gräserbehandlungen solo, möglichst ohne Unkrautpartner durchführen; um Wirkungsgrade zu optimieren Additive z.B. 1,0 l/ha Dash, 0,2 l/ha Karibu, 30 l/ha AHL oder 5 kg/ha SSA zusetzen. Wasseraufwandmengen sollten mindestens 250, besser 300 l/ha betragen. Tropfenspektrum möglichst feintropfig wählen. Auf ausreichende Luftfeuchte achten (> 60%)! Doppelflachstrahldüsen zeigen deutliche Vorteile bei der Benetzung. Herbizide in Weizen, Roggen und Triticale können ggf. mit CCC kombiniert werden. Die N-Versorgung der meisten Bestände ist weiterhin als gut zu bewerten; bei entsprechender Befahrbarkeit der Flächen Andüngung abschließen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 15. März 2019

Nährstoffbilanz und Düngebedarfsermittlung erstellen

Auch nach der neuen Düngeverordnung ist die Erstellung eines betrieblichen Nährstoffvergleiches für Stickstoff und Phosphor wie bisher vorzunehmen. Dieser muss bis spätestens 31. März 2019 für das letzte abgeschlossene Düngejahr (2017/18) vorliegen. Neben den Nährstoffvergleichen ist eine Düngebedarfsermittlung für Stickstoff und Phosphat durchzuführen. Bodenproben sind wie bisher auf allen Flächen ab einem Hektar, alle sechs Jahre zu ziehen. Beim Stickstoff müssen die Aufzeichnungen der N-min Referenzflächen gesammelt und beachtet werden. Aktuelle N-min Bodengehalte und neue Rechenanwendungen für Düngebedarfsermittlung und Nährstoffvergleich sind unter www.llh.hessen.de zu finden.

R. Jacob, FD LäRa, Tel.: 06621-87-2233

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Beitrag vom 11. März 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Anbaudiversifizierung im Rahmen des Greenings und zu Herbizidmaßnahmen im Getreide

Im vergangenen Herbst wurde, bedingt durch die Trockenheit, in einigen Betrieben die Fruchtfolge deutlich verändert. Deshalb vor der Aussaat von Sommerungen noch einmal die Anbaudiversifizierung für´s Greening kontrollieren! Noch nicht erfolgte Herbizidmaßnahmen im Wintergetreide bei Befahrbarkeit der Böden zeitnah durchführen: Ungräser sind bei frühen Aussaaten z.T. bereits bestockt! Bei erfolgtem Herbizideinsatz im Herbst die Wirkungsgrade überprüfen; nicht erfasste Gräser sind in ihrer Entwicklung i.d.R. weit fortgeschritten. Um die Wirkungssicherheit gegen Ungräser abzusichern, auf Mischpartner mit dikotyler Wirkung verzichten. Mit mindestens 250 besser 300 l Wasser/ha, möglichst feintropfig (ggf. mit Doppelflachstrahldüse), spritzen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 08. März 2019

Hohe Nmin-Werte, gelbe Gerste

Von Anfang Dez. bis Ende Feb. fielen im Schnitt 211 mm Regen. Der meiste Niederschlag ist von den Böden aufgenommen wurden, ohne dass groß Sickerwasser angefallen ist (nutzbare Feldkapazität im Schnitt bei 150 mm/m). Daher ist noch ein Großteil des Herbst-Nmin Wertes im Oberboden vorhanden (Nmin Herbst 100 kg N/ha). Die Werte schwankten sehr stark in Abhängigkeit der Bodenqualität (Ertrag).

Gelbe Gerstenbestände sind kein Grund zur Sorge. Durch den Frost im Januar verlagerte die Gerste Chlorophyll und andere Stoffe (N in Form von Aminosäuren u. Amiden) aus den älteren Blättern , um sich vor Frost zu schützen. In den üppigen Beständen ist dies kein Schaden – Startgabe: max. 40 KG N/ha. Es sollte auch auf Mangan geachtet werden – 300 g/ha.

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

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Beitrag vom 01. März 2019

Startdüngung

Durch die frühlingshaften Temperaturen der letzten Tage, ist vielerorts schon der Anfang gemacht worden. Es ist richtig die organische Düngung unter diesen Bedingungen zu fahren. Auch ammoniumhaltige Dünger wie SSA konnten ausgebracht werden. Nitrathaltige Mineraldünger haben noch Zeit. Bei der Düngung müssen die z. T. recht hohen Nmin-Werte berücksichtigt werden (v.a. nach Mais). Raps sollte je dt Zielertrag 1 kg S und 3,6 kg N/ha bekommen (realistische Ertragseinschätzung!). Die Gerste ist oft sehr gut entwickelt u. benötigt zum Start max. 40 kg N/ha. – Bestandskontrolle zum Schossen – 2. Gabe ggf. verzögern u. Triebreduktion (BBCH 32) abzuwarten (Konkurrenz um Wasser). Im Weizen sollte auch verhalten angedüngt werden (v.a. nach Mais!). Hier empfiehlt sich zunächst eine Startgabe von 50 kg N/ha.

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

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Beitrag vom 01. März 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Bodenbearbeitung zu Sommerungen

Die Temperaturen der vergangenen Wochen haben die Flächen gut abgetrocknet; erste Sommerungen wurden gesät. Zwischenfrüchte konnten sich im Herbst 2018 nur in wenigen Fällen etablieren; oft dominieren Ausfallgetreide u. Ungräser. Gelungene Zwischenfrüchte meist gut abgefroren. Ziel ist es, Aufwüchse wasserschonend zu beseitigen; intensive Bodenbearbeitung: – fördert die N-Mineralisierung, erhöht das Erosionsrisiko und kostet Wasser! Dessen Vorräte in den Böden sind z. Zt. nur unzureichend aufgefüllt – meist nur in den ersten 40 cm des Bodens. Böden daher so wenig wie möglich bearbeiten; wenn machbar auf den Pflug verzichten; dies verhindert aber die sichere Beseitigung von Gräsern u. Ausfallgetreide. Genannte Bestände vor der Bearbeitung ggf. abspritzen.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 01. März 2019 

Anbau von Sommergetreide

Durch den geringen PS- und Düngeraufwand kann der Anbau wirtschaftlich interessant sein. Die Nährstoffbilanzen werden entlastet und betriebliche Arbeitsspitzen entzerrt. Im Schnitt der letzten 3 Jahre (LSV) lagen der Sommerhafer und die Sommergerste bei ca. 65 dt/ha, der Sommerweizen bei 75 dt/ha. Der Anbau von Sommergetreide erfolgt oft auf Grenzstandorten, wo sie ihr Ertragsvermögen nicht ausschöpfen können. Hafer bevorzugt Standorte mit guter Wasserversorgung. Sortenempfehlung: Max, Poseidon, Symphony, Yukon. Sommergerste kommt mit trockeneren Verhältnissen besser zurecht, auf gute Saatbedingungen und ausreichende pH-Werte ist zu achten. Sortenempfehlung: RGT Planet, Avalon. Sortenempfehlung für Sommerweizen: Quintus, Licamero, Servus, KWS Mistral. Die Sorten Quintus und Licamero zeichnen sich durch eine geringe Anfälligkeit für Ährenfusarium aus.

Lars Klingebiel, LLH Eichhof, Tel.: 06621/922841

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Beitrag vom 18. Februar 2019 

Landwirtschaftliche Hinweise zur Kontrolle von Rapsschädlingen

Die frühlingshaften Temperaturen führen bereits zum Zuflug von Rapsschädlingen; um diesen einzuordnen, Gelbschalen im Winterraps aufstellen! Geschützte Waldrandlagen und Südhanglagen werden i.d.R. früher angeflogen als offene Lagen. Schadschwellen: Stängelrüssler: 5-10 Käfer, Kohltriebrüssler: 10 Käfer (jeweils/Gelbschale innerhalb von 3 Tagen). Zählt man bei Kontrollen nur die genannten Rüsselkäfer in den Gelbschalen, wirken Pyrethroide Typ 2 (u.a. Karate Zeon, Bulldock, Decis forte, Fury 10 EW). Findet man zeitgleich Rapsglanzkäfer in nennenswerter Zahl, Trebon EC (Typ 1) einsetzen.

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 11. Februar 2019 

Landwirtschaftliche Hinweise zu Maisbeizen

Mit dem Wirkstoff Thiram gebeiztes Saatgut, zur Saison 2019 vollständig aufbrauchen; den Saatgutbedarf sorgfältig planen. Alternativ steht Maxim XL mit Indikationen gegen Fusarium – und Pythium – Arten zur Verfügung. Neben den Wirkstoffen dieser genannten Beize enthält Maxim Quattro zusätzlich einen Wirkstoff aus Amistar/Ortiva, ist damit aber nur mit wenigen Sorten erhältlich. Bei Saatgut mit Mesurol gilt die gleiche Empfehlung wie bei Thiram: Bedarf planen, zeitig bestellen und vollständig aufbrauchen. Wer den Einsatz von Maissaatgut mit Sonido plant, kann auch nur auf bestimmte Sorten zurückgreifen; eine Minderung von Fraßschäden u. Pflanzenausfällen wird unterstützt, die Bestandsentwicklung wird gefördert.

LLH – Pflanzenbauempfehlungen für`s Frühjahr:

12.Feb., Eiterfeld, Bürgerhaus;

19. Feb., Sontra, Hotel Link;

28. Feb., Bebra, Schrebergarten;

5. März, Niederaula, Altes Forsthaus.

Termine jeweils 20°° Uhr.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 28. Januar 2019

Ende Kernsperrfrist am 01.02., Startgabe Wirtschaftsdünger

Eine organische Düngung sollte so früh wie möglich erfolgen, da bei kühlen Temperaturen und strahlungsärmeren Verhältnissen der N-Verlust geringer ist. Die Gerstenbestände konnten sich durch hohe Rest-Nmin-Gehalte im Herbst üppig entwickeln. Es muss auf die Bestandesdichte geachtet werden, um die Konkurrenz um Wasser nicht unnötig zu verschärfen. Bei erfolgter org. Düngung kann hier die min. Startgabe auch unterbleiben. Bei der Andüngung muss auf den Bodenzustand geachtet werden (DüV§5). Es besteht ein Ausbringungsverbot auf überschwemmten, wassergesättigten, schneebedeckten und gefrorenen Böden. Letztere dürfen jedoch mit bis zu 60 kgN/ha gedüngt werden, wenn der Boden tagsüber aufnahmefähig wird, keine Abschwemmgefahr besteht und der Boden eine grüne Pflanzendecke trägt oder es sich um Grünland handelt.

P. Pfister, AGLW, 06623-933207

 


Beitrag vom 14. Januar 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Dokumentation von Pflanzenschutzmaßnahmen

Die Pflanzenschutzmaßnahmen eines jeden Jahres müssen spätestens zum 31.12. vollständig dokumentiert sein und mindestens drei Jahre aufbewahrt werden. Aufzuzeichnen sind: Bezeichnung des Mittels, Datum der Anwendung, verwendete Menge, behandelte Fläche, Kulturpflanze und Name des Anwenders. Aktualisieren Sie zudem jetzt in den Wintermonaten Ihre Bestandsliste im Pflanzenschutzmittellager; achten Sie darauf, dass die Pflanzenschutzmittel frostfrei und unzugänglich für Nichtbefugte gelagert sind. Sachkunde: Die Gültigkeit der Fortbildungsbescheinigung beträgt 3 Jahre: prüfen Sie daher, ob eine Anschlussschulung notwendig ist. Fortbildungstermine finden Sie auf der Homepage des LLH sowie im Hessenbauer.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 14. Januar 2019

Ende der Kernsperrfristen

Das Aufbringungsverbot von Festmist, festen Gärrückständen und Komposten endet am 15.01.2019. Für alle anderen Düngemittel mit wesentlichen N-Gehalten, wie Gülle endet die Sperrfrist am 31.01.2019. Auch darüber hinaus gilt: Die Aufbringung auf überschwemmten, wassergesättigtem, schneebedecktem oder gefrorenem Boden ist verboten. Eine Aufbringung ist dann zulässig, wenn der Boden durch Auftauen aufnahmefähig wird, keine Abschwemmgefahr besteht, eine Pflanzendecke existiert und Bodenverdichtungen vermieden werden. Maximal dürfen dann 60 kg Ges.-N/ ha ausgebracht werden, diese Grenze gilt aber nicht für Festmist, feste Gärrückstände und Komposte.

R. Jacob, FD LäRa, 066621-87-2233

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Beitrag vom 07. Januar 2019

Witterung Anbaujahr 2017/2018

Das Anbaujahr 2017/2018 war gezeichnet von Wetterextremen. Die Aussaat 2017 erfolgte unter sehr nassen Bedingungen, was besonders die Wurzelbildung des Rapses hemmte. Der Wintereinbruch kam im Februar/März 2018 mit einer Durchschnittstemperatur von -2,0°C. Dies tat dem wassergesättigten Boden gut. Den anschließenden rasanten Temperaturanstieg Ende März / Anfang April (Durchschnittstemperatur April: 12,5°C, Max. Temperatur: 29°C) brachte dann einen schlagartigen Vegetationsbeginn. Dieser Temperaturumschwung belastete die gestressten Rapsbestände oft zusätzlich (Knospenwelke, Käferzuflug). Zunächst gute Startbedingungen für die Maisaussaat, da ab der zweiten Aprilwoche die Bodentemperatur in 5cm Tiefe schon mehr als 9°C betrug, der Frost die Bodengare förderte und der Boden noch Wasser enthielt. Anschließend begann dann die Trockenheit. Der Juli, im Durchschnitt der letzten 25 Jahre der niederschlagreichste Monat mit rund 90 mm Regen, brachte lediglich 15 mm Niederschlag (in 2017 waren es 160 mm). Mancherorts waren es weniger, da vereinzelte Gewitter stark lokal begrenzt waren und zum Teil unwetterartig ausfielen. Die Trockenheit zog sich bis Oktober/November hin, sodass wir auf eine Jahresniederschlagssumme von 382 mm kommen (durchschnittlicher Jahresniederschlag (1990-2016) 726 mm). Zwischenfrüchte und Raps liefen nur zögerlich auf. In den letzten Wochen konnten sich jedoch einige Bestände nach den erfolgten Niederschlägen deutlich erholen. Die hohen Herbst-Nmin-Werte kann man v. a. in den Gerstenbeständen sehen. Die Wetterdaten beziehen sich auf die Wetterstation der AGLW in Niedergude.

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

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Beitrag vom 07. Januar 2019

Hohe Nmin-Werte Herbst/Winter 2018

Die Trockenheit in diesem Jahr hat dazu geführt, dass das Bodenleben (Edaphon) auf ein Minimum reduziert war. Folglich konnte keine oder nur zögerlich eine Umsetzung der organischen Substanz erfolgen. Der „Mineralisationsstau“ und der leicht verfügbare Stickstoff (Düngung) führten so nach Befeuchtung des Bodens zu einer explosionsartigen Vermehrung und Wachstum des Bodenlebens und so zu einer raschen Um- und Freisetzung von Stickstoff („Priming-Effekt“). Da der Regen relativ spät kam, konnte dieser N nicht mehr umfänglich von der Nachfolgekultur aufgenommen werden. Dennoch zeigen diese Werte, welches Potenzial in den Böden steckt und was während der Vegetation in „normalen“ Jahren mineralisiert und aufgenommen wird.

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

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Beitrag vom 07. Januar 2019

Landwirtschaftliche Hinweise zur Sortenwahl beim Silomais

Ertrags- und Qualitätsunterschiede machen in der Fütterung schnell ein Vielfaches von Frühbezugsrabatten aus. Der Wuchstyp z.B., entscheidet über die optimale Bestandsdichte u. die Saatgutkosten: massenwüchsige Sorten benötigen für eine optimale Ertragsbildung i. d. R. eine 15 -20% geringere Bestandsdichte im Vgl. zu kleinwüchsigen Sorten. In der Milchviehfütterung ist neben Gesamtertrag die Energiekonzentration u. der Anteil enzym-löslicher organischer Substanz (ELOS) von großer Bedeutung. In stärkereiche Rationen passen eher Sorten mit überdurchschnittl. Energiekonzentration u. unterdurchschnittlichen Stärkeanteil. Zur Biogaserzeugung sind alle guten Silomaissorten geeignet; der GTM-Ertrag/ha steht im Vordergrund; bei gleicher GTM-Leistung sind Sorten mit hoher Energie-konzentration gefragt. Es lohnt daher, die neutralen Ergebnisse der Landessortenversuche (llh.hessen.de) zu berücksichtigen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 17. Dezember 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zum Wildverbiss an Winterungen

Der Schnee lässt zwar noch auf sich warten, dennoch muss man in gefährdeten Lagen rechtzeitig an mögliche Schäden durch Wildverbiss denken. Besonders in Wintern mit langen Frostphasen und langer Schneelage treten Wildschäden an Winterungen auf.

Im Raps unterscheidet man zwischen Schäden durch Blattfraß und dem Verbiss am Vegetationskegel. Raps hat grundsätzlich ein sehr hohes Regenerationsvermögen; reiner Blattfraß, der Verluste von ca. 60-70 % zur Folge hat, kann von der Pflanze meist problemlos kompensiert werden. Wird jedoch Verbiss am Vegetationskegel festgestellt, muss dies wesentlich kritischer betrachtet werden. Wurde der Vegetationskegel stark geschädigt bzw. komplett abgebissen, reagiert die Pflanze meist mit verstärkter Seitentriebbildung; der Ertrag des fehlenden Haupttriebes kann durch die Seitentriebe i. d. R. allerdings nicht kompensiert werden. Die Blütenanlagen dieser Nebentriebe sind zudem deutlich schwächer als die des Haupttriebes; hinzu kommen eine ungleichmäßige Blüte und Abreife. Bei der Bewertung des Schadens gehen die Meinungen zwischen Landwirt und Jagdpächter oft auseinander; für eine objektive Beurteilung ist das Aufstellen von Drahtkäfigen (z.B. Metallgestelle von 1000 l Shutteln) hilfreich. Sicher im Boden verankert dienen sie als Zeigerflächen! Einfacher und schneller geht`s, wenn man Kartoffelkörbe aus Draht auf den Kopf stellt, und sie mit Zeltheringen ausreichend sichert.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 20. November 2018

Festmistlagerung und -ausbringung

Die Sperrfrist für Festmist von Klauen- und Huftieren besteht vom 15.12-15.01. Diese Art von Festmist darf in jeder Kultur ausgebracht werden. Die Ausbringung von Festmist sollte so spät wie möglich erfolgen, da der Ammoniumanteil bei milder Witterung zu Nitrat umgewandelt wird und so die Auswaschungsgefahr steigt. Die Frühjahresausbringung ist der Herbstausbringung zu bevorzugen. Eine Lagerung am Feldrand (nur nach 3 Wochen Vorrotte) ist unter Berücksichtigung ortsbezogener Vorgaben (WSG, NSG, etc.) und Auflagen möglich. Es sollte eine zeitnahe Ausbringung erfolgen (max. 6 Monate Lagerdauer). Separierte Güllen gelten nicht als Festmist! Keine Ausbringung auf ganztags gefrorenen, schneebedeckten oder wassergesättigten Böden.

AGLW, Ph. Pfister, 06623-933207

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Beitrag vom 20. November 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zur Einwinterung der Pflanzenschutzspritze und Termine

Vor Einwinterung der PS-Spritze eine gründliche Innen- und Außenreinigung durchführen; diese nur auf dem Feld durchführen – keinesfalls auf versiegelten Flächen! Jegliche Einträge von PSM in Kanal- oder Oberflächengewässer sind auszuschließen! Für eine ausreichende Winterfestigkeit alle flüssigkeitsführenden Bauteile restlos entleeren! Einfacher und schneller geht es, wenn das Gerät stattdessen mit Kühler-Frostschutzmittel befüllt wird. Bei laufender Pumpe einige Liter einer Mischung aus Frostschutzmittel + Wasser (Konzentration laut Gebrauchsanleitung) in den leeren Behälter geben und durch Betätigen aller Schaltventile in alle Leitungen fördern. Im Frühjahr die Mischung beim Ablassen auffangen und im Herbst wieder verwenden. Denken Sie auch an die vorschriftsmäßige und frostfreie Lagerung der PSM! Termine Sachkundefortbildung: 12.12. 17°° Berneburg; 13.12. 10°° Niederaula; 17.12. 17°° Eiterfeld; Anmeldungen erforderlich unter 0561/7299-333.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 05. November 2018

Herbizide im Raps zum Vegetationsende

Ungräser, die erst nach einer Behandlung mit blattaktiven Gräserherbiziden aufgelaufen sind, können mit einem bodenwirksamen Präparat (Kerb Flo, Groove, Cohort o.a.) zum Vegetationsende hin bekämpft werden; Voraussetzung: dauerhafte Temperaturen < 10° C; Behandlung jetzt also noch schieben! Alternativ kann Milestone mit 1,5 l/ha eingesetzt werden; neben Ungräsern werden zudem noch verbliebene Kamille, Kornblume, Mohn u. Leguminosen erfasst. Wurde bereits Runway vorgelegt, ist ein Einsatz von Milestone nicht möglich.

Terminhinweise Sachkundefortbildung:

27. 11., 17°° Uhr in Niederthalhausen;

12.12., 17°° Uhr in Berneburg;

13.12., 10°° Uhr in Niederaula;

17.12., 17°° Uhr in Eiterfeld

Anmeldungen erforderlich unter 0561/7299-333!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 05. November 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zur Grünlandpflege

Viele Grünlandflächen haben in den zurückliegenden Monaten unter der anhaltenden Trockenheit gelitten. Oftmals sind die Flächen nur 1-2 Mal genutzt worden; überständiges Gras aber auch nennenswerten frischen Aufwuchs mähen ggf. mulchen, damit die Grasnarbe für eine optimale Überwinterung mit einer Wuchshöhe von ca. 7 – 10 cm in die Vegetationsruhe geht. Gräser lagern im Herbst Reservestoffe in die Wurzel – bzw. Stoppelzone ein; frostempfindliche u. auswinterungs-anfällige Arten sind für die Überwinterung auf die Bildung von Reservestoffen angewiesen. Daher In den letzten Wochen nicht genutzte Flächen noch nutzen, auch wenn der Aufwuchs für eine Mahd nicht lohnenswert erscheint; zudem üppige Geilstellen mulchen, da diese Flächen eine gute Deckung für Feldmäuse bieten und zur Verpilzung neigen u. treiben im Frühjahr verzögert aus.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 19. Oktober 2018

Kernsperrfrist für Festmist und Kompost

Für Festmist von Huf- und Klauentieren und Kompost besteht laut Düngeverordnung (DÜV) ein Ausbringverbot vom 15.12. des Jahres bis 15.01. des Folgejahres. Außerhalb des Verbotszeitraumes darf zu allen Kulturen gedüngt werden. Auf schneebedeckten, gefrorenen oder wassergesättigten Böden darf Festmist und Kompost nicht aufgebracht werden, sofern mehr als 0,5 % P2O5 oder 1,5% N (wesentliche Nährstoffgehalte) darin enthalten ist. Bei gefrorenem, jedoch tagsüber auftauendem Boden darf der organische Dünger eingesetzt werden. Eine Einarbeitung auf unbestelltem Ackerland muss nicht erfolgen.

R. Jacob, Fachdienst Ländlicher Raum Bad Hersfeld, Tel.: 06621-87-2233

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Beitrag vom 15. Oktober 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zum Getreide

Viele Wintergetreidesaaten sind zügig aufgelaufen bzw. spitzen. Bodenherbizide sind ein wichtiger Baustein im Resistenzmanagement bei der Bekämpfung von Gräsern. Sie müssen zum optimalen Zeitpunkt, d.h. bei feuchten Bodenbedingungen möglichst im VA bzw. frühen NA eingesetzt werden. Aufgrund der erneuten Trockenheit sind die Voraussetzungen für hohe Wirkungsgrade nicht optimal; Behandlungen dennoch früh morgens (ggf. im Nebel) o. spät abends fahren. Sind bereits Gräser aufgelaufen, blattaktiven Wirkstoff (CTU) zumischen. Axial und Traxos/Sword ggf. für Nachbehandlungen im Frühjahr vorsehen.
Aufgelaufene Gerste in der Mittagssonne auf Blattläuse kontrollieren – Läuse dann als Schatten auf den Blättern zu sehen; Bekämpfungsschwelle: 10 % befallene Pflanzen. Pyrethroide nicht prophylaktisch zum Herbizid zumischen; sofern notwendig im 2-3 Blattstadium einsetzen.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 15. Oktober 2018

Mangandüngung zu Getreide

Vor allem Gerste besitzt einen hohen Manganbedarf. Ein Mangel zeigt sich durch blass- bis hellgrüne Färbung der Blätter, häufig sind die verdichteten Fahrspuren deutlich grüner (Mn wird unter sauren, sauerstoffarmen Bedingungen gelöst). Mn erhöht die Winterfestigkeit, die Widerstandskraft gegen Krankheiten und fördert die Photosynthese. Auch Kupfer steigert die Winterhärte durch Stärkung der Zellwände und enzymatischen Aktivitäten im Zellstoffwechsel. Ab dem vierten Blatt Düngen: 250 g Mangan/ha (Gerste, 150-200 g andere Wintergetreiden); 50 g Bor/ha; 30 g Kupfer/ha. Sollten geringe Mengen Stickstoff in der Formulierung sein (z. B. Mangannitrat), so fällt dies nicht unter die Regelung der DüV.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623-933207

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Beitrag vom 08. Oktober 2018

Nmin-Bodenprobenentnahme 2018

Ab dem 15.10.18 werden im Auftrag der AGLW in Wasserschutzgebieten wieder Bodenproben genommen (Nmin, z.T. Grundnährstoffe, C/N-Verhältnis, Schlämmanalysen). Zum Schutz ihrer Trinkwasservorkommen unterstützen die Kommunen Alheim, Cornberg, Eiterfeld, Friedewald, Hauneck, Heringen, Herleshausen, Hohenroda, Kirchheim, Neuenstein, Niederaula, Philippsthal, Ringgau, Ronshausen, Rotenburg a.d.F. und Schenklengsfeld ihre Landwirte über das Beratungsangebot der AGLW seit Jahren erfolgreich. Nmin-Werte im Herbst geben Auskunft über die N-Ausnutzung der Kulturen. Da in diesem Jahr durch die Trockenheit die N-Aufnahme der Pflanzen und somit die N-Abfuhr geringer waren, ist mit höheren Nmin-Werten als im letzten Jahr zu rechnen.

AGLW, Ph. Pfister,Tel.:06623-933207

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Beitrag vom 24. September 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zur Situation im Raps

Nach den Niederschlägen vom vergangenen Sonntag wird, vorausgesetzt er ist nicht vertrocknet, der Raps, aber auch Unkräuter, auflaufen. Wurde in relativ gleichmäßig entwickelten Beständen noch kein Herbizid eingesetzt, dieses bei Wiederbefahrbarkeit einplanen; feuchten Boden nutzen, um die Wirkungsgrade der Bodenherbizide zu sichern. Ist nicht klar ob sich der Raps etabliert und über den Winter stehen bleibt, Herbizideinsatz weiter hinauszögern, bis der Raps komplett aufgelaufen ist; dann, nach der Entscheidung – bleibt stehen, oder doch Umbruch –, handeln. Vorteil: Bestandsentwicklung/Feldaufgänge lassen sich sicherer bewerten. Nachteil: Im NA lassen sich Storchschnabel o. Hirtentäschel nur noch bedingt regulieren. Strategie: Nach Auflauf von Raps u. Unkräutern Kombination aus blatt- und bodenwirksamen Herbiziden z.B. Fuego Top o. Butisan Kombi + Runway einsetzen; Variante für Bestände nutzen, die z. Zt. Feldaufgänge < 30% aufweisen. Wird/wurde in kritischen Beständen bereits ein Herbizid eingesetzt, ist ggf. bei einem Umbruch der Nachbau der jeweiligen Folgekultur genau zu prüfen! In Mulchsaaten wird jetzt verstärkt Ausfallgetreide auflaufen; um den Konkurrenzdruck zu nehmen, blattaktives Gräsermittel einsetzen, ggf. mit dem Herbizid kombinieren. Ausfallgetreide zieht zu dem  Blattläuse an; diese wiederum sind Überträger des Wasserrübenvergilbungsvirus. Einige Flächen weisen stärkeren Befall durch Erdfloh auf.  I.d.R. liegt der Schaden noch unter der Schadschwelle von 10% befallener Blattfläche; Bestände weiter regelmäßig kontrollieren.

(Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736)

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Beitrag vom 10. September 2018

Kernsperrfristen einhalten

Auf Ackerland darf nach Ernte der Hauptfrucht bis zum 31.1. kein Stickstoff (N) mehr gedüngt werden. Allerdings gibt es Ausnahmen: Zu Zwischenfrüchten, Winterraps und Feldfutter ist die N-Düngung bis zum 1.10 erlaubt, wenn die Aussaat bis zum 15.9. erfolgte. Das gilt auch für W.-Gerste nach Getreidevorfrucht bei einer Aussaat bis zum 1.10.. Auf Grünland, Dauergrünland und bei mehrjährigem Feldfutterbau gilt das N-Düngeverbot vom 1.11. bis 31.1.. Festmist und Kompost dürfen nicht vom 15.12. bis zum 15.1. gedüngt werden.

R. Jacob, Fachdienst Ländlicher Raum Bad Hersfeld, Tel.: 06621-87-2233

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Beitrag vom 10. September 2018

Landwirtschaftliche Hinweise bei Verzicht Rapsanbau, Greening

In Folge der Trockenheit wird z.T. auf die Aussaat von Winterraps verzichtet; dennoch müssen die Greeningauflagen beachtet werden: mind. 2 verschiedene Kulturen bei Ackerland zwischen 10 – 30 ha (Hauptkultur darf max. 75 % dieses Ackerlands betragen). Werden mehr als 30 ha bewirtschaftet, müssen mind. 3 verschiedene Kulturen angebaut werden (Hauptkultur max. 75 %, die beiden größten Kulturen zusammen max. 95 % der Ackerfläche). Betriebe die im Rahmen vom HALM die 5 – feldrige Fruchtfolge anbauen, müssen beim Anbauverzicht von Raps darauf achten, dass eine alternative Kultur gewährleistet, dass der Getreideanteil von 66% i.d. Fruchtfolge nicht überschritten wird!
Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 27. August 2018

Sortenempfehlung und Ergebnisse Landessortenversuche Wintergerste

Die Ergebnisse aus den LSVs über mehrere Jahre ermöglichen eine sichere Beurteilung. Anbaurelevante Eigenschaften sind: Ertrag, Winterhärte, Resistenz-/Toleranzeigenschaften, Standfestigkeit, Strohstabilität sowie das hl-Gewicht. KWS Meridian zeichnet sich durch Ertragskonstanz aus (hoher Marktwareanteile). Mängel in Strohstabilität und Blattgesundheit können durch Pflanzenschutz kompensiert werden. SU Ellen (früh abreifend, doppelresistent) weist stärkere Ertragsschwankungen zwischen den Jahren auf. Die Lagerneigung ist geringer, die Anfälligkeit zu Ährenknicken und Zwergrost jedoch höher. Ertraglich im Mittelfeld und eingeschränkt empfehlenswert sind Quadriga, Wootan (H), Bazooka (H) und Joker. Quadriga besitzt gute Blattgesundheit, Strohstabilität sowie ein überdurchschnittliches hl-Gewicht. Wootan hat einen hohen Marktwarenanteil und ein mittleres bis hohes hl-Gewicht, schwächelt allerdings in der Strohstabilität. Bazooka punktet bei Strohstabilität, TKM und geringerer Neigung zum Ährenknicken, weist aber eine höhere Mehltauanfälligkeit auf. Im zweizeiligen Sortiment sind California, Sandra und KWS Infinity zu empfehlen. Bei California ist die spätere Abreife, bei Infinity die Mehltauanfälligkeit und bei Sandra die stärkere Auswinterungsgefährdung zu beachten. Vorläufig zu empfehlen sind Toreroo (H), Lucienne und KWS Higgens. Toreroo besitzt eine gute Blattgesundheit, geringere Lagerneigung, hohe TKM und mittleres hl-Gewicht. Lucienne weist einen hohen Vollgerstenanteil und ein hohes hl-Gewicht auf (beide hohe Marktwarenanteile). KWS Higgins besitzt geringere Lagerneigung und gute Ertragsleistung (vergleichbar mit Meridian), ist jedoch anfälliger für Zwergrost

Lars Klingebiel, LLH, 06621 922841

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Beitrag vom 20. August 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zur Raps- und Zwischenfruchtsaat

Ausgetrocknete Böden und die fehlende Aussicht auf nennenswerten Regen lassen derzeit keine vernünftige Planung der Rapssaat zu. Meist ist es sinnvoll, den Witterungsverlauf bis zum Ende des möglichen Aussaatfensters abzuwarten und dann zu entscheiden, auf eine risokobehaftete Aussaat zu verzichten. Aspekte, wie z.B. der einer schlechten Herbizidwirkung der Bodenherbizide, Nachbauprobleme bei einem vorzeitigen Umbruch u.a., sind mit ins Kalkül zu ziehen. Die Tageslängen werden unabhängig von der Witterung kürzer: ein Tag im Juli entspricht einer Woche im August sowie dem ganzen Monat September. In der Regel gilt deshalb, je nach Standort, in unserer Region der Zeitraum der  letzten Augustdekade bis zur ersten Septemberwoche als optimales Aussaatzeitfenster für den Winterraps. Späte Saaten im September können gelingen, wenn in den folgenden Wochen neben ausreichenden Niederschlägen auch die Temperaturen mitspielen und die jungen Pflanzen im Wachstum nicht ausbremsen. Zwischenfrüchte aussäen? Bodenfeuchte braucht es natürlich auch für eine sichere Aussaat der Zwischenfrüchte. Für späte Saaten im September sind am ehesten (greeningfähige) Arten wir z.B.: Buchweizen, Phacelia, Inkarnatklee, Winterwicke, Rauhafer, Welsches Weidelgras, Sereptasenf, Weißer Senf, Ölrettich und Raps geeignet. Ein greeningfähiges Gemenge aus Welschem Weidelgras plus Inkarnatklee lässt sich z.B. bis Mitte September aussäen, ist winterfest und liefert nach dem Winter (April-Mai) ggf. Futter.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 13. August 2018

Herbstdüngung zu Winterraps

Durch Niederschlag zum Ende letzter Woche sollte nun das Ausfallgetreide auflaufen. Die Saatbettbereitung kann weiter gehen. Frühsaaten sollten vermieden werden, da für die nächsten Tage wieder trockene Bedingungen prognostiziert werden und so die Gefahr der Austrocknung besteht. Es gilt wie immer: Saatbett geht vor Saatzeit! Die Trockengare des Bodens (zügige Durchwurzelung möglich) und die hohe N-Verfügbarkeit bei Wiederbefeuchtung (ausreichend für Raps und Strohrotte) lassen eine rasche Jugendentwicklung zu. Bei Saatterminen ab September sollte die Aussaatstärke leicht erhöht werden (Hybride: 50-55 Kö/m²). Eine zusätzlichen Düngung (hohes N-Potenzial im Boden!) ist nicht nötig. Sollte dennoch Wirtschaftsdünger ausgebracht werden, ist dieser im Frühjahr zu berücksichtigen.

Ph. Pfister, AGLW, 06623-933207

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Beitrag vom 05. August 2018

Rapssorten und Anbau

Für die Rapsaussaat steht die Sortenentscheidung bevor. Bei den Liniensorten gibt es seit 2013 keine Neuzulassungen. Als einzige Liniensorte ist Arabella noch zu empfehlen. Unter den Hybriden haben Avatar, DK Exstorm, Penn und Comfort nach drei oder mehrjähriger Prüfung ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Zu empfehlen unter normalen Saatbedingungen sind die Sorten Avatar, DK Exstorm, Arazzo, Penn, Arabella. Attletick zur Probe. Auf schwer durchwurzelbaren, kalten Böden Marathon, Alvaro, Nimbus, Comfort, Bender. Zur Probe Exception, Trezzor, Hattrick. Auf leichten und trockenen Standorten eignen sich DK Exstorm, Alvaro, Nimbus, Arazzo, Arabella, Penn, Comfort. Exception zur Probe. Für Güllebetriebe sind Marathon, Avatar, Penn, Arabella zu empfehlen. Frühsaatgeeignet sind DK Exstorm, Arazzo und Arabella. Die Sorten Avatar, Alvaro und Attletick zeichnen sich durch gute Druschfähigkeit und frühe Reife aus. Etwas später reifen Comfort, DK Exstorm und Penn ab. Die Sorten mit einer rassetypischen Kohlhernieresistenz, Mentor und Menhir, erreichten im Mittel über die geprüften Jahre nur eine unterdurchschnittliche Bereinigte Marktleistung. Ein Anbau kohlhernieresistenter Sorten wird nur für Befallsstandorte empfohlen. Gleichzeitig sollten alle Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung des Erregers einzuschränken, das heißt Feldhygiene, eine weitgestellte Fruchtfolge, ein späterer Saattermin, sowie eine Kalkung. Saatstärken zwischen 35 – 45 Körnern/m² bei den Hybriden und 45 – 55 Körnern/m² bei den Liniensorten haben sich bewährt. Auf eine exakte Tiefenablage von 1 2 cm ist zu achten. Eine gute Saatbettqualität ist wichtiger als der Termin, auch spätere Saaten Ende August und Anfang September bringen Höchsterträge.

Lars Klingebiel, LLH, 06621 922841

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Beitrag vom 27. Juli 2018 

Mit erhöhtem N-Vorrat im Boden rechnen

Die Trockenheit und hohe Strahlungsintensität der letzten Wochen führte zu einer frühen Ernte und unterdurchschnittlichen Erträgen. Der gedüngte Stickstoff konnte meist nicht komplett von den Pflanzen aufgenommen werden, sodass ein nicht unwesentlicher Teil im Boden verbleibt (schlechte N-Effizienz). Die organische Substanz im Boden (org. Düngung + Erntereste) wird bei der Witterung nur unzureichend mineralisiert. Makroaggregate im Boden brechen auf und die darin enthaltene org. Substanz ist leicht zugänglich. Setzt nun durch Regen eine Wiederbefeuchtung ein, führen diese Bedingungen (leichtabbaubare org. S. und hohe N-Verfügbarkeit) zu einer exponentiellen Steigerung der mikrobiellen Aktivität und so zu einer erhöhten N-Freisetzung. Es ist also mit höheren Nmin-Gehalten im Herbst zu rechnen. Von einer zusätzlichen Düngung zu Wintergerste ist abzuraten.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.:06623-933207

 


Beitrag vom 27. Juli 2018 

Änderung bei den ökologischen Vorrangflächen (Zwischenfrüchte)

Bis zum 01. Oktober 2018 besteht noch die Möglichkeit, Änderungen bei den für das Jahr 2018 beantragten ökologischen Vorrangflächen vorzunehmen. Dies betrifft allerdings ausschließlich die Aussaat von Zwischenfrüchten mit einer Kulturpflanzenmischung. Sofern insbesondere aus witterungsbedingten Gründen die Zwischenfrüchte auf anderen Schlägen angebaut werden sollen, als dies ursprünglich geplant und im diesjährigen Flächenantrag angegeben war, kann bis zum vorgenannten Termin noch ein entsprechender Änderungsantrag gestellt werden. Darin sind sowohl die bisher vorgesehenen als auch die stattdessen gewählten Schläge zu benennen.

Die Formulare (Antrag auf Modifikation) sind auf dem USB-Stick HELENA enthalten bzw. im Fachdienst Ländlicher Raum unter Tel.: 06621/87-2221 oder -2255 bestellbar.

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Beitrag vom 23. Juli 2018 

Hinweise zum Belüften von Getreide

Die Ernte läuft bei hochsommerlichen Temperaturen. Warm eingelagertes Erntegut muss im Ziel zügig auf eine Lagertemperatur von 13-15° C abgekühlt werden – für eine dauerhafte Lagerung über Winter sind Temperaturen unter 10° C im Lager erforderlich! In den Sommermonaten sind letztere Werte nur mit Kühlaggregaten zu erreichen. Hintergrund des Wertes: bei Temperaturen < 10° C werden Atmungsverluste der Körner weitestgehend reduziert; Kornkäfer und andere mögliche Schädlinge stellen ihre Aktivität ein. Beim Belüften des Getreides sind folgende Faustregeln zu beachten: Ist die Belüftungsluft mindestens 5 Grad kälter als das Getreide, kann immer belüftet werden (unabhängig von der rel. Feuchte der Außenluft) – sofern das Getreide nicht trockener als 15,5 % ist. Will man ganz sichergehen, sollte die Luft besser 7 Grad kälter als das Getreide, sofern dies nicht trockener als 14 % ist, sein. Belüftungsfehler sind dann ausgeschlossen.

Karl Heinrich Claus, LLH HEF/FD, 0160 90725736

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Beitrag vom 23. Juli 2018

Hinweise zur Kalkung

Eine bedarfsgerechte Kalkversorgung sichert durch Wirkung auf Bodenstruktur, Bodenfruchtbarkeit, Nährstoffverfügbarkeit und Pflanzenwachstum die Ertragsfähigkeit der Böden. Jedes Jahr verliert der Ackerboden ca. 500 kg CaO/ha (entspricht ca. 900 kg CaCO3) durch Auswaschung und Säureneutralisation. Die Kalkung auf die Stoppel unmittelbar nach der Ernte bietet sich daher an. Der Kalkbedarf steht in Ihren Bodenuntersuchungen: sind hohe Kalkmengen notwendig, sollten auf leichten Böden in einer Gabe max. 15 dt/ha, auf mittleren Böden max. 30 dt/ha und auf schweren Böden nicht mehr als 50 dt CaO/ha ausgebracht werden.

Karl Heinrich Claus, LLH HEF/FD, 0160 90725736

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Beitrag vom 09. Juli 2018

Nach der Rapsernte Ausfallraps bekämpfen

Nach der Ernte des Rapses ist besondere Sorgfalt bei der Bekämpfung von Ausfallraps geboten. Selbst bei guten Bedingungen und guter Erntetechnik beziffert sich der Verlust durchschnittlich auf 40 kg/ha. Das sind rund 1000 Körner pro m²! Dieses Samenpotenzial muss weitestgehend zur Keimung gebracht werden, um Durchwuchsraps zu minimieren. Rapsdurchwuchs vermindert den Ertrag durch Erhöhung der Bestandesdichte und geringerer Ertragsleistung vor allem bei aufspaltenden Hybridsorten. Nach der Ernte sollte erst einmal abgewartet werden bis die 1. Welle in der Strohschicht aufgelaufen ist (ca. 4 Wochen). In der Regel reicht die Feuchtigkeit durch Taubildung aus. Danach sollte eine flache Bearbeitung (mit Wiesenschleppe, Striegel, Mulcher) vorgenommen werden um weitere Samen in Keimlage zu bringen (Dormanzbrechung). In jedem Falle sollte eine zu tiefe Bearbeitung (> 3 cm) unterlassen werden. Ziel: Dormanz brechen und Überdauern durch „Vergraben“ verhindern (sekundäre Keimruhe)! Die Bekämpfung des Ausfallrapses sollte aus phytosanitären Gründen bis zum 3-Blatt-Stadium erfolgen bzw. spätestens nach 4 Wochen um den Vermehrungszyklus der Kohlhernie zu unterbrechen.

AGLW, Ph. Pfister, Tel.:06623-933207

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Beitrag vom 09. Juli 2018

Anbau Zwischenfrüchte

Von Vorteil ist eine Aussaat zügig nach der Ernte um den Zwischenfrüchten die Möglichkeit zu geben das Ausfallgetreide zu überwachsen und zur Keimung die Restfeuchte des Bodens zu nutzen (besonders beim Anbau vor Winterkulturen). Kommt es zu Verzögerungen bei der Aussaat durch Arbeitsspitzen oder Trockenheit, sollte bis zum Auflaufen des Ausfallgetreides gewartet werden um dieses dann zur Aussaat zu bekämpfen. Die positiven Effekte der Zwischenfrucht (Bodenbedeckung, Nährstoffspeicher, Durchwurzelung, Humusaufbau, etc.) kommen verstärkt bei Mischungen zum Tragen. Bei verschiedenen Korngrößen besitzt vor allem die Drillsaat Vorteile (v.a. bei Dunkelkeimern wie Phacelia u. Ramtill). Bei vorzeitiger Samenreife durch frühe Aussaat (Sortenwahl!) oder Stress sollte die Samenbildung durch mechanische Maßnahmen (z.B. Walzen) verhindert werden.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623-933207

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Beitrag vom 09. Juli 2018

Vorzeitige Ernte von Leguminosen

Großkörnige stickstoffbindende Pflanzen (Leguminosen), die als ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) ausgewiesen wurden, müssen sich mindestens bis zum 15. August auf der Fläche befinden. Ausnahmsweise darf eine Ernte der Leguminosen vor diesem Stichtag stattfinden, wenn bereits die Erntereife eingetreten ist. Allerdings muss in diesen Fällen eine schriftliche Mitteilung an die Bewilligungsstelle spätestens 3 Tage vor dem beabsichtigten Erntetermin erfolgen. Betroffen von dieser Regelung sind insbesondere Ackerbohnen, Erbsen und Lupinen. Kleinkörnige Leguminosen (Klee, Luzerne) müssen sich bis zum 31. August auf der Fläche befinden, allerdings darf jederzeit eine Futternutzung stattfinden.

Weitere Informationen sind erhältlich im Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19, Bad Hersfeld , Tel.: 06621/87-2221.

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Beitrag vom 02. Juli 2018

Trockenheit schwächt das Grünland

Die hohen Temperaturen und vor allem die geringen Niederschläge haben in vielen Regionen Hessens auch im Grünland deutliche Spuren hinterlassen. Der erste Grasschnitt konnte überall noch unter günstigen Bedingungen und mit guten Erträgen geerntet werden. Doch bereits der zweite Aufwuchs litt in vielen Regionen Hessens massiv unter der Trockenheit, denn die Grasbestände waren überwiegend nur dürftig entwickelt. Betroffen sind vor allem flachgründige, leichte Böden und Südhanglagen. Die durch Trockenheit entstandenen Lücken in der Grünlandnarbe sollten möglichst noch im Sommer, spätestens aber im Herbst durch eine Nachsaat geschlossen werden. Ansonsten können sich Unkräuter und Ungräser schnell in den lückigen Beständen ausbreiten. Empfohlen wird dafür die Standardmischung GV. (weiteres zur Sortenwahl: llh.hessen.de)

Dr. Anna Techow, LLH, 06621-9228699

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Beitrag vom 25. Juni 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zum Vorratsschutz

Vorratsschädlinge wie Kornkäfer, Motten oder Milben verursachen in lagerndem Getreide erhebliche Schäden und Qualitätsverluste. Um dem Vorzubeugen, vor der Einlagerung der neuen Ernte besonders Ritzen, Ecken u. Fugen der Läger mit Kehrbesen und Industriestaubsauger gründlich reinigen. Vorhandenes Altgetreide nicht mit der neuen Ernte vermischen, sondern so lagern, dass es als erstes verfüttert, bzw. auslagert werden kann. Eine zusätzliche chemische Behandlung der leeren Speicherräume schafft letzte Sicherheit vor Schädlingen: Bei der Behandlung der Lagerräume sind alle Flächen, Ritzen und Winkel sowie die benutzten Maschinen und Geräte gründlich zu benetzen. Zugelassen für die Bekämpfung von Vorratsschädlingen in Leerräumen ist K‐Obiol EC 25; befallenes Getreide kann auch beim Umlagern mit diesem Produkt behandelt werden. Anwendungshinweise beachten!

LLH HEF/FD; Karl-Heinrich Claus; 0160 90725736

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Beitrag vom 25. Juni 2018

Pflegeverpflichtung auf Brachflächen

Brachliegende bzw. stillgelegte Acker- oder Dauergrünlandflächen müssen mindestens einmal jährlich ab dem 01. Juli gemulcht oder gemäht werden, damit sie in einem guten landwirtschaftlichen Zustand verbleiben. Werden die Flächen gemäht, muss das Mähgut entweder abgefahren oder zerkleinert und ganzflächig auf dem Schlag verteilt werden. Eine landwirtschaftliche Nutzung des Mähguts ist allerdings nur bei solchen Brachflächen möglich, die nicht als ökologische Vorrangflächen ausgewiesen sind. Falls keine entsprechenden Pflegemaßnahmen durchgeführt werden, verlieren die Flächen den Status der Förderfähigkeit für die Direktzahlungen (Basisprämie, Greening-Zahlung und Umverteilungsprämie).

Weitere Informationen sind erhältlich im Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19, Bad Hersfeld , Tel.: 06621/87-2221.

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Beitrag vom 11. Juni 2018

Hinweise zur Schädlings- und Krankheitsbekämpfung in Ackerbohnen / Erbsen u. Termin

In Ackerbohnen u. Erbsen auf Blattläuse achten – Wuchsdepressionen u. vorzeitiges Abwerfen der Blüten möglich! Bestände regelmäßig kontrollieren: AB: Schadschwelle: ca. 10 % befallene Pflanzen bzw. Beginn Koloniebildung. Ab Blühbeginn z.B. Pirimor 300 g/ha, Karate Zeon 75 ml/ha, Trafo WG 150 g/ha u.a. einsetzen. Auf intensive Benetzung achten – nicht während der Mittagshitze spritzen! In Erbsen sitzen Blattläuse überwiegend an noch eingerollten Blättern u. Blütenknospen, sind dadurch schwer zu finden. Schädigung durch Saugaktivität, führt zu Wuchsdepressionen, Abwerfen und Verkrüppeln der Hülsen. Schadensschwellen: ab Knospenbildung: 5-10 Läuse /Trieb; i. d. Blüte: 25 % befallene Pflanzen. Bekämpfung mit Pirimor 250-300 g/ha. Bei Befall mit Erbsenwickler steht u.a. Karate Zeon 75 ml/ha zur Verfügung. In AB sind die Schokoladenfleckenkrankheit u. der Bohnenrost relevant. Infektionsbedingungen z.Zt. aufgrund der warmen Witterung günstig.
Gegen Rost ist Folicur mit 1,0 l/ha zugelassen; tritt auch die Schokoladenkrankheit auf, ist die Kombination von 0,5 l/ha Ortiva u. 0,5 l/ha Folicur zu bevorzugen. In Erbsen kann gegen die Brennfleckenkrankheit Ortiva zum Blühende hin eingesetzt werden.
Sachkundefortbildung: 18. Juni, 16:30 Uhr Bebra-Solz; „Solzer Höhe“- Wasserhochbehälter (Koordinaten: 51.012439,9.887857); Anmeldung nur unter 0561/7299-333.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 01. Juni 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zum Fungizid- u. WR-Einsatz in So-Ge u, Hafer

Ertrag u. Qualität von So-Ge durch Fungizid zum Beginn des Grannenspitzens absichern; geringfügig reduzierte Aufwandmengen von z.B. Aviator Xpro + Fandango, Adexar, Credo + Cirkon, Amistar Opti + Gladio, o. InputXpro einsetzen. Azole, z.B. Opus Top, Gladio, Ampera o. Cerealo reichen bei geringerem Ertragsniveau aus. Hafererträge nur bei sehr hoher Ertragserwartung z.B. mit Juwel Top oder in der Blüte Osiris absichern. Cerone /Camposan in So-Ge max. bis BBCH 49 möglich; Einsatz wegen der trockenen Witterung überdenken. Im Hafer ist bis zum Schieben des Fahnenblattes (EC 37-39) CCC möglich. Mengen der Wachstumsregler bei trockenen Standort- u. Witterungsbedingungen anpassen. Zumischung eines Pyrethroides bei starkem Auftreten des Getreidehähnchens möglich.

Sachkundefortbildung 18.6., 16:30 Uhr in Bebra-Solz; Treffpkt.: Wasserhochbehälter „Solzer Höhe“. Anmeldungen: 0561/7299-333.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 907257369

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Beitrag vom 25. Mai 2018

Abschlussbehandlung Winterweizen

Winterweizen hat Ähre geschoben, bzw. schiebt sie. Die Bestände i.d.R. weiterhin sehr gesund (nur vereinzelt Gelbrost in anfälligen Sorten). Wurde bisher noch kein Fungizid eingesetzt, Abschlussbehandlung als klassische Ährenbehandlung durchführen (ca. 80% der Ähren sind geschoben): Rapsweizen z.B. Adexar; Amistar Opti + Gladio; Ascra Xpro; Champion + Diamant; Elatus Era, Skyway Xpro. Nach Vorlage eines Fungizids z.B.: Taspa + Folicur; Ampera; Matador 1,0 l/ha. Bei Weizen nach Mais o. Stoppelweizen Augenmerk der Behandlung auf Fusariumwirkung legen – Fungizid dann erst in die Blüte des Weizens applizieren (u.a. Ampera, Magnello, Osiris, Prosaro). Auf Blattläuse u. Hähnchen achten.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 18. Mai 2018

Mikro- und Makronährstoffe Mais:

Mittels der AGLW durchgeführten Blattanalysen im Mais (2009-2017) kann ein vermehrter Mangel der Nährstoffe Magnesium, Schwefel, Bor, Mangan und Zink nachgewiesen werden. Der S-Bedarf liegt bei ca. 15 kg S/ha und sollte möglichst früh kommen. Magnesiummangel tritt häufig bei hohen Kaliumgehalten im Boden auf. Aber auch hohe Ammoniumgaben verdrängen Mg an der Wurzel. Kennzeichnend sind perlschnurartige Chlorosen zwischen den Blattspreiten, die sich später rötlich-violett verfärben. Zinkmangel äußert sich in gestauchtem Wuchs (gehemmte Zellteilung) und durch sinkenden Chlorophyllgehalt (gestörte Stoffwechselprozesse) in Aufhellungen im unteren 2/3 des Blattes. Mangel tritt vor allem auf Böden mit einem pH-Wert > 7, geringer organische Düngung und hohem P-Gehalt im Boden auf. Bor fördert die Wurzelentwicklung, Korn- und Kolbenausbildung (steigert den Kolbenanteil). Mangan beeinflusst die Seitenwurzelbildung und die Photosynthese positiv. Empfehlung: Blattdüngung im 4-8 Blattstadium: Zn 400-500 g/ha, Mn 300-500 g/ha, B (eher im 4 Blattstadium düngen) 400-500 g/ha.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623-933207

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Beitrag vom 18. Mai 2018

Hohe N-Nachlieferung nach Rapsumbruch:

Der Raps stand in diesem Jahr vielerorts unter enormen Stress. Die mangelnde Wurzelentwicklung, vereinzelte Wechselfröste und der späte Vegetationsbeginn in Verbindung mit einem starken Temperaturanstieg führten auf vielen Schlägen zu einer schlechten Verzweigung und einer mangelhaften Blüte. Sollten einzelne Schläge umgebrochen wurden sein, ist auf den enormen N-Pool im Boden zu achten (Biomasse, Dünger-N, org. Dünger). Durch das hohe N-Nachlieferungspotenzial ist eine weitere N-Düngung in der Regel nicht mehr erforderlich.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623-933207

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Beitrag vom 14. Mai 2018

Spätdüngung zu Weizen

Winterweizen benötigt bis zum Ende des Schossens 2/3 seines N-Bedarfs. Das letzte Drittel sollte bis zur Blüte (BBCH 61) fallen (bei 80 dt Ertragserwartung rund 40 kg N/ha). Eine frühe dritte Gabe (BBCH 37-49) begünstigt die Kornzahl/Ähre und ist so ertragsbildend. Spätere Gaben (BBCH 51-59) stützen die Eiweißeinlagerung ins Korn. Sind Sorte, Standorteigenschaften und Bestandesentwicklung nicht auf hohe Qualitäten ausgelegt oder sollte eine Trockenperiode zu erwarten sein, ist eine frühe, ertragsbetonte Gabe anzuraten. Vor allem bei Trockenheit ist Nitratdünger dann die bessere Wahl, da z.B. bei Harnstoff und AHL unter diesen Bedingungen mit erhöhten Ammoniakverlusten zu rechnen ist. Sollte noch nicht ausreichend Schwefel (20-25 kgS/ha) gekommen sein, ist eine zusätzliche Blattdüngung bis zur Blüte zu empfehlen.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623-933207

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Beitrag vom 14. Mai 2018

Grasuntersaat im Mais

Grasuntersaaten im Mais dienen als Erosionsschutz, verbessern die Befahrbarkeit des Bodens zur Ernte und die Humusbilanz. Durch die Stickstoffbindung der Untersaat wird dieser vor Auswaschung geschützt (reduzierter Herbst-Nmin). Bei einer Nutzung als ÖVF im Greening (Faktor 0,3) gilt es nach der Ernte folgendes zu beachten: Untersaat bis zum 15.02. stehenlassen, nur organische Düngung erlaubt, Beweidung mit Ziegen u. Schafen möglich (sonstige Futternutzung erst nach 15.02.), Mulchen der Stoppeln nach Ernte zur Bekämpfung des Zünslers und Bestockungsanregung möglich, nur Gräsermischungen (seit 2018 auch Leguminosen erlaubt) verwenden. Die Aussaat sollte im 6-8 Blatt-Stadium bspw. mit Düngerstreuer vorgenommen werden. Da Gräser Lichtkeimer sind, ist keine Einarbeitung notwendig.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623-933207

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Beitrag vom 04. Mai 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zur aktuellen Situation im Getreide

Ausstehende Abschlussbehandlungen in Wintergerste jetzt durchführen; carboxamid – u. strobilurinhaltige Produkte in Kombination mit Cerone/Camposan auf´s Fahnenblatt spritzen. Gegen Ramularia sind Credo (Reste aufbrauchen) o. Amistar Opti gesetzt; wo es arbeitswirtschftlich klappt, diese Mittel getrennt auf die schiebende Ähre applizieren (erhöht Wirkungssicherheit). In weniger gut entwickelten Beständen o. auf schwächeren Standorten reicht u.U. ein Azol aus, um dortiges Ertragsniveau abzusichern. Wi-Weizen: i.d.R. 29 – 34; ausstehende Wachstumsreglermaßnahmen der trocknen Witterung anpassen; diese bietet kaum Spielraum für Infektionen; wenn Symptome dann meist nur auf unteren Blättern: i.d.R. keine Fungizide notwendig; witterungsbedingte Symptome (Blattsprenkelungen u. –aufhellungen) nicht mit Krankheiten verwechseln! Meist sind die Bestände noch gesund; Ziel: Fungizide mind. bis 37 – 39 hinausschieben.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 26. April 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zur Unkrautbekämpfung im So-Getreide u. zum Wachstumsregelereinsatz im Wi-Getreide

Bei günstigen Temperatur- und Lichtverhältnissen können ab 3. Blatt des Getreides idealer-weise Wuchsstoffe (Duplosan KV, Duplosan DP) mit einem Mischpartner (Pointer SX, Dirigent SX, Tomigan, Lodin etc.) zum Einsatz kommen. Ariane C ist für Anwendungen über die Bestockung hinaus (Zusatzwirkung gegen Disteln) geeignet; ebenfalls zu späten EC-Terminen gut verträglich ist Basagran DP (Sonne ist wichtig! – Aufbrauchfrist endet am 30. Juni!). U 46 M-Fluid ist speziell bei Disteln einzusetzen – Kamille, Klette und Stiefmütterchen werden hiermit allerdings nicht ausreichend bekämpft. Der Zusatz von Pointer SX, Pointer Plus (erfasst auch Klette) o. Dirigent SX verbreitert das Wirkungs-spektrum und sichert die Wirkung gegen Disteln ab. Eine ansprechende Breitenwirkung besitzen Antarktis und Artus – beide Präparate wegen ihrer griffigen Wirkstoffe in trocknen Beständen einsetzen! Gegen Ungräser sind in So-Gerste u. So-Weizen Axial, Concert (auch gegen Windhalm in Hafer) u. Husar Plus möglich. Lexus besitzt derzeit keine Zulassung!
Wachstumsregler Wi-Gerste: üppige Bestände ggf. mit Mischung aus 0,3 l Medax Top + 0,3 kg Turbo oder 0,2 l Moddus, jeweils + 0,2 l/ha Cerone 660/ Camposan Extra nachkürzen. Fungizide z. Zt. noch nicht notwendig. Im Weizen bietet sich, je nach Sorte und ob CCC-Vorlage erfolgte, TM aus 0,2 – 0,35 l Moddus + 0,4 – 0,6 l CCC an. Alternativ kann Prodax in TM mit CCC oder solo dann mit 0,5 – 0,75 kg bzw. Medax Top +Turbo mit jeweils 0,7 – 1,2 l/kg eingesetzt werden. Stoppelweizen auf Septoria kontrollieren; nur bei Symptomen auf neuen Blättern mit Cirkon, Mirage o.a. reagieren!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 23. April 2018

Hinweise zur Blütenbehandlung im Raps

Die ungewöhnlich hohen Temperaturen der vergangenen Tage haben die Entwicklung vom Raps enorm vorangetrieben. Für die ersten Bestände steht in den nächsten Tagen die Blütenbehandlung an. Das Auftreten der Weißstängeligkeit (Sclerotinia) ist witterungs-abhängig, kann aber nicht prognostiziert werden; gefährdet ist Raps während der Blüte. Die Vollblüte, 50 % der Blüten sind geöffnet, ist der optimale Termin für eine Behandlung mit Fungiziden. In 3-4jährigen Rapsfruchtfolgen mit wiederkehrendem Krankheitsbefall ist ein, in Bezug auf den Bienenschutz, geeignetes Fungizid einzusetzen. Insektizide sind nicht notwendig! – wird dennoch eine TM eingesetzt, unbedingt die B-Klasse beachten! In den vielen, schwach entwickelten Beständen reicht zur Ertragsabsicherung ein einfaches Azol-Fungizid aus, ggf. muss auch über den Verzicht der Blütenbehandlung nachgedacht werden. Applikationstechnik: Grundsätzlich abends behandeln, 4-5 km/h, u. mind. 300 l/ha Wasser aufwenden. Beachten Sie den Bienenschutz und sprechen Sie zuvor mit ortsansässigen Imkern!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 16. April 2018

Mikronährstoffdüngung

Der späte Vegetationsbeginn führt nun durch warme Temperaturen zu einem Wachstumsschub, dennoch sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Mikronähstoffen geachtet werden. Bor fördert zum Beispiel die Wurzelbildung und Befruchtung. Raps sollte deshalb bis zur Blüte 300 g B/ha (2 x 150 g im Frühjahr) bekommen und Getreide 75-100 g B/ha (50 g BBCH 30-37, 50 g bis BBCH 60). Mangan begünstigt unter anderem die Photosynthese und steigert die Trockentoleranz. Im Raps empfehlt sich eine Düngung von 200 g Mn/ha bis zur Blüte. Im Getreide (v.a. Gerste) ist eine Düngung von 250-500 g Mn/ha (BBCH 32-37) anzuraten. Kupfer ist zellwandstabilisierend und erhöht so die Standfestigkeit, sodass eine Düngung im Getreide mit 100-150 g Cu/ha (bis BBCH 32) auf Standorten ohne organische Düngung positive Wirkung hat.

Ph. Pfister, AGLW, Tel.: 06623-933207

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Beitrag vom 10. April 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zu Wachstumsreglern

Wachstumsregler sollen Lager vermeiden; neben Kultur, Sorte, Bestandesführung und N-Düngung spielt die Witterung eine wichtige Rolle (kein Einsatz in Beständen, die durch Frost, Hitze o. Wassermangel gestresst sind) unter diesen Bedingungen Aufwandmengen reduzieren o. Anwendung verschieben; Tankmischungen mit Fungiziden oder Herbiziden können Pflanzen zusätzlich fordern. Änderungen bei Wachstumsreglern: für die kommende Saison gibt es keine neuen Wirkstoffe, allerdings neue Produkte mit bekannten Wirkstoffen: Countdown NT mit Zulassung für So-Weizen; Namensänderung: Moddus Start heißt jetzt Moddevo. Die Palette der CCC-Produkte wird durch das Produkt Manipulator/Gexxo ergänzt (mit Zulassung in Gerste). Die Zulassung von Medax Top wurde verlängert. Orlicht Plus enthält 480 g/l Ethephon, ist aber breiter einsetzbar: neben Wi-Gerste auch in WW u. So-Gerste.

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 06. April 2018

Schossergabe Getreide

Die erste Gabe sollte 40 kg N/ha nicht überschreiten um bei der 2. Gabe noch auf die Bestandesentwicklung reagieren zu können. Der Gesamtbedarf an Stickstoff beträgt 1,7 kg N/dt Zielertrag. Ca. 50 % dieser Menge sollte zur zweiten Gabe fallen. In dünnen Beständen kann eine frühe zweite Gabe (BBCH 29/30) die Triebreduktion minimieren. Die Düngung sollte dann aufgeteilt werden, um in BBCH 32 noch mal die Kornzahl pro Ähre zu fördern. In normalen Beständen kann die Triebreduktion abgewartet werden (sortenabhängig), um unnötigen Konkurrenzdruck zu vermeiden. Sollte noch keine Schwefeldüngung (20-25kg S/ha) erfolgt sein, ist dies bis BBCH 32 unbedingt nachzuholen. Beim Sommergetreide sollten zunächst 75% der N-Menge zur Saat ausgebracht werden.

Ph. Pfister, Dr. W.G. Gebauer, AGLW Tel.:06623-933207

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Beitrag vom 26. März 2018

Silomaisdüngung

Bei der Silomaisdüngung ist, gestützt durch Praxisversuche in der hiesigen Region mit einer N-Düngung von 0,75 kg N/dt TM-Zielertrag zu rechnen. (s.a.Wochenblatt v. 22.3.) Im Gegensatz zur DVO hat sich gezeigt, dass der aufgenommene Stickstoff von Zwischenfrüchten mit 100% zu berücksichtigen ist. Im Herbst 2017 wurde von der AGLW eine N-Aufnahme von 20-120 (im Mittel 60) kg N/ha ermittelt. Bei einem Ertrag von 160 dt TM/ha (Ø 7 Jahren) ergibt sich ein N-Bedarf von 120 kg N/ha. Bei vorhandener Zwischenfrucht und Unterfußdüngung ist von einer zusätzlichen organischen Düngung abzusehen (Düngung=Zielertrag x 0,75-Zwf N). Außerdem ist auf die P-Düngung zu achten (Gehaltskl. C)! Der P-Entzug beim Mais beträgt 0,175 kg P2O5/dt FM (Zielertrag:160 dt TM = 500 dt FM = 87,5 kg P2O5-Entzug/ha). Eine DAP Unterfußdüngung in Verbindung mit organischer Düngung kann leicht zu einem P-Überschuss führen. Ph. Pfister, Dr. W.G. Gebauer, AGLW Tel.:06623-933207

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Beitrag vom 26. März 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zu Anwendungsbedingungen für Herbizide

Bei anstehenden Behandlungen auf eine gute Benetzung achten; die Wassermenge mind. auf 250 – 300 l/ha Wasser bemessen. Möglichst feintropfig applizieren: eine 03er (blau) besser 025er (rosa) Injektordüse wählen; 04er (rot) und 05er (braun) Injektordüsen sind zu grobtropfig! Doppelflachstrahldüsen zeigen im Vergleich zu klassischen Bauarten tendenziell das bessere Applikationsbild. Den Düsenstock am Rand des Gestänges mit einer Randdüse bestücken. Anwendungsbedingungen der Herbizide berücksichtigen: z.B. bei Anwendung der Wirkklasse B (Sulfonylharnstoffe) auf eine Luftfeuchtigkeit von mind. 60 % achten! Bei blattaktiven Mittel (Axial, Traxos, Sword) müssen die Ungräser vollständig aufgelaufen sein u. mind. 2-3 Blätter gebildet haben! Weitere Info`s im Beratungsfax!

Karl-Heinrich Claus, LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 26. März 2018

Geänderte Regelung zur Dauergrünlandentstehung

Ab dem Jahr 2018 greift eine Änderung des EU-Rechts im Bereich der Entstehung von Dauergrünland. Danach werden Ackerfutter- oder Brachflächen, die mindestens 5 Jahre lang nicht Bestandteil der betrieblichen Fruchtfolge waren, nur noch dann zu Dauergrünland, wenn sie innerhalb des 5-Jahres-Zeitraums nicht gepflügt worden sind. Das Pflügen ist in diesem Zusammenhang definiert als mechanische Zerstörung der Grasnarbe, so dass z. B. auch ein Grubbern der Fläche anerkannt wird. Sofern eine Ackerfutterfläche ab diesem Jahr gepflügt wird und erneut mit einer Ackerfutterkultur bestellt werden soll, ist innerhalb einer Frist von 4 Wochen nach dem Pflügen die Bewilligungsstelle beim Landkreis (Fachdienst Ländlicher Raum) zu informieren, damit der Umbruch der Fläche und damit der Beginn des neuen 5-Jahres-Zeitraums bestätigt werden kann. Im Jahr 2018 besteht darüber hinaus eine Sonderregelung für Flächen, die aufgrund der 5-Jahres-Regelung bereits zu Dauergrünland geworden sind. Wenn solche Flächen innerhalb der letzten 5 Jahre bis spätestens zum 29.12.2017 gepflügt wurden, kann der Ackerstatus wiederhergestellt werden, sofern der Landwirt dies beantragt und in der Lage ist, die Durchführung des Pflügens nachzuweisen. In solchen Fällen sind die betroffenen Flächen im Gemeinsamen Antrag 2018 unter Angabe des Pflüge-Datums entsprechend zu kennzeichnen, ein Nachweis des Umpflügens muss beigefügt werden.

Weitere Informationen sind erhältlich im Fachdienst Ländlicher Raum, Hubertusweg 19 C, 36251 Bad Hersfeld, Tel.: 06621/87-2255 oder -2221

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Beitrag vom 19. März 2018

Wirtschaftsdüngeranalysen

Laut DVO müssen die ausgebrachten Nährstoffmengen bei der Düngung bekannt sein. Während diese bei Mineraldüngern angegeben sind, werden bei Wirtschaftsdüngern oftmals Faustzahlen (Mittelwerte) angenommen. Die Ergebnisse der AGLW zeigen jedoch zwischen den einzelnen Untersuchungen eine erhebliche Streuung. So enthält das obere Viertel der Analysen von Milchvieh- oder Rindergüllen (5,1 bzw. 6,5 kg N/m³) zum Teil mehr als das doppelte an Gesamt-N/m³ als das untere Viertel (2,8 bzw. 2,5 kg N/m³). Die Schweinegüllen schwanken in einem noch weiteren Bereich (2,3 – 6,9 kg N/m³). Im Vergleich zu den Faustzahlen wird der eigene Wirtschaftsdünger also über- bzw. unterbewertet, die Bestände also unter- bzw. überversorgt. Letzteres bedeutet einen unnötig hohen Mineraldüngerzukauf. Eigene Analysen sind unbedingt zu empfehlen!

Ph. Pfister, Dr. W.G. Gebauer, AGLW, 06623933207

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Beitrag vom 16. März 2018

Grünlandpflege

Der Winter in Hessen war niederschlagsreich, sonnenscheinarm und häufig zu warm. Dies galt besonders für die Monate Dezember und Januar. Erst im Februar wurde es noch einmal deutlich kälter. Teilweise kam es aufgrund der fehlenden Schneedecke zu Kahlfösten. Sowohl überschüssiges Wasser als auch Fröste führen häufig zu Lücken im Bestand. Das Grünland sollte also nach dem Winter auf Schäden kontrolliert werden. Wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind und das Grünland nicht mehr reifbedeckt ist, kann dann mit der Narbenpflege begonnen werden. Zu den Standardpflegemaßnahmen im Frühjahr gehören Schleppen, Striegeln und im Bedarfsfall auch Walzen. Bei geschädigtem Grünland ist eine Nachsaat häufig sinnvoll. Zur Nachsaat wird die Qualitäts-Standard-Mischung GV (Rotes Etikett, 100% Deutsches Weidelgras) empfohlen.

Dr. Anna Marie Techow, LLH Eichhof, 06621-9228699

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Beitrag vom 12. März 2018

Landwirtschaftliche Hinweise zur Kontrolle von Rapsschädlingen

Sobald die Temperaturen 10° C für mehrere Tage übersteigen, unbedingt Gelbschalen im Winterraps aufstellen, um den Zuflug von Rapsschädlingen verfolgen zu können! Geschützte Waldrandlagen sowie Südhanglagen werden i.d.R. früher angeflogen als offene Lagen. Schadschwellen: Stängelrüssler: 5-10 Käfer, Kohltriebrüssler: 10 Käfer (jeweils/Gelbschale innerhalb von 3 Tagen). Sofern Sie bei Kontrollen in den Gelbschalen nur die genannten Rüsselkäfer finden, kann deren Bekämpfung mit Pyrethroiden der Klasse 2 (Karate Zeon, Bulldock, Decis, etc.) erfolgen. Finden Sie zeitgleich Rapsglanzkäfer in nennenswerter Zahl, ist das Pyrethroid Trebon (Klasse 1) einzusetzen – Präparate der Klasse 2 besitzen keine Wirkung!

Terminhinweise: Pflanzenbauinformationen fürs Frühjahr:

Di.,13. März Eiterfeld und Do.,15.März Bebra jeweils 20°° Uhr.

Sachkundefortbildung: Teil 1 am Mo. 19. März 19:30 Uhr Schenklengsfeld (2. Teil am 7. Mai!).

Anmeldung unter: Kassel 0561/7299-333

Karl-Heinrich Claus; LLH HEF/FD; 0160 90725736

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Beitrag vom 02. März 2018

Düngung zu Vegetationsbeginn mit S und Nitrat-Stickstoff ratsam

Durch die hohen Niederschläge der letzten Monate sind Stickstoff und Schwefel weites gehend ausgewaschen. Deshalb ist bei allen Kulturen eine rasche Versorgung mit S und Nitrat-Stickstoff anzuraten.

Getreide mit 20 kg S/ha versorgen, z. B. mit einer Startgabe von 1,5 dt ASS/ha (Vorsicht: Gerste reagiert mit Mindererträgen bei überzogener S-Düngung). Die Startgabe sollte 40 kg N/ha nicht übersteigen und die Betonung auf der zweiten Gabe (Schossen) liegen.

Auch im Raps ist ein schnell wirkender N-Dünger zu Beginn ratsam. Der Schwefelbedarf liegt bei 1 kg S/dt Ertrag. Viele Rapsbestände gingen schlecht entwickelt in den Winter. Bei solchen Beständen muss unbedingt das Ertragsziel nach unten korrigiert und die Düngung reduziert werden. N-Aufteilung generell 1/3 + 2/3.

Auch bei der mineralischen Düngung ist darauf zu achten, dass es tagsüber auftaut und schneefrei ist.

Ph. Pfister, Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623933207

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Beitrag vom 23. Februar 2018

Gülledüngung zu Vegetationsbeginn 2018

Eine organische Düngung bei Raps und Getreide sollte so früh wie möglich erfolgen, da bei kühlen Temperaturen und strahlungsärmeren Verhältnissen der N-Verlust geringer und somit die N-Ausnutzung höher ist. Dabei ist auf die Befahrbarkeit des Bodens und die Vorgaben aus der DVO zuachten. Die Umsetzung der organischen Dünger erfolgt bei Erwärmung des Bodens, sodass der Stickstoff erst später pflanzenverfügbar wird. Eine organische Düngung zu Qualitätsweizen (E und A) ist eher ungeeignet. Viele Rapsbestände sind unterdurchschnittlich entwickelt. Eine gesteigerte N-Düngung im Frühjahr kann die schwachen Bestände nicht kompensieren, sodass das Ertragsziel korrigiert und die Düngung angepasst werden muss. Des Weiteren werden die Nmin-Gehalte durch niedrige Werte im Herbst und dem niederschlagsreichen Winter in diesem Frühjahr recht niedrig sein. Deshalb sollte nach der Güllegabe eine zeitige Düngung mit Nitratdüngern (ASS, KAS-24/6) erfolgen.

Ph. Pfister, Dr. W.G. Gebauer, AGLW, Tel.: 06623933207

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Beitrag vom 19. Februar 2018

Anbau von Sommerhafer und Sommergerste

Durch den geringen Pflanzenschutz- und Düngungsaufwand kann der Anbau von Sommergetreide wirtschaftlich interessant sein. Die Nährstoffbilanzen werden entlastet, betriebliche Arbeitsspitzen entzerrt und die Maschinen besser ausgelastet. In den Landessortenversuchen hatte der Sommerhafer in einem guten Jahr durchschnittliche Erträge in Hessen von über 80 dt/ha, der Durchschnitt der letzten 3 Jahre liegt bei ca. 68 dt/ha. Bei der Sommergerste unterscheiden sich die Sorten in Brau- und Futtergerste. Die mehrjährigen Erträge liegen bei über 61 dt/ha. Der Anbau von Sommergetreide ist oft an abtragender Stelle in der Fruchtfolge und auf schwächeren Standorten, wo sie ihr Ertragsvermögen nicht ausschöpfen können. Hafer bevorzugt Standorte mit guter Wasserversorgung, keine flachgründigen Böden. Sortenempfehlung: Max, Poseidon, Symphony, Yukon. Sommergerste kommt mit trockeneren Verhältnissen besser zurecht, auf gute Saatbedingungen und ausreichende pH-Werte ist zu achten. Sortenempfehlung: RGT Planet, Avalon, Milfort.
Lars Klingebiel, LLH Eichhof, Tel.: 06621/922841

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Beitrag vom 02. Februar 2018

Anbau von Ackerbohnen und Körnererbsen Frühjahr 2018

Ackerbohnen / Erbsen bedürfen keiner N-Düngung, lockern Fruchtfolgen auf und helfen bei der Bekämpfung hartnäckiger Ungräser. Auf bessere Böden mit guter Wasserversorgung passt die Ackerbohne. Sie liefert in den Sortenversuchen mehrjährig Erträge von über 50 dt/ha. Ihr Eiweißgehalt liegt bei rund 25%. Bei Einhaltung der jeweiligen Maximalanteile in den Futterrationen für Rinder, Schweine und Geflügel geeignet. Aussaat erst, wenn es die Bodenverhältnisse zulassen (abgetrocknete Böden!), auch schon Ende Februar / Anfang März, Saatstärke 45-50 Kö/m2, Saattiefe 7-8 cm. Körnererbsen sind trockentoleranter. Aussaat im März, Saatstärke 70 – 90 Kö/m2 Saattiefe 4-5cm.

Empfehlenswerte Sorten Ackerbohne: Fuego, Fanfare, Tiffany (vicinarm)

Erbse: Astronaute, Respect, Navarro

Herbizidmaßnahmen im Vor- und Nachauflauf (NA nur noch 2018) zugelassen. Bei Anrechnung als ökolog. Vorrangfläche im Greening (Faktor 1) ist der Einsatz von chem. Pflanzenschutz nicht erlaubt. Alternativ mech. Unkrautregulierung möglich.

Philipp Roth, LLH Eichhof, Tel.: 06621/922876

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Beitrag vom 05. Februar 2018

Witterung 2017 und Ausblick auf die Frühjahrsdüngung 2018

War es im April und Mai noch sehr trocken mit einem Kälteeinbruch zur Rapsblüte, welcher gebietsweise zu erheblicher Schotenreduktion führte, waren die Bedingungen zur Ernte sehr feucht. Die Niederschlagsmengen im Juli mit 165,2 mm und im August mit 129,6 mm waren deutlich über den langjährigen Mittelwerten von 83 mm und 70 mm (1990-2017). Obwohl der September, Oktober und November nur leicht den Durchschnitt überschritten, gab es kaum niederschlagsfreie Perioden, in denen der Boden abtrocknen konnte. Dies beeinträchtigte die Herbstbestellung wesentlich (z.B. bei Raps und Zwischenfrüchten). Außerdem führte der wassergesättigte Boden zu Sauerstoffmangel, Staunässe und einem geringeren Wurzelwachstum vor allem im Bereich von Bodenverdichtungen (helle Gerstenbestände). Die nassen Bedingungen begünstigen im großen Maße das Auswaschen von Nährstoffen wie Stickstoff, Schwefel, Bor und Mangan. Auf diese Nährstoffe sollte deshalb im Frühjahr besonders Wert gelegt werden. Bei der Startdüngung muss auf den Bodenzustand geachtet werden (DüV§5). Es besteht ein Ausbringungsverbot auf überschwemmten, wassergesättigten, schneebedeckten und gefrorenen Böden. Letztere dürfen jedoch mit bis zu 60 kgN/ha gedüngt werden, wenn: der Boden tagsüber aufnahmefähig wird, keine Abschwemmgefahr besteht und der Boden eine grüne Pflanzendecke trägt oder es sich um Grün- oder Dauergrünland handelt.

P. Pfister, Dr. Gebauer, AGLW, 06623-933207

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